Allerseelen Blutbad von Wien: So trickste Kujtim Fejzulai Behörden aus

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Kujtim Fejzulai

Ein Kujtim Fejzulai unbeschriebenes Blatt ist Kujtim Fejzulai freilich nicht, und die Behörden wussten das, jedenfalls seit 2018, als Kujtim Fejzulai in der Türkei aufgegriffen und in Österreich verurteilt wurde. Sein Ziel: Marsch in den Heiligen Krieg nach Syrien. Das scheiterte erst an einem Visum, dann an pubertärer Dummheit, denn Kujtim Fejzulai war bei seinem Aufgriff durch türkische Behörden gerade einmal 18 Jahre alt.

Ein AK-47 Sturmgewehr, eine Sprengstoffgürtel Attrappe aus Cola-Dosen, eine Machete, eine Faustfeuerwaffe, und jede Menge Munition. Ob der eher lächerlichen Sprengstoffattrappe war Kujtim Fejzulai fest entschlossen zu morden, und das einen Tag vor der geplanten Operation „Ramses“ des Verfassungschutzes. Vier Menschenleben und über 22 Verletzte forderte das Allerseelen Blutbad von Wien, und schon jetzt steht aus Sicht vieler klar: Dieses Attentat hätte verhindert werden können.

Dafür sprechen zahlreiche Fakten: Wie konnte Kujtim Fejzulai vorzeitig aus der Haft entschwinden, ein Deradikalisierungsprogramm überlisten, Bewährungshelfer täuschen, Terroristen unbehelligt mitten in Wien treffen, konsequent auf Munitionsshopping nach Slowenien reisen – wenn auch ergebnislos, europaweit in ein Terrornetzwerk verflochten sein.

Ein österreichischer Verfassungsschutz hätte im Juli diesen Jahres Kujtim Fejzulai auf Bitten deutscher Verfassungsschützer observieren sollen, denn zwei Gleichgesinnte besuchten den IS-Fanaten in Wien, und das fast eine ganze Woche lang. Selbst als Kujtim Fejzulai in der Slowakei Munition in einem Waffengeschäft beschaffen will, wenn auch ohne Erfolg, und er slowakische Geheimdienst Alarm schlägt, juckt das österreichische Verfassungsschützer reichlich wenig.

Stattdessen hält Kujtim Fejzulai für sein Allerseelen Blutbad in Wien – wohl finanziert aus der von ihm bezogenen Sozialhilfe der SPÖ dominierenden Stadt Wien – einen Nachbau eines AK47-Sturmgewehr in Händen. Vor seinem Blutbad prahlt der 20-jährige in sozialen Medien mit Dschihad-Siegel-Ring und Waffenarsenal.

Woher das Sturmgewehr stammt, ist leicht spekuliert. Für wenige hundert Euro aus Ex-Jugoslawien? Oder bediente sich Kujtim Fejzulai einer Schuss untauglichen Ausstellungswaffe, die man innerhalb einer Stunde derart umbauen kann? So oder so, Tatsache ist Kujtim Fejzulai verantwortet vier unschuldige Menschenleben und über 22 Verletzte. Eine weitere Tatsache ist schwer von der Hand zu weisen: Wie beispielhaft in diesem Fall Behörden versagten. Kinderleicht trickste der eher unerfahrene und tollpatschige Kujtim Fejzulai die Behörden aus. Wie folgenschwer hätte das Allerseelen Blutbad von Wien sein können, hätten trainierte, geschulte und äußerst erfahrene Terroristen in Wien zugeschlagen.

Die weitere Ausbildung des 20-jährigen Kujtim Fejzulai scheint jedenfalls angelaufen und europaweit Terroristen dem Attentäter zur Seite gestanden zu haben. Das belegt nicht nur dieses Blutbad, sondern die immer wilderen Behördenversagen und die Tatsache der Attentäter war trotz seines Scheiterns in der Slowakei gut bewaffnet und mit unendlich viel Munition ausgestattet. Polizisten entdeckten noch in derselben Nacht in Kujtim Fejzulai’s Wohnung weitere Munitionsbestände für das AK-47 Sturmgewehr.