Aufgedeckt! So eskaliert friedliche Bewegung an Andreas Hofer Gedenktag in Innsbruck

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Das mittlerweile quer durch Österreich angemeldete Demonstrationen polizeilich untersagt, und im Gegensatz zu Deutschland keine Eilverfahren dagegen in Österreich gesetzlich vorgesehen sind, stößt Bürger und Veranstalter von Demonstrationen vor ein Problem, denn Versammlungsverbote können zwar vor dem Landesverwaltungsgericht bekämpft werden. Allerdings kommt einer solchen Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zu. Am 20.02.2021 machten anlässlich des Andreas Hofer Gedenktag im Tiroler Innsbruck dennoch über 1000 Bürger ihrem Ärger Luft.

Weitgehend friedlich verlief der am vergangenen Samstag in Innsbruck von vielen Tiroler Bürger*innen genutzte Spaziergang durch Innsbruck. Viele wollten gar zum Bergisel und dem Gedenken an Tirols Freiheitskämpfer Andreas Hofer beiwohnen. Die Polizei verhinderte das.

Gegen Ende eskalierte am Landhausplatz die Situation schließlich doch, als „undercover“ getarnte Polizisten in Zivil, wie Augenzeugen berichten wollen, zu provozieren begannen und eine Sondereinheit namens „Luchs“ aus Kärnten plötzlich mehrere Menschen am Boden fixierten.

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Das in sozialen Kanälen umher irrende Gerücht samt Video es sei sogar ein 13-jähriges Kind unter den Festgenommenen, entpuppte sich heute Montag schließlich doch als Fake. Tatsächlich bestätigt die Landespolizeidirektion Tirol gegenüber dem XlargE Magazin die vorläufige Festnahme zweier Männer (23 und 82 Jahre) und einer 49-jährigen Frau, die wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt der Staatsanwaltschaft Innsbruck zur Anzeige gebracht werden.

Gerücht berichtet von Festnahme eines 13-jährigen Buben – Polizei dementiert

Einerseits fragwürdig und andererseits mit einer schiefen Optik versehen jedenfalls die Festnahme des 82-jährigen, der nach eigenen Angaben seine Tochter aus einem Tumult zwischen anwesenden Bürger und Polizisten befreien wollte. Die Polizei wiederum habe ihm vorgeworfen er habe habe keine Maske getragen.

Besonders prekär: der 82-jährige wurde am Kopf blutend von zahlreichen Polizisten in Handschellen angeführt, und wie die Tochter des 82-jährigen später in einer Stellung erklärt, auf dem Weg zu den Einsatzfahrzeugen noch einmal an eine Laterne gepresst.

Mein Vater, mein Lebensgefährte und ich verabredeten uns gestern in Innsbruck zum Ehrentag von Andreas Hofer, alle drei in Tracht gekleidet zum Spazierengehen. Wir trafen um ca 14.30 Uhr zufällig auf eine Gruppe Tiroler die eine große Fahne mit sich trugen genau in dem Moment, als die Polizei dieseGruppe stoppte und die Tiroler Fahne den Menschen wegnahm und auf den Boden warf. Wir alle die da standen wurden sodann von der Polizei eingekesselt und es wurde von allen die Identität festgestellt, auch von uns.Der Mann dem die Fahne gehörte betete während der ganzen Zeit und die meisten von uns, auch wir,beteten mit. Im Anschluss schlossen wir uns dieser Gruppe an und spazierten betend Richtung Wilten,nach Absprache mit dem Polizei-Einsatzleiter, die Polizei begleitete uns.Schlussendlich spazierten wir zum Landhausplatz, alles war sehr friedlich, Abstände wurden eingehalten,Masken großteils getragen. Mein Vater, mein Lebensgefährte und ich hatten durchgehend FFP2-Masken an. Als wir zu dritt den Landhausplatz verlassen wollten um nach Hause zu gehen ergab sich plötzlich inunserer unmittelbaren Nähe folgendes:Ich sah, wie ein sehr junger Mann von ca 10 Polizisten umringt am Boden liegend von einem Polizisten brutal an den Haaren gezerrt wurde, ich sah das schmerzverzerrte Gesicht von diesem sehr jungen Mann und habe reflexartig die Polizisten angeschrien „bitte tuats des nit, bitte tuats des nit, des isch ja no a Bua“!!! Es ist mir gelungen, diesen jungen Mann am Unterschenkel zu streicheln, er tat mir unsagbar leid und ich habe ohne zu überlegen gehandelt. Alles ging dann sehr schnell und ich erinnere mich grob: Ich wurde von hinten von Polizisten zu Boden gerissen, bei diesem Vorgang habe ich meinen linken Fuß verletzt und mein linker Schuh ist kaputt gegangen, beide Ohrringe lagen am Boden. Mein Vater eilte zu mir, umarmte mich schützend von hinten – wollte mich aus der Situation rausholen. Sodann half mir einjunger Mann vor mir wieder auf weil ich ja am Boden war. In dieser Phase muss es dann passiert sein,dass mein Vater von HINTEN brutalst von mehreren Polizisten aus Kärnten – Spezialeinheit „LUCHS“ niedergerissen wurde, ich musste zusehen, dass meinem Vater von diesen brutalen Polizisten der Kopf zum Asphalt gedrückt wurde- er trug zu diesem Zeitpunkt noch die Maske – ihm wurde der linke Arm brutalst bis zum Genick gedrückt, ich weinte lautstark und verzweifelt, schrie das ist mein Vater, er ist 82Jahre alt, tut was. Es war unerträglich das mit ansehen zu müssen!Mehrere Videoaufzeichnungen belegen diese Schilderung eindeutig.Mein Vater wurde abgeführt in Richtung Salurnerstraße wo die Einsatztruppe „LUCHS“ stand und mehrere Polizeiautos. Er wurde abermals brutal gegen eine Straßenlaterne gepresst, den Kopf seitlich weggedreht und ich sah dass mein Vater an einer ganzen Gesichtshälfte blutete. Mein Lebensgefährte und ich eilten in diese Richtung, vor der Laterne standen mehrere Polizisten, ich bat sie „bitte darf ich zu meinem Papa, er ist verletzt“ – ein Polizist entgegnete mir kurz und knapp negativ“. ich war sehr verzweifelt. Mein Vater wurde dann in ein Polizeiauto verbracht und zur Wache am Bahnhof verbracht, in dieser Zeit rief ich die Rettung an welche dann zur Wache am Bahnhof fuhr um meinem Vater zu Hilfe zu kommen.Mein Vater wurde auf der Wache mehrere Stunden vernommen, er hat mir danach geschildert dass er sich vor einem sehr groben Beamten komplett ausziehen musste, grob im Genitalbereich angefasst wurde sowie auch grob am Oberarm angefasst wurde. Er wollte mich, seine Tochter anrufen was ihm äußerst unfreundlich verwehrt wurde. Bei der anschließenden Vernehmung durch andere Beamte wurde er verständnisvoll und wohlwollend aber doch sehr lange noch festgehalten und vernommen.Im Anschluss wurde auch ich vernommen, wir beide mussten dann zur Polizei Hauptstelle im Saggen mitfahren und wurden „erkennungsdienstlich“ fotografiert und unsere Fingerabdrücke abgenommen.Ein Amtsarzt der Polizei hat bei mir ein Trauma am linken Knöchelbereich und bei meinem Vater seinemehrfachen Verletzungen festgestellt.Danach fuhren mein Vater, mein Lebensgefährte und ich in die Klinik Innsbruck um die Verletzungenuntersuchen zu lassen (Röntgen)Mein Vater hat viele tiefe Schürfwunden am Kopf, an beiden Handgelenken mehrere Hämatome undSchürfwunden, starke Schmerzen am linken Oberarm und der linken Schulter die verletzt ist eine Zerrung. Der Angriff der Polizisten war für meinen Vater jedenfalls äußerst lebensgefährlich u.a. weil mein Vater in der Vergangenheit eine sog. TIA Transistorische Ischämische Attacke hatte (wie ein Schlaganfall) sowie an einer seilichen Ader am Hals eine starke Verengung die sich bei Drucklebensgefährlich auswirken kann.Wir alle drei sind schockiert, immer noch sehr traurig und fassungslos was hier passiert ist.

~ Stellungnahme der Tochter des 82-jährigen Festgenommenen ~
Polizei nimmt 82-jährigen nach Tumult fest!

Selbst wenn die Kritik und Schilderungen der Betroffenen für Außenstehende nur schwer verifizierbar sind, und erst in entsprechenden gerichtlichen Verfahren die konkreten Sachverhalte geklärt werden können, der ergebende Gesamteindruck wirft jedenfalls eine schiefe Optik auf die Polizei, die schon länger in Kritik steht nach direkten Anweisungen von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) vorzugehen.

Während einschlägige Medien seit Beginn der Bürgerbewegungen in den Organisatoren Führungsköpfe orten, die ausschließlich an der Monetarisierung solcher Bewegungen Interesse haben, und sowohl die Bundesregierung als auch er öffentlich-rechtliche ORF den Teilnehmern solcher Versammlungen das Prädikat „Corona Leugner“ mit rechts(radikalen) Tendenzen zuschreibt, bleibt die Tragödie der Corona Pandemie gerade in wirtschaftlicher Hinsicht bestehen.

Tirol ist nach den Eskapaden es vergangenen Jahr in Ischgl abermals schwer getroffen. Wer in das Bundesland reisen oder es verlassen will, muss einen gültigen negativen Test vorweisen. Der in Tirol für viele Existenzen notwendige Tourismus ist mit den Covid-19 Maßnahmen gänzlich zum Erliegen gekommen. Das Ausland, gerade Deutschland, klassifiziert Tirol aktuell als Mutationsgebiet. Schon zuvor war Tirol mit massiven Reisewarnungen aus dem Ausland konfrontiert.

Wie die Bundes- und Landesregierung den enormen Imageschaden will glätten und die wirtschaftliche Katastrophe will restaurieren, ist aktuell entweder ein gut gehütetes Geheimnis, oder die Politik ist selber ratlos.

Eskalierende Amtshandlungen und praktizierende Demo Verbote tragen jedenfalls zu keiner Verbesserung der Situation bei.

Dieses Video soll Festnahme eines 13-jährigen zeigen. Die Polizei verneint. Tatsächlich handle es sich hier um einen 23-jährigen!
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