XlargE Magazin Abo

URTEIL IM FALL YASEMIN: Gericht verwirft Sorgerecht Antrag der Mutter

Artikel per Email versenden Artikel per Email versenden

Yasemin in der Türkei - Foto: Baltaci/NEUESeit vier Jahren lebt die heute 10-jährige Yasemin Kobal bei ihrem Vater in Istanbul. Die Musterschülerin aus Lienz in Osttirol war nach einem Beschluss des Landesgerichtes Innsbruck im November 2004 mit ihrem Vater in die Türkei zurückgekehrt. Zwei Jahre zuvor kam Yasemin im Zuge der Flucht mit Mutter Franziska Kobal nach Österreich, wo die 44-jährige nun mit Sohn Dominik zurückgeblieben ist.

Vater Bayram (53) weißt sämtliche Vorwürfe zurück, Medien ziehen schließlich ihre eigenen Schlüsse, auch aus der angeblichen Zwangsgewalt durch das Gericht, demnach Yasemin auf dem Weg zur Schule in ein Auto gezerrt worden wäre, um anschließend vom Flughafen Wien-Schwechart die Rückkehr nach Istanbul anzutreten.

Das Gericht beschreibt seine Entscheidung als äußerst schwierig, zumal die Eltern nicht alles erdenkliche getan hätten, um die Ehe aufrecht zu erhalten. Schließlich verwirft das Gericht den Antrag der Mutter auf Zuweisung der elterlichen Sorge. Nun kann Franziska Kobal berufen, oder in einem gesonderten Verfahren die Scheidung beantragen.

Besonderes Aufsehen im vielzitierten Fall Yasemin erregen die Unterstützer der Mutter, die auf einer eigens eingerichteten Website für Franziska Kobal mobil machen, und dafür jedes Mittel recht ist. Als das Nachrichtenmagazin Xlarge aufgrund intensiver Recherchen Verbindungen zwischen der Plattform Initiatorin Inge Weber aus Alberschwende und einem gewerbsmäßigen Betrüger aus Steyer nachweisen kann, war das Cyberstalking der Initiative für Yasemin gegen Xlarge Journalist Stephan Pfeifhofer perfekt.

Wie Bayram Kobals Anwalt gegenüber der Tiroler Tageszeitung bestätigt, könnte ein erneutes Verfahren wiederum Jahre dauern. Yasemin selbst schreibt unterdessen gute Noten und besucht die 3. Klasse Volksschule. Die Schülerin habe in Gesprächen mit Gerichtspsychologen immer wieder bekundet in der Türkei bleiben zu wollen.

Kinder- und Jugendpsychologe Rolph Wegensheit kennt die Bedürfnisse von Trennungskindern “Leider werden in der westlichen Justiz Kinder und Jugendliche nach wie vor zu selten gehört. Beispielhaft für ein Land wie die Türkei, wenn das Gericht die Bedürfnisse eines 10-jährigen Kindes derart würdigt”.

Auch wenn Franziska Kobal ihre Tochter zweimal pro Monat für ein ganzes Wochenende sehen könnte, hat sie bisweilen nur zwei Besuchskontakte wahrgenommen. Für Wegensheit eine type Trotzhaltung des unterlegenen Elternteils “Wenn der beanspruchende Elternteil das Kind nicht ganz bekommt, will man auch nicht teilhaben, getreu dem Motto – ganz oder gar nicht. Besonders Mütter reagieren mit derart subtilen Strafsanktionen gegen ihre eigenen Kinder, obwohl sie keinesfalls zum Wohle des betroffenen Kindes sein können”.

Die ganze Story im Nachrichtenmagazin XlargE!

Ausgabe Dezember 2008

Download PDF
Impressum | Kontakt | Sitemap

BlitznewsSteirerblattXeleon.TVWhats Up TV