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Aufgedeckt: Ein Jahrhundert Wahrzeichen – Die Eisenbahnbrücke von Landeck

Die Landecker Eisenbahnbrücke über den Inn ist weit über 100 Jahre alt und gilt als regionales Wahrzeichen. Das Bauwerk am Beginn der imposanten Arlbergstrecke westlich des Bahnhofes Landeck wird täglich von bis zu 90 Zügen befahren.

1883/84 (siehe Foto von 1886) wurde Landeck eine wichtige Kopfstation für die Bergstrecke über den Arlberg. Rund 3000 Arbeiter, vorwiegend aus dem Trentino, waren bei der Errichtung dieses Jahrhundert Wahrzeichens beschäftigt. Am 1. Juli 1883 wurde die Strecke Innsbruck – Landeck eröffnet, im September 1884 fuhren dann die ersten Züge nach Bludenz. In Landeck entstand eines der größten Heizhäuser der Monarchie, zum Einsatz kamen eigens für die Arlbergstrecke konstruierte Dampfloks.

Während der nun angesetzten 17-tägigen Sperre sollen satte 1.660 Tonnen Stahl bewegt und die alte Stahlbogenbrücke durch eine neue Konstruktion aus Tschechien ersetzt werden. Die ÖBB lässt sich das Spektakel rund 10,5 Mio. Euro kosten, verspricht den Anrainern allerdings spürbare Verbesserungen dank Lärmschutz und Restauration der über 120 Jahre alten Viadukte.

Beim Xlarge Lokalaugenschein tummelten sich am 10. August hunderte LandeckerInnen auf der extra errichteten Aussichtsplattform. Bereits um 8 Uhr früh hätte die alte 260 Tonnen schwere Stahlbogenbrücke mit zwei Kränen angehoben werden sollen, um die Instandsetzungsarbeiten fortzusetzen. Nachdem allerdings das nötige Trägerstahlelement verloren ging, verschob sich das Vorhaben schließlich auf Montagnachmittag.

Rene Zumtobel, Unternehmenssprecher der ÖBB, sieht in der neuen Stahlbogenbrücke ein regionales Wahrzeichen für Landeck, das mit mehreren Taurusloks bereits ausgetestet habe. Die imposanten Zahlen sprechen für sich: 1.400 t Stahl (alte Brücke 260 t); Länge 63,8 m – Breite 7 m; 23,4 – 26,4 Promille Steigung Richtung Arlberg; 1000 m Lärmschutz

Unter dem Motto „Gemma Baustelle schauen“, gibt sich die ÖBB den Bürgern von Landeck gegenüber besonders kommunikativ. Eine bebilderte Schautafel veranschaulicht eindrucksvoll die einzelnen Bauphasen, und von einer Aussichtsplattform unmittelbar neben der Brücke, haben die Baustellenbesucher einen idealen Blick auf die Bauarbeiten.

Nachdem die Bahntrasse mitten durch das Stadtgebiet von Landeck führt, verspricht man sich von einem 2.500 m² umfassenden Lärmschutz, Beruhigung im umliegenden Ortsgebiet. Dazu Zumtobel »Im Zuge des Brückenneubaus wird die 60 Meter lange Stahlbogenbrücke mit einem durchgehenden Gleisschotterbett ausgestattet. Gemeinsam mit den Lärmschutzwänden, die auf einer Gesamtlänge von 1.000 Metern und einer Ansichtsfläche von 2.500 m² errichtet werden, wird es spürbar leiser. Die Lärmschutzkassetten werden im Herbst in die vorgesehenen Verankerungen eingesetzt bis zum November sollten die Arbeiten fertig sein. Bei der Bauart der Lärmschutzelemente wird der aus Altglas gewonnene Schaumglasschotter verwendet. Durch die große Außenfläche der kleinen schwarzen Schaumglasstücke wird der entstehende Lärm gedämpft und spürbar reduziert«

Bis zum November 2008 und damit zum Beginn der Wintersaison, will die ÖBB die Arbeiten gänzlich abgeschlossen haben.

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