Aktiver Klimaschutz

Klimawandel

Klimaschutz, Klimawandel, Klimaerwärmung, Klima-Notstand ¾ solche Begriffe sind zur Zeit in aller Munde. Über Jahrmillionen wurde das Klima der Erde einmal heißer, einmal kälter. Doch nun sind die Menschen schuld daran.

Versucht wird, mit vielerlei Mitteln, die Temperatur der Erde zu senken. Sonst schmelzen Gletscher, geht das Trinkwasser zur Neige, steigt der Spiegel der Ozeane. Jedes einzelne Gewitter, jeder einzelne Sturm wird bereits der Sitte der Menschen zugeschrieben, CO2 zu produzieren. Gefordert wird, alles auf elektrisch umzustellen, weil Strom umweltfreundlich aus der Steckdose komme.

Menschen, die sich darüber freuten, dass es im Sommer endlich wieder einmal warm ist, statt der verregneten Sommer vergangener Jahre, werden als Klimaschädlinge hingestellt. Vor zwanzig Jahren hieß es, in den Alpen würde kein Schnee mehr fallen, weil es in den Wintern zu warm dafür sei. Der letzte Winter, mit meterhohen Schneemassen, sei nur ein Ausrutscher gewesen.

Man dürfe nicht mehr fliegen, weil Flugzeuge im Vergleich das meiste CO2 ausstoßen. Wenn ein Großteil der 25000 Teilnehmer einer Klimawandels-Konferenz in Madrid dann doch per Flugzeug anreisen, ist auch das nur ein Ausrutscher, die Anreise hoch zu Ross wäre für viele zu beschwerlich gewesen. Doch finden sich immer Wege für einen wirkungsvolleren Klimaschutz.

Weil es in den Alpen weniger Schnee geben soll, um dem einträglichen Schisport zu huldigen, werden hunderte Schneekanonen angeworfen. Sie verbrauchen Unmengen von Strom und Wasser, in Trinkwasser-Qualität. Ihr ökologischer Fußabdruck liegt tief im dunkelroten Bereich. Unterstützt wird diese Schnee-Artillerie von hunderten Pistenraupen, die aus praktischen Gründen mit Verbrennungsmotoren betrieben werden.

Der Strom für diese Schneekanonen kommt natürlich nicht von Windrädern, diese gedeihen nicht in alpinen Regionen, könnten auch bei weitem nicht die benötigten Strommengen liefern. Windparks, mit dutzenden, oft hunderten Windrädern, wachsen entweder im Flachland, wo ausgedehnte Flächen dafür herangezogen werden. Oder im Hügelland, wo tausende Hektar Wald für die Windungetüme und ihre Zufahrtswege geschlägert werden müssen. Das ist aber, so sagen es die Klimaschützer, umweltfreundlich. Dass nebenbei Millionen von Vögeln, Insekten und anderen Lebewesen an den Rädern zugrunde gehen, stört nicht. Man merkt es erst später, an der Artenstatistik.

Mit dem Wald ist es so eine Sache. Bäume seien ein wirksames Mittel für den Klimaschutz. Daher sah man erst unlängst einen Bürgermeister, der stolz 40 Bäume pflanzte, um seinen Teil zum Klimaschutz beizutragen. Auf die Frage, warum er für diesen Zweck weniger geeignete Fichten verwendete, antwortete der Politiker, die seien eben billiger. Im Vergleich dazu werden jedes Jahr Millionen gesunder Bäume umgeschlagen, man kann schon sagen gemordet, um als Weihnachtsbäume herzuhalten.

Bäume stehen zwar in keinem Zusammenhang mit Weihnachten, aber es lässt sich werbewirksam blendend vermarkten, wenn beispielsweise eine kleine Gemeinde in Irgendwo einen schön gewachsenen, gesunden Baum für die große Stadt liefert. Liefern schließt mit ein, die Bäume mit motorgetriebenen Geräten zu schlägern, mit motorgetriebenen Lastfahrzeugen zu befördern, mit motorgetriebenen Kränen aufzustellen. Und danach abzubauen.

Das CO2 hängt allerdings noch immer in der Luft, in die es, so sagen es Klimaschützer, eben nur von Flugzeugen, Autos und Industrie geschleudert wird. Oder aber…?

An vielen Orten krachte es jede Woche. Da ein Feuerwerk, dort ein Feuerwerk. Danach hängen dichte Rauchschwaden in der Luft, die nicht von Flugzeugen, Autos oder der Industrie kommen, daher auch nicht umweltschädlich sein können. Fast schon jede Firmenfeier wird von einer Knallerei begleitet. Der Jahreswechsel steht noch bevor, an dem besonders größere Städte wochenlang von einem dichten Rauchschleier verdeckt werden, aus unzähligen Feuerwerken, Knallkörpern und ähnlichen Produkten.

Klimaschutz ist so eine Sache. Menschen sollen nicht mehr mit dem Auto fahren dürfen, sondern mit Fahrrädern. Das mag vielleicht im innerstädtischen Bereich funktionieren, wenn jemand rüstig genug und gut versichert ist. Sonst wird empfohlen, öffentliche Verkehrsmitteln zu benützen bzw. mit dem Zug zu fahren. Ein ausgezeichneter Ratschlag ¾ für Menschen, die direkt an einer Bahnlinie wohnen. Andere wären auf den Busverkehr angewiesen, auf Busse mit Verbrennungsmotoren. Das geht aber nur, wenn eine Buslinie in erreichbarer Nähe verkehrt. Und auch dann nur, wenn gerade ein Schultag ist. Denn während der Ferien und an Wochenenden gibt es flächendeckend kaum Busse.

Bleibt übrig: mit dem eigenen Auto zu fahren. Gerade auch dann, wenn man für eine Familie einkaufen will, was die oft kinderlosen Klimaschützer nicht verstehen. Wie sollte man Lebensmittel für eine mehrköpfige Familie, dazu Klopapierpackungen und unzähliges anderes, mit Fahrrad oder Bus befördern? Wo gibt es Einkaufsmärkte mit Busstationen? Wohin fahren die wenigen verfügbaren Busse? Daher bleibt nur das eigene, CO2-spuckende Auto übrig.

Klimawandler per Flugzeug, Schneekanonen, Windräder, weihnachtlich zerstörte Wälder, Feuerwerks-Orgien. Alle tragen gern etwas zum Klimaschutz bei.

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