Aufgedeckt! So protzt mittelloser „Kapetan“ auf Facebook

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martin forcher falscher rechtsanwalt
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Dank korrumpierter Beamter und gewerbsmäßigen Betrügereien, für die Martin F. bis vor kurzem hinter Gitter musste, konnte der aus Steyr stammende „Kapetan“, wie man erfuhr, rund 100.000 Euro nach Kroatien verschieben. Für die Staatsanwaltschaft Steyr Grund zur Sorge, und so wanderte F., der sich früher Bugelmüller nannte, in Untersuchungshaft. Dann wurde es erst einmal still um den „Winkel-Advocat“ von eigenen Gnaden.

Auf Facebook lässt sich protzen, und das tut Martin F. sprichwörtlich. Unter dem Pseudonym „Barracuda“ geht der 42-jährige neuerdings wieder auf „Kundenfang“. Wie F. in seinem Steckbrief schmackhaft formuliert, beiße er nicht. Er habe Studien an der Johannes-Kepler-Universität in Linz absolviert. Seine Kosten intensiven Hobbys schweigt F. naturgemäß nicht tot: vom Höhlenforschen bis hin zum Tauchen, Segeln und Sightseeing ist alles dabei.

Der „Kapetan“ Martin Barracuda alias Martin F., vormals Bugelmüller mit Protz-Bildern aus Kroatien – er gab vor Exekutor Vermögensbekenntnis als Mittelloser ab!
Der „Kapetan“ Martin

Der paradiesisch anmutende Lebensstil wird begleitet von zahlreichen Schnappschüssen aus südländischen Regionen. Sein aktuelles Lieblingsland Kroatien. Auf einem Foto zeigt der Herr „Kapetan“ seine Fähigkeiten „als Kapitän zur See“. Wer dem honorigen Möchtegern folgen will, Kontakte sind vom „Kapetan“ ausdrücklich erwünscht, denn wie man mutmaßen darf dürfte die Beziehung zu seiner bisher offerierten „Gattin“, die im vergangenen Jahr genauso wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs auf der Anklagebank platz nehmen musste, verblasst sein.

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Wenig Freude mit dem „Kapetan“ hat erwartungsgemäß die Gerichtsbarkeit. An der zuletzt bekannten Anschrift bleiben Zustellungen versagt – unbekannt verzogen. Ein aber vor kurzem erfasstes Vermögensbekenntnis, besser bekannt als Offenbarungseid für Zahlungsunfähige, lässt den „Kapetan“ völlig mittellos erscheinen. Zumindest verfüge er nach eigenen Angaben über kein pfändbares Vermögen. Stattdessen leiste er mit einem mageren Hilfsarbeiter Salär Unterhaltszahlungen an drei Kinder, Miete und andere Zahlungsverpflichtungen.

Die Liste der Gläubiger jedenfalls ist groß, und unter ihnen die Republik Österreich mit einer fünfstelligen Forderungssumme. Für den „Kapetan“ kein leichtes Unterfangen – zwischen Kroatien und einem satten Schuldenberg, nebst zahlreicher Vorstrafen – und mehrjähriger Wohnerfahrung Hinter Gitter.

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