Tag Archive: Fundraising"

Knalleffekt um Therapeutische Gemeinschaften! Niederösterreich räumt erste Erziehungsanstalten

Danke XlargE! Mit diesen Worten quittieren erste betroffene Eltern das Aufräumen der seit Jahrzehnten anhaltenden Skandalwirtschaft und Missstandsduldung in österreichischen Erziehungsanstalten. Der in Niederösterreich für die Kinder- und Jugendhilfe verantwortliche Landesrat Franz Schnabl (SPÖ) griff nun als erster durch, und bereitete dem längst öffentlich bekannten Desaster ein Ende. Naturgemäß sieht man das Vorgehen bei den Therapeutischen Wohngemeinschaften anders.

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SOS Kinderdorf: Studie zeigt brutale Fakten auf

Eine von SOS Kinderdorf Österreich selbst in Auftrag gegebene Studie, enthüllt durch Historiker Horst Schreiber nicht nur Vergangenes aus den 1950er bis 1970er Jahren. Die Aktualität der Studie ist prägend, denn bis 2010 schwieg SOS Kinderdorf den sexuellen Missbrauch in einem Tiroler Dorf buchstäblich tot. „Missbrauchsopfern wurde nicht geglaubt“, so ein Schattenkapitel in Schreibers neuem Buch, das am 3.11. in Innsbruck präsentiert wird.

AUFGEDECKT: Spenden Marathon – Wenn Träger der Freien Jugendwohlfahrt fragwürdiges Fundraising betreiben

Schon UNICEF Deutschland musste bitter gestehen „Wir haben ein Problem“. Als plötzlich Verausgabungen von Spendengelder die Abberufung des Spendensiegels Folge jahrelanger Ungereimtheiten waren, traten viele Fragen zu Tage, die bis heute teils unbeantwortet bleiben. Im Mittelpunkt der auf die Tränendrüsen drückenden Bittstellerschreiben, die armen Kinder, zugewiesen vom Jugendamt.

Dieser Tage quellen sie wieder über, die unzähligen Briefkästen, Email-Postfächer. Alle wollen sie das eine – Ihr Geld für arme Kinder. Schließlich haben Jugendämter dieser Tage sehr viel Arbeit, müssen unzählige Geschwistergruppen den vielen freien Jugendwohlfahrtsträgern zuweisen. Damit Geldgeber in Zeiten von Rezession dennoch geben, scheuen manch pfiffige PR-Manager vor Inanspruchnahme von Medienberichten nicht zurück.

So auch Pro Juventute in einer aktuellen Aussendung vom 11. November 2008. Im Mittelpunkt ein Bericht des Kurier vom 23. September 2008 – sechs Kinder verlieren auf tragische Weise ihre Eltern – offen bleibt, ob sie ein Fall für das Kinderheim sind. Mehr will man im Newsletter von Pro Juventute nicht verraten, geht davon aus, dass ein Fallbeispiel mit weiteren fünf Kindern, die kürzlich ein Jugendamt dem Pro Juventute Team zuwies, den Angriff auf sämtliche Tränendrüsen perfektioniert.

In der Redaktion vom Nachrichtenmagazin Xlarge kommen Bedenken auf, so schreibt Pro Juventute als Anregung „Bestimmt hat Sie dieser schreckliche Unfall vor wenigen Wochen tief erschüttert. Dramatisch hat er uns vor Augen geführt: Von einem Tag auf den anderen stehen Kinder völlig alleine da“.

Ganz alleine sind die betroffenen Kinder freilich nicht, auch wenn, berechtiger weise, ihr Schicksal tragisch ist. Wer allerdings den Bericht des Kurier zur Gänze liest, weiß, die Großeltern der Kinder, und auch die Lebensgefährtin des verunglückten Vaters, kümmern sich rührend um die traumatisierten Geschwister.

Hingegen prekär die gesetzliche Situation derart betroffener Kinder, denn hinterbliebene Lebensabschnittspartner(innen) sind in einem solchen Fall auf das gut Tünken der Jugendwohlfahrt angewiesen, denn sie haben kein gesetzlich gesichertes Sorgerecht. Sollte die verantwortliche Sozialarbeiterin einen Heimplatz zu füllen haben, verbleiben die Kinder nur selten bei den hinterbliebenen Angehörigen, wie im Fall von fünf Kindern aus Wien, die ihre Mutter bei einem Amoklauf verloren haben, und deshalb nicht bei ihrer Tante bleiben durften, sondern ins SOS Kinderdorf mussten.

Pro Tag und Kind erhalten derartige Einrichtungen vom Staat zwischen 90,- und 250,- Euro, im Monat sohin rund 7.500,- Euro für ein Kind.

Die ganze Story im Nachrichtenmagazin XlargE!

Ausgabe Dezember 2008

+ Lesen Sie, wer Ihre Spende wirklich braucht – im Testbericht!

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