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Trotz erfinderischer Zuschläge: Billigflieger schlagen Linienflieger bei Direktflügen

„Egal, wann man bucht – die Billigfluglinien schlagen im Preis immer die etablierten Linienflieger.“ Das sagte heute, Donnerstag, Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) http://www.konsument.at, bei der Vorstellung einer aktuellen Preisvergleichstudie zwischen Billigfluglinien und Linienflügen. Dabei haben die Verbraucherschützer über fünf Monate die Preisentwicklung für Flüge von Wien beziehungsweise Bratislava nach London untersucht. „An 56 Tagen haben wir Preisstichproben erhoben und somit weit über 500 Flugangebote ausgewertet“, so Silvia Doppler, Projektleiterin Finanzdienstleistungen beim VKI, gegenüber pressetext.

In der Studie untersuchte der VKI Direktflüge der Firmen Austrian Airlines (AUA), British Airways (BA) und easyJet von Wien nach London beziehungsweise von Bratislava nach London, was von Ryanair und SkyEurope angeboten wird. „Je nach dem wann man bucht und mit wem man fliegt, schwanken die Preise für Hin- und Rückflug zwischen 100 und 800 Euro“, so Floss weiter.

In einem Punkt sind sich aber Billigflieger und Linienriesen einig. Je später gebucht wird, desto teurer wird es. In der Untersuchung stellte sich heraus, dass Reisende, die bereits im Februar einen Flug für Juli orderten, bei Ryanair und Co. zwischen 100 und 200 Euro zu zahlen hatten. AUA oder BA verlangtem zum selben Zeitpunkt 200 bis 300 Euro. „Wirkliche Preisunterschiede stellten wir erst ein bis zwei Wochen vor dem Abflugtermin fest“, sagt Floss. Wer mit einem Billiganbieter abhob, zahlte dann 200 bis 400 Euro. Bei den Linienfliegern musste man zu diesem Zeitpunkt das Doppelte ausgeben.

„Was selbst uns überrascht hat, waren die teilweise sehr erfinderischen Zuschläge“, führt Floss aus. Aufschläge für Kreditkartenzahlung, Check-in am Schalter oder exorbitante Gepäckzuschlagspreise förderten die Tester ans Tageslicht. Bei Ryanair beispielsweise müssen Reisende pro Kilogramm Übergepäck und Flugstrecke 15 Euro zahlen. Ein Ticket auf jemand anderes umzuschreiben, schlägt mit bis zu 100 Euro zu Buche.

„Wer im Internet auf der Suche nach Schnäppchen ist, der sollte mindestens zwei bis drei Stunden Zeit investieren. Denn es gibt viele gute, aber auch viele schlechte Angebote“, meint Doppler. Für alle, die diese Zeit nicht haben oder weniger internetaffin sind, rät sie zum Gang ins Reisebüro. „Dort kennt man sich genau mit den Fluglinien aus und kann ein gutes Angebot vermitteln“, so die Finanzexpertin weiter. Warnende Worte richtete der VKI an User, die sich blind auf Flug-Suchmaschinen wie „Expedia“ oder „Opodo“ verlassen. „Teilweise fanden wir dort günstigere Angebote als bei den Fluglinien aber auch teurere“, sagt Floss. Von daher empfiehlt er stets einen Kontrollblick auf die Fluglinien-Homepage zu werfen.

Zum Abschluss hatten die Verbraucher noch zwei Tipps für Reisende. Wer bei Hin- und Rückflug auf verschiedene Airlines setzt, steigt möglicherweise günstiger aus. Zudem empfehlen sie, wenn möglich, auf weniger frequentierte Reisetage (wochentags) zurückzugreifen. „Dadurch, dass die Flugzeuge dann weniger stark ausgelastet sind, hat man eine größere Chance auf billige Tickets“, sagt Floss abschließend. (pte/red)

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