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BEHÖRDEN WILLKÜR: Jugendamt entreißt Mutter ihre hyperaktiven Kinder und verweigert ihnen jede Therapie

Der Fall Luca ist nur ein trauriges Beispiel im Skandalregister der Tiroler Jugendwohlfahrt. Bereits mehrmals hat Xlarge über unhaltbare Zustände in der Abteilung von Silvia Rass-Schell berichtet. Für neues Aufsehen sorgt ein Fall aus dem Zillertal. Nachdem Julia (8) und Bruder David (10) abrupt dem Vater zugeführt werden, erhebt Mutter Carmen Lerchegger (39) gegen Ex-Partner und Jugendamt im Gespräch mit Xlarge schwere Vorwürfe.

Unterstützung findet die Wahl-Tirolerin bei Engelbert Dejaco, der mit seiner Plattform „Aus Liebe zu den Kindern“ für betroffene Eltern(teile) gerne die Rolle des Vermittels übernimmt, wenn Jugendämter unberechenbar werden. Wie Engelbert Dejaco gegenüber Xlarge erzählt, habe er von Frau Lerchegger und ihrem Fall am Bezirksgericht Zell am Ziller erfahren, jene Instanz, welche der 39-jährigen sehr wohl die Erziehung von Kindern, insbesondere aber der verbliebenen 1 ½ -jährigen Tochter Hannah zutraut. Für Carmen Lerchegger ein Desaster »Geht es nach dem Bezirksgericht Innsbruck, soll ich meine beiden Großen nur noch beim Umgangskontakt in die Augen sehen dürfen« spricht eine verzweifelte Mutter im Gespräch mit Xlarge Reporter Stephan Pfeifhofer ihren Frust von der Seele.

Aus gutem Grund, meint auch eine Vertraute, die bereits zahlreichen Kindern mit AD/HS und deren Familien effizient helfen konnte, allerdings aus Angst vor Repressalien der Jugendwohlfahrt anonym bleiben möchte »AD/HS ist das Aufmerksamkeitshyperaktivitätssyndrom, eine Stoffwechselstörung im Gehirn, die man nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft durchaus behandeln kann. Solange das Jugendamt die Kinder von Frau Lerchegger allerdings nicht kompetent bei Dr. Scheer in Graz begutachten lässt, bekommen sie auch keine angemessene Therapie, wenn überhaupt«

Mutter Carmen findet für die Expertenworte einfache Beispiele, so habe ihr Sohn bereits Haustiere getötet, oder werde laufend gegenüber seiner Schwester Julia aggressiv, die schließlich jeden Besuchskontakt nutze, um bei ihrer Mutter im Vertrauen über all diese Vorfälle zu sprechen, in der Hoffnung, dass die 8-jährige endlich Gehör findet. In einem Appell an das zuständige Familiengericht schreibt Lerchegger „… mehrmals hatte meine Tochter einen blauen und/oder eingerissenen Zehennagel …“ Doch die Appelle helfen nichts, im Gegenteil, das bereits involvierte Jugendamt setzt willkürlich die Besuchskontakte aus, dass sogar Vater Mario S. allen Warnungen zum Trotze seine Kinder heimlich zur Mutter bringt.

Für Engelbert Dejaco ein klares Zeichen »Der Vater steht offenkundig unter Kuratel der Jugendamtsmitarbeiterinnen« Seite für Seite studiert Dejaco die Historie des Grauens im Fall Lerchegger. Wer die Website des gelernten EDV Technikers unter www.kinderhilfe.at.tp näher betrachtet, kommt schnell auf weitere Ungereimtheiten im Dschungel der Jugendwohlfahrt. Dazu Dejaco weiter »Immer wieder sind es Jugendämter, die auf nicht nachvollziehbare Weise Kinderwohlgefährdung orten. Ich versuche dann im Gespräch mit den Jugendamtsmitarbeiterinnen eine Lösung zu finden. Das war im konkreten Fall allerdings nicht möglich« Dejaco vertritt zwischenzeitlich weitere 10 Eltern, die vergebens auf eine kompetente Kooperation mit dem Jugendamt warten, das mehr denn je gerne Parteistellung ergreift, obwohl aus dem Jugendwohlfahrtsgesetz andere Aufgaben hervorgehen.

So auch im konkreten Fall, der ursprünglich an jener Bezirkshauptmannschaft in Schwaz seinen Ursprung nahm, die im Fall des 17 Monate alten Luca versagt hat, weshalb nach wie vor die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt. Plötzlich suggeriert die verantwortliche Sachbearbeiterin zunehmend Probleme mit der Kindesmutter. Kurz darauf werden die Kinder im Zuge eines Besuchskontakt beim Vater per einstweiliger Anordnung nach § 215 ABGB (Gefahr in Verzug Maßnahme) abgenommen.

Reduzierte Selbstwahrnehmung, fehlende Einsichtsfähigkeit und Schuld zuweisendes Verhalten gegenüber dem Kindesvater, diagnostiziert die angelernte Sozialarbeiterin in ihrem Bericht an das Pflegschaftsgericht. Grund genug ohne jede Verabschiedung die betroffenen Kinder beim Vater zu belassen, und nicht mehr der Mutter auszufolgen. Laut Gutachten wäre die Gefahr in Verzug Maßnahme rechtens, gebe es doch seitens der Kindesmutter ein nicht einschätzbares Gewaltpotential.

Laut Gerichtsakt waren die Bedenken der fallbezogenen Sachbearbeiterin derart groß, dass dem Wunsch der Kinder, ihre Mutter wiederzusehen, erst nach drei Monaten beim Jugendamt überhaupt Gehör fand. Allerdings, so das Jugendamt in einem internen Aktenvermerk vom 4.7.2006, hätte man bei Julia keine Anzeichen eines sexuellen Missbrauchs feststellen können. Hingegen wären die Bedenken zu groß, würden die Kinder wieder zu ihrer Mutter zurückkehren.

Für Vater Mario S. im Gespräch mit Xlarge ohnehin alles haltlose Anschuldigungen der Kindesmutter »Meine Ex-Partnerin hat schon mehrfach Aussagen getätigt, die sogar vor Gericht als Lügen enttarnt werden konnten«

Rund sechs Monate nach Kindesabnahme installiert das nun zuständige Jugendamt Innsbruck schließlich einen 14-tägigen Umgangskontakt, der laut Besuchsbetreuung gut funktioniere. Dennoch, das Jugendamt ist unzufrieden, will zu bereits erfolgten Vorgutachten, die nach Ansicht der nun zuständigen Sozialarbeiterin „den Ernst der Situation noch nicht wirklich erfasst hätten“, weitere Expertisen einholen. Seitdem sind zwei Jahre vergangen, in denen die an AD/HS leidende Mutter zu erklären versucht, dass sie sehr wohl erziehungsfähig sei und ihr in erster Linie das Wohl ihrer Kinder am Herzen liege.

Wegbegleiter Engelbert Dejaco, dessen Sohn vor 14 Jahren verstarb, ist verzweifelt »Die Mutter möchte lediglich eine fachkompetente Abklärung ihrer Kinder auf AD/HS. Denn AD/HS ist vererbbar und sollte gerade im Pflichtschulalter behandelt werden«

Selbst der Kindesvater Mario S. gesteht gegenüber einem Gutachter ein wie sehr seine Kinder an ihrer Mutter hängen. Dennoch, der gelernte Verkäufer nutzt seinen Rosenkrieg mit Carmen Lerchegger, um schließlich zum Schuldenabbau gar Unterstützung vom Land Tirol zu erhalten. Wie ein Bekannter von S., der anonym bleiben möchte, gegenüber Xlarge sagt »Mario geht es nicht um die Kinder, seit er sie hat, ist seine Wohnung voll mit Elektronik, davor war der Gerichtsvollzieher Dauergast. Ich denke, der hat vom Jugendamt und Land Tirol Unsummen erhalten. Kein Wunder, wenn man die Rolle des armen alleinerziehenden Vaters sogar von der Behörde zugesprochen bekommt«

Prekäres Detail am Rande: Gutachter Salvatore Giacomuzzi meint vor Gericht als Beweis für das bei Carmen Lerchegger vorliegende Borderline Syndrom »Mit den von mir angeführten Beziehungsideen meine ich, dass die Mutter nach wie vor davon überzeugt ist, dass der Kindesvater Daten von ihr anzapfen würde, obwohl dies technisch nicht möglich ist. Ich meine damit die von der Mutter behauptete Überwachung über Internet, übers Handy, etc. …«

Bei Xlarge Telekom Experte Thomas Gurschler löst die technische Versiertheit des Gutachters nur Kopfschütteln aus »Sehr wohl kann man mittels Email via Internet Zutritt zum Computer erhalten. So ähnlich funktioniert auch die Überwachung, wenn ein Computer von der Polizei angezapft wird. Gleiches gilt für jedes Handy, das mittels „Ausspäh-Software“ von jedem Hobby Detektiv überwacht werden kann, wie unzählige Medienberichte belegen«

Psychologen als Technik Freaks, Väter die um jeden Preis ihre Kinder wollen, ein ansonst Väter kritisches Jugendamt, das plötzlich Mütter ausbremst – für Engelbert Dejaco und seine Plattform „Aus Liebe für die Kinder“ unhaltbare Zustände »Nach diesem Desaster konnte ich Frau Lerchegger nur noch den Gang an die Öffentlichkeit empfehlen, zumal sämtliche rechtliche Möglichkeiten bereits ausgeschöpft wurden«

Ein weiteres Trugbild der Historie, die vom Vater auch im Gespräch mit Xlarge geleugneten Krankheiten seiner Kinder: Blasenentzündung, mehrfache Angina, Kehlkopfentzündung, Darmgrippe und Hautpilz, sind nur einige Punkte aus der Krankengeschichte von Julia und David. Für das Jugendamt kein Grund zum Einschreiten, wären die Kinder in der Obhut von Mario S. und seiner Mutter laut Mitteilung an das Gericht bestens aufgehoben.

Wie mehrere Atteste von Kinderärzten, die Xlarge exklusiv vorliegen, der Mutter bescheinigen, seinen die Kinder bis zur Abnahme durch das Jugendamt zu keinem Zeitpunkt erkrankt, oder gar gefährdet gewesen.

Schließlich setzt das Bezirksgericht Innsbruck in der Tagsatzung am 17. Jänner 2007 eine von der Mutter bevollmächtigte Vertrauensperson, die gesetzlich zugelassen werden muss, schnurstracks per Beschluss vor die Türe – unbegründet, wie Xlarge Rechtsexperte Michael Kovalsky meint »Gerade in familienrechtlichen Verfahren stehen den Parteien die Mitnahme von Vertrauenspersonen zu. Ein in der ZPO normiertes Recht, das wohl am Bezirksgericht Innsbruck keine Anwendung findet«

Obwohl Videoaufzeichnungen und eine Diagnose der Einrichtung „Die Eule“ der Kindesmutter durchaus einen guten Umgang mit ihren Kindern bescheinigen, ein Befundbericht bestätigt, dass Sohn David sehr wohl am ADHS-Syndrom leide, kommt der Kindesvater Mario S., das Jugendamt, und nicht zuletzt die vorsitzende Richterin Mag. Nadja Obwieser zum Schluss, man brauche insbesondere dem 10-jährigen David die notwendigen Therapien nicht zu ermöglichen.

Das Gericht folgt schlussendlich ein Jahr später den Wünschen von Kindesvater und Jugendamt, entzieht der Mutter endgültig die Obsorge für ihre beiden Kinder Julia (8) und David (10), spricht in der Begründung gar von einem Selbsteingeständnis der Mutter, demnach Carmen Lerchegger gegenüber Betreuungsorganen selbst angab, mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert zu sein.

Für den Kinder- und Jugendpsychologen Dr. Rolph Wegensheit ein fatales Urteil mit Folgen »Das Gericht moniert mit seinem Urteil eine willensstarke fürsorgliche Mutter und jene vorrangige Bezugsperson, die für Kinder diesen Alters am bedeutsamsten ist. Schließlich baut eine Mutter bereits während der Schwangerschaft unabdingbare Beziehungen zu ihrem Kind auf. Mit dem Gerichtsurteil beginnt das tatsächliche Leiden der betroffenen Kinder, nämlich den Geschwistern Hannah, Julia und David, die wohl erst als Erwachsene wieder zu sich finden können«

Trotz mehrmaliger Anfragen war das Büro von Silvia Rass-Schell zu keiner Stellungnahme bereit. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wolle man über das laufende Obsorgeverfahren keine Auskunft geben.

«Linktipp»

Plattform Aus Liebe zu den Kindern

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