Aufgedeckt! So schnorrt Arvato Infoscore nach unseren Daten

Infoscore Austria GmbH Inkasso Abzocke

Personenbezogene Daten sind der wahre Nutzbringer eines jeden Inkassobüros. Allen voran treibt Infoscore Austria GmbH die Spitze der Abtrünnigen in der Branche an. Gerne gesehene Gläubiger wie Amazon verzichten ungern auf den auserwählten Partner, und so wickelt Amazon selbst den Kauf auf Rechnung durch seinen Partner Arvato ab. Arvato Infoscore gehört im Übrigen zum Bertelsmann Konzern, einem Branchenriesen mit Mix aus Medien und zahlreichen anderen Beteiligungen. Daten spielen dabei eine gewichtige Rolle.

Infoscore Austria Boss Christian Giehler (re. im Bild) freut mit seinem Headoffice das lukrative Geschäft mit Daten – trotz hunderter Negativbewertungen

Für Infoscore Austria ist die Berechtigung einer Forderung unerheblich. Was zählt sind eingeschärfte Eintreibmethoden, und da schreckt man weder vor fingierten Anwaltsbriefen noch Unfreundlichkeit am Schuldnertelefon zurück. Zahlreiche Internetbewertungen unterstreichen die wahren Interessen von Infoscore Austria unter Vorsitz von Geschäftsführer Christian Giehler.

So prüft aktuell ein Disziplinarausschuss der Wiener Rechtsanwaltskammer die Umtriebe durch Infoscore Austria, die selbst vor vermeintlichen Emails von Amazon nicht zurückschrecken. Darin erklärt das Unternehmen man fordere Außenstände mitsamt Zuschlägen von rund 100 % ein. Ein no go im Sinne des richterlichen Mäßigungsrechts.

Christa Klingmann (Name von der Redaktion geändert) ist eines der Opfer, die sich jetzt gegen solche dubiosen Methoden gerichtlich zur Wehr setzen will. Im Dezember erwarb sie bei Amazon eine Winterjacke aus China. Das Kleidungsstück entsprach weder der bestellten Größenangabe noch den prophezeiten Qualitätskriterien. Gerissene Nähte und ein defekter Reißverschluss bewogen die Wienerin zur Rückgabe. An sich ein Kundenservice von Amazon und ein gesetzlich verbrieftes Widerrufsrecht bei Internetkäufen.

Was viele übersehen, ist die dubiose Praktik dahinter, denn Amazon verlangt die Bezahlung einer Bestellung in jedem Fall, selbst wenn der Käufer vom Widerrufsrecht Gebrauch macht. Die Übergabe ans Inkasso dauerte auch nicht lange, und plötzlich trudelten Mahnungen ein, während Amazon und sein Market Place Verkäufer immer noch mit der Mängelbearbeitung und Rückabwicklung beschäftigt waren, denn dafür erlaubt sich Amazon mehrere Wochen Bearbeitungszeit. Plötzlich waren die Mahnschreiben da! Nicht aber – wie man erwarten würde – bei der Käuferin. Die Mahnschreiben richtet Infoscore Austria nämlich an Dritte, die irgendwann ihren Weg in den Datenservice der Infoscore Austria fanden. Dazu genügt die Übereinstimmung des Adressmaterials, wie Recherchen durch XlargE belegen.

Schon mehrfach wies der VKI die Praktiken der Inkassanten in die Schranken. Unterdessen häufen sich Beschwerden und Negativbewertungen im Netz. Selbst TrustPilot weist über 60 Beschwerden aus.

Pikantes am Rande: In Österreich verpflichten sich Inkassobüros ausschließlich unstrittige Forderungen zu betreiben. Das geht aus einem Kodex des Inkassoverband Österreich hervor, und da ist auch Infoscore Austria Mitglied. In Deutschland schob der Gesetzgeber schon früher den Machenschaften einen Riegel vor und schränkte Inkassobüros ihre Zuständigkeit ausschließlich auf unstrittige Außenstände ein.

Trotz mehrfacher Nachfragen konnte weder Amazon noch Infoscore Austria die Vorwürfe entkräften. Das braucht es auch gar nicht, denn schon 2014 konnte der VKI gegen die Infoscore Austria GmbH mit einer Verbandsklage – im Auftrag des Sozialministeriums – erfolgreich vorgehen, als Infoscore Austria es mit unzulässigen Vorgehensweisen übertrieb.

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Unzulässige Vorgehensweisen von Inkassounternehmen
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