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Aufgedeckt! So zittern umstrittener Bezirkshauptmann Markus Maaß und Vize Siegmund Geiger (ÖVP) vor Anklagebank

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Im März 2020 verbreiteten Heimreisende Urlauber aus dem Tiroler Wintersportort Ischgl das Corona Virus tausendfach in ganz Europa. Der Verbraucherschutzverein wirft den verantwortlichen Behörden, im Besonderen den Verantwortungsträgern der Bezirkshauptmannschaft Landeck, Behördenversagen vor. Ein Kommissionsbericht stellt der Bezirkshauptmannschaft Landeck alles andere als ein gutes Zeugnis aus. Die Staatsanwaltschaft führt seit 2020 gegen vier Beschuldigte, unter ihnen der umstrittene Bezirkshauptmann von Landeck Markus Maaß und seinen Stellvertreter, den ÖVP Bürgermeister von Zams, Siegmund Geiger, nach wie vor ein Ermittlungsverfahren.

Als im Februar des vergangenen Jahres in Tirol erste Fälle und Infektionen bekannt wurden, gingen die Apre-Ski-Partys im Nobel Skiort Ischgl munter weiter. Veröffentlichte Handynachrichten unterstrichen die Problematik, denn die Verantwortlichen hätten von der prekären Tragweite längst Kenntnis gehabt, wenn ungeschützt und ohne Distanz Urlaubsgäste munter feiern. Schließlich sorgte das plötzliche Ausreisespektakel unter chaotischen Bedingungen, als Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Notbremse zieht, für das völlige Versagen der Bezirkshauptmannschaft Landeck um Markus Maaß und Siegmund Geiger. Letzterer ist nicht das erste Mal im Visier der Staatsanwaltschaft Innsbruck, wie ein aus dem Jahr 2008 stammender Artikel der Tiroler Kronenzeitung belegt:

Tiroler Krone berichtet über Ermittlungsverfahren gegen Siegmund Geiger (ÖVP)

Siegmund Geiger, an sich promovierter Jurist, wie Markus Maaß, beschäftigte als Vorstand der Venet-Bergbahnen gar illegal Asylwerber. Das brockte dem ÖVP Funktionär sogar eine gerichtlich verhängte Geldstrafe über Euro 38.000,00 ein. Siegmund Geiger beteuert er handle „im guten Glauben“. Ursprünglich hätte er gar Euro 50.000,00 zahlen müssen. Nach Straferlass ließ es Siegmund Geiger offen, ob er das Urteil des Landesverwaltungsgericht Tirol beim Verwaltungs- bzw. Verfassungsgerichtshof bekämpfen werde. Wie das XlargE Magazin erfuhr, sei der Richterspruch zwischenzeitlich rechtskräftig.

Im Fall des „Corona Krimi“ im Bezirk Landeck dürften, so munkeln Kenner der Causa, sowohl Markus Maaß als auch Siegmund Geiger vor einer möglichen Anklage zittern. Erst im Dezember des Vorjahres verlängerte Landeshauptmann Günther Platter das Bestellungsdekret für Bezirkshauptmann Markus Maaß um weitere fünf Jahre. Kritiker orten in dem umstrittenen Vorgehen Platters Dankbarkeit unter Partei-Freunden.

Hansjörg Mayr, Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, erklärt heute – auf Anfrage – gegenüber dem XlargE Magazin das Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen. Bereits vor einem Monat ließ die Staatsanwaltschaft Innsbruck wissen wäre man nun mit der Befragung von Zeugen und der Beschuldigten befasst, und unterliege das Ermittlungsverfahren der Berichtspflicht gegenüber der Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck, der Generalprokuratur und dem Justizministerium in Wien.

Weder Markus Maaß noch Siegmund Geiger konnten trotz mehrfacher Nachfrage gegenüber dem XlargE Magazin die gegen sie gerichteten Ermittlungen und Vorwürfe entkräften.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

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