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Tag Archive: Landeskriminalamt Tirol"

Causa Andrea Juen: Gerichtsvorsteher Wolfgang Besler klagt Video ein

In die zweite Runde geht heute am Landesgericht Innsbruck vor Richterin Martina Kahn jener Prozess um ein YouTube Video, der bereits am 27. Juni seinen Auftakt nahm und vertagt wurde. Die Dokumentation eines Außerferner Filmemachers zeigt den Schlusspunkt in der viel erwähnten Causa Juen – die Zwangsräumung der Juen Immobilie in Arzl im Pitztal – XlargE berichtete ausführlich. Das Prozessprogramm heute ist umfangreich und soll über neun Stunden im Schwurgerichtssaal verhandelt werden, obwohl laut Juens Rechtsvertreter eine Ermächtigung zur Strafverfolgung fehle.

EXKLUSIV: Polizei wollte Kind entführen – Nun klagt 12-jährige die Republik auf 1,5 Mio. Euro

Zwei Beamte der Polizeiinspektion Landeck sollen im Juli des vergangenen Jahres versucht haben, die heute 12-jährige Anja Sch. aus Frankreich (Name von der Redaktion geändert) während ihrer Ferienfreizeit in Österreich aus der Obhut ihrer Eltern zu entführen – so lautet der Tatvorwurf. Nun ermittelt das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) im Bundesministerium für Inneres, wie dessen Leiter Martin Kreutner gegenüber Xlarge bestätigt. „Man habe Ende September das Landespolizeikommando Tirol mit den Erhebungen beauftragt“, sagt der gebürtige Tiroler. Auf die Frage, ob nicht der Verdacht von Befangenheit bestünde, entgegnet Kreutner „Derzeit dürfe man keinesfalls von einem Generalverdacht ausgehen“.

In die Ermittlungen mit eingebunden die Vorgänge rund um Martin B., der wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges und anderer Tathandlungen seit 20. Februar 2008 eine dreijährige Haftstrafe verbüßen muss. Noch im November 2007 war B. als findiger Jurist aktiv, obwohl ihn weder ein abgeschlossenes Universitätsstudium, noch seine bisherige Ausbildung als gelernter Maler dazu ermächtigt hätten. Während seine eigene Homepage nicht mehr erreichbar ist, haben mehrere Beamte aus Tirol die Aktivitäten des Martin B. durchaus verteidigt, wie Xlarge Recherchen ergaben.

So hätte Postenkommandant Franz J. eigens Anzeigen im Auftrag des Martin B. verfasst und an das Bezirksgericht Landeck übermittelt. Ähnliche Vorwürfe bestehen gegen seinen Kollegen Dietmar W., der in einer Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft Landeck gar behauptet, man habe ihn im November 2007 mit einem Artikel beleidigt. Nur kurios, einen solchen Artikel hat es gegen den Polizeibeamten Dietmar W. nie gegeben, der angebliche Internetausdruck weißt keinerlei Kopf- und Fußzeile des Web Browsers auf. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt nun wegen Amtsmissbrauch und Verleumdung.

Anja (12) plagen unterdessen andere Sorgen. Seit die Schüler durch den Übergriff zweier Polizeibeamten an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet, kann die 12-jährige Schülerin kaum noch schlafen. Wie Mutter Sabine Sch. (Name von der Redaktion geändert) gegenüber Xlarge erklärt „Wir mussten unsere Tochter zum Psychotherapeuten bringen, ansonsten wäre sie in der Schule sogar als hochbegabtes Kind total abgefallen“.

Auch Martin B. soll nach einem internen Papier, das dem Nachrichtenmagazin Xlarge exklusiv vorliegt, seine Finger mit im Spiel gehabt haben, um schließlich die Verdachtsmomente von den betroffenen Polizeibeamten abzulenken.

Zu den Übergriffen der Staatsmacht war es gekommen, als die Beamten den Vater der 12-jährigen Anja im Rahmen des Ereignisdienstes aufsuchten, der gerade mit seiner Familie bei den eigenen Eltern auf Urlaub war. Angeblich hätte das Landesgericht Klagenfurt eine Fahndung ausgeschrieben, obwohl der junge Familienvater Dreier Kinder bereits zuvor einen Anwalt beauftragt hatte. Dennoch, die Beamten ließen von ihrer Hartnäckigkeit nicht ab, wie Sabine Sch. gegenüber Xlarge erzählt „Sie beschuldigten meinen Mann der Kindesentführung, wollten meine Tochter schließlich mitnehmen. Erst als ich die Reisepässe unserer Kinder den Beamten gezeigt hatte, haben sie von ihren Handlungen abgesehen und die Wohnung wieder verlassen“.

Prekäres Detail am Rande: Anja wollte ihren Unmut dem Staatsanwalt ganz persönlich schildern, so schreibt die 12-jährige unter anderem in ihrer Opfererklärung „Bitte! Lieber Herr Staatsanwalt! Bestrafen Sie die bösen Polizisten!“ Bis heute wartet das Mädchen vergebens auf ein persönliches Gespräch mit dem Staatsanwalt im Beisein ihrer Mutter, die sich nun an den französischen Präsidenten Nokolas Sarkozy wenden will. Auf Xlarge Anfrage war weder Hofrat Rudolf Koll, Leiter der Staatsanwaltschaft Innsbruck, noch Pressesprecher Wilfried Siegele zu einer Stellungnahme im Entführungsfall „Anja“ bereit.

Der Anwalt von Anja Sch., Laktus Malom, sieht aufgrund von seelischen Höllenqualen, die seine junge Mandantin zweifelsohne erleiden musste, gute Chancen vor Gericht „Die Finanzprokuratur der Bundesanwaltschaft hat dem Ansuchen der Mutter nicht Folge gegeben, allerdings ist das durchaus üblich. Nun werden wir eben die Gerichte bemühen.“ Malom will im Auftrag seiner Mandantin die Republik Österreich auf rund 1,5 Millionen Euro Schadensersatz verklagen, und schreckt dabei vor besonderen Beweismitteln nicht zurück. So habe der Vater von Anja mit einem Handy die gesamte Amtshandlung aufgezeichnet. Wie Anwalt Laktus Malom weiter ausführt, wäre im Gegensatz zu einer herkömmlichen Klage die Beweislage nicht beim Kläger. Die Republik Österreich müsse also vor Gericht beweisen, dass Anja keine seelischen Höllenqualen erlitten habe. Nachdem die von zwei Polizeibeamten im Beisein des Kindes geäußerte Maßnahme, man werde sie nun Mama und Papa wegnehmen, bereits bei namhaften Kinder- und Jugendpsychologen laut Malom zum Kopfschütteln geführt habe, sogar schon ein Gutachten über Anja vorliegt, rechnet sich Anwalt Laktus Malom für die junge Französin gute Chancen auf ein Obsiegen aus.

Werner Hauser, der verantwortliche Bezirkspolizeikommandant, wollte in Verweis auf das laufende Verfahren zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen, verwies allerdings auf Xlarge Anfrage an das Landeskriminalamt Tirol, das mit den Ermittlungen beauftragt sei. Nur soviel, Anja und ihre Mutter wären jederzeit zu einem persönlichen Gespräch herzlich willkommen.

Der Leiter des LKA Tirol, Walter Pupp, war hingegen trotz mehrfacher Xlarge Anfrage für kein Interview erreichbar.

Die ganze Story im Nachrichtenmagazin XlargE!

Ausgabe Dezember 2008!

+ Interview & Fotostrecke mit Anja und ihrer Mutter!

EXKLUSIV: So dusselig sind Österreichs Kriminalisten

Über drei Jahre hinweg hat Xlarge die Arbeit hiesiger Kriminalisten am Beispiel des Landeskriminalamts Tirol beobachtet. Das Ergebnis stellt den Beamten kein gutes Zeugnis aus, ganz im Gegenteil, gelegte Spuren haben die Polizei gezielt auf falsche Fährten geführt. So darf es nicht verwundern, wenn im Fall Kampusch bis heute viele Fragen offen bleiben.

Personensuche mit Interpol in Kanada, unerklärliche Schriftstücke, schweigsame Verdächtige, das sind die Fakten, mit denen Xlarge das Landeskriminalamt Tirol vor unlösbare Aufgaben stellen konnte. Die Ergebnisse der Testreihe sind erschütternd und simpel zugleich. Anstatt verwertbare Ergebnisse der Staatsanwaltschaft Innsbruck zuzuführen, sinnten ermittelnde Beamte plötzlich Rache.

Rache, die manch Unschuldigen treffen kann, wenn da nicht Kommissar Zufall wäre. Xlarge wollte es genau wissen. Dass Kriminalisten sogar über eine fiktive Familie im Internet stolpern, war allerdings nicht absehbar, ganz im Gegenteil. Um nicht in Vorhalt getäuschter Verbrechen zu enden, sollte anhand weniger Fälle die Arbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht näher beleuchtet werden. Schließlich üben Täter immer wieder Kritik am Unwesen der Strafermittlungsbehörden.

Alles Begann vor etwa fünf Jahren in einem EDV Dienstleistungsunternehmen, dessen Tätigkeit nach über acht Jahren eingestellt werden sollte. Vor Eifer strotzende Mitarbeiter, die ansonsten wenig zum Erfolg ihres Arbeitgebers beitrugen, schlossen kurz um einen Pakt mit der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Im geselligen Beisammensein, Charaktere wie Staatsanwältin Getraud Pfeiffenberger, eine betagte Persönlichkeit, Daten Mogul Herold und jener Mitarbeiterstab, der sich die Liquidation des Arbeitgebers auf die eigene Brust tätowierte.

Eigentlich, so sollte man meinen, passiere alles mit rechten Dingen, wären nicht zahlreiche Vorwürfe gegen Gertraud Pfeiffenberger bekannt, die seit geraumer Zeit ein angestrengtes Ermittlungsverfahren über sich ergehen lassen muss. Die Rollen sind schließlich schnell verteilt:

Die Anklägerin Gertraud Pfeiffenberger

Blond, rassig, unwiderstehlich mit einem Schreibblock der Telekom Austria ausgestattet, betritt das Ebenbild für Geschlechtermigration den Gerichtssaal. Ihr Gegenüber der Angeklagte und sein Anwalt, vor dem Saal in den Startlöchern scharrend, die erlesene Schar an wohlwollenden Angestellten – unter ihnen die Betagte – sie sollte später eine besondere Rolle übernehmen.

Der Daten Mogul

Einst auf Kundenfang, will der Geprellte plötzlich von eilig einberufenen Verkaufsgesprächen nichts mehr wissen, die von guter Provision getriebenen Außendienstmitarbeiter waren nie Gegendstand des Verfahrens, dennoch, vor dem Einzelrichter stand fest: Hier geschah Unrecht, das Büße bedürfe. Der Schaden Euro 16.000,00 für verhallte Verkaufsinserate.

Das betagte Schreibbüro

Die Betagte trat schnell auf den Plan, sollte sie die Unterschlagungsqualitäten des Angeklagten bestätigen. Schließlich, von den eigenen Kräften verlassen, blickt das Opfer im Saale nach rechts, zur Anklage Armada. Der Richter sichtlich ungeduldig abwartend „Haben Sie gesehen, dass der Angeklagte den Gegenstand im Internet wohlfeil anbot?“ Die Betagte selbst war ihrer eigenen Betrügereien nicht erhaben. Das sie dem Angeklagten über Euro 1000,00 schulden könnte, war für das Protokoll keineswegs von Bedeutung.

Die Anklage Armada

Schließlich ergreift der Armada Führer das Wort und präzisiert auf ein Neues seine eigenen Beweismittel. Ihm zur Seite steht die Arbeitsagentur, einst als Vermittler zwischen Angestellten und EDV Dienstleistungsunternehmen verantwortlich.

Zwei Jahre später greift das Landeskriminalamt erstmals in seine Trickkiste, beschlagnahmt sämtliche EDV des einstigen Unternehmers, ohne Erfolg. Schließlich streuen Mitarbeiter der Interpol aus, um seine Fährten nach Kanada zu prüfen, ein Land, das dem Unternehmer ausschließlich von Erzählungen bekannt ist. Dem nicht genug soll der Bösewicht die Entführung mehrerer Kinder beabsichtigt haben, sogar Kinder pornografisches Material sei im Spiel. Der Erfinderreichtum des Landeskriminalamtes entwickelt neue Perspektiven. Nach acht Monaten Kampf geht die beschlagnahmte EDV an den Verdächtigen zurück.

Das Sittenbild des Verdächtigen bestätigen weder gewaltsame Potentiale noch betrügerische Prägungen, weshalb die Gerichte erneut in ihrem Urteil scheitern. Unumstritten bleibt das Handwerkszeug der Strafermittlungsbehörden hinterfragend im Akt, der zwischenzeitlich tausende Seiten füllt, ohne je handfeste Verdachtsmomente gegen den Verdächtigen aufbringen zu können.

Der Fall des EDV Dienstleistungsunternehmen, das bereits vor Jahren vom Eigentümer selbst verkauft wurde, ist Garant für polizeilichen Leichtsinn, eifrige Staatsanwälte und ohnmächtige Richter, die aus Zeitmangel im Stundentakt ihr Urteil fällen müssen. Freispruch, oder nicht, die Tragödie Mensch bleibt auf der Strecke.

Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamts Tirol, war im Übrigen bis heute zu keiner Stellungnahme bereit. Dass seine Mitarbeiter, unter ihnen Matthäus Auer und Karl-Heinz Huber, Beweismittel löschen, nimmt der Beamte stillschweigend hin.

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