Aus für Phantastenclub: Vereinsreferat löst dubiose Rechtsschutzgruppe behördlich auf

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Juridicum RechtschutzgruppeDem Nachrichtenmagazin XlargE und der Bundespolizeidirektion Steyr ist ein Schlag gegen selbsternannte Rechtsanwälte gelungen, die seit Jahren im Visier der Oberösterreichischen Rechtsanwaltskammer stehen. Sogar ein Urteil aus dem Jahre 2005 untersagt dem Brüderpaar die Ausübung von Tätigkeiten, die eigentlich Rechtsanwälten vorbehalten sind.

Das Brüderpaar Michael und Erich Müller (Name von der Redaktion geändert) brüstet sich regelmäßig mit Entscheidungen der Unabhängigen Verwaltungssenate, oder wenn kriminelle Asylwerber, die bevorzugt als Drogendealer auftreten, von ihnen aus der Schubhaft geholt werden.

Michael (30) musste bis Mitte dieses Jahres aber selbst eine mehrjährige Haftstrafe wegen schweren gewerbsmäßigen Betrug und Geldwuchers verbüßen. Sein Bruder, wie er selbst mittellos, führte unterdessen die Geschäfte weiter. Als die gelernten Anstreicher mit ihrem Malerbetrieb pleite waren, kam dem Brüderpaar die glorreiche Idee maroden Unternehmen unter die Arme zu greifen. So gründete man unzählige Limited Gesellschaften in England und schmückte sich gar mit einem Doktortitel, bis die Kripo den Verwaltungssitz in Steyr stürmte und ein Betrugsschaden von rund 100.000,00 Euro zu verzeichnen war.

Selbst in Inseraten gab sich das Duo vollmundig und versprach Pleitefirmen den letzten Anker in der Not. Nach einem aufwendigen Prozess am Landesgericht Steyr stellte sich heraus, dass nicht einmal die Werbeartikel von den Konkursanten bezahlt werden konnten.

Nachdem sämtliche Briefkastenfirmen der Liquidation zum Opfer fielen, gründete man fluchs einen Justice-Verein, der nunmehr – trotz eines aufwendigen und lange andauernden Verfahrens – am 23. September 2009 behördlich aufgelöst werden konnte.

Ob der von Michael und Erich Müller in Wels gegründete Verein Bestand haben wird, dürfte sich noch zeigen. Jedenfalls kündigte die Bundespolizeidirektion Steyr gegenüber XlargE schon jetzt an, dass sie ihren Kollegen uneingeschränkt Amtshilfe leisten werden.

Unterdessen ermittelt das Landeskriminalamt Oberösterreich gegen das Brüderpaar wegen versuchten schweren gewerbsmäßigen Betruges. Auf der Homepage finden sich frohlockende Servicepakete, die nach Expertenmeinung ihr Geld nicht wert sind. Dennoch, Michael Müller bleibt dabei – seine Rechtsschutzgruppe sei die Nummer 1 in Österreich. Wie der gelernte Anstreicher profunde Rechtsberatung leisten kann, konnte er aber bis heute nicht erklären.

Die ganze Story im Nachrichtenmagazin XlargE
Ausgabe Januar 2010

4 KOMMENTARE

  1. Als nächstes räumt die Kripo das ehemalige Vereinslokal in der Sozialbauwohnung von Mama (Schriftführerin) Heide *grins* Wie wir alle genüsslich lachen *doppelgrins*

  2. „Dem Nachrichtenmagazin XlargE und der Bundespolizeidirektion Steyr ist ein Schlag gegen selbsternannte Rechtsanwälte gelungen“

    Und wo findet sich im Text was Xlarge damit zu tun hat/hatte??! oder ist es schon ein Erfolg darüber zu berichten – oder brauche ich schon eine Brille?

  3. Der Trottel von einem Vereinsobmann muss ja ein Obertrottel gewesen sein, sonst müsste er ja wissen, dass Betrügereien in einem Verein nichts verloren haben. Noch im Mai hat der Vereinstrottel groß über die Generalversammlung berichtet. Er wollte ja über Satellit Jus-TV machen. Da bekommt man ja richtig einen Lachkrampf. Weiß der Vereinstrottel nicht über die strengen Voraussetzungen bescheid, wenn die Behörde einen Verein auflöst? Ja nicht einmal das weiß der Vereinsobertrottel! War nämlich gar nicht so harmlos die behördliche Vereinsauflösung! Wenn ein Verein längere Zeit kriminell ist, muss man den Verein behördlich auflösen. Ob da nicht die Bewährungsauflage beim Vereinsobertrottel bald in einer weiteren Haftstrafe mündet? Dann kann er sein kleines Zimmer mit Asylonegerlein teilen. 😉

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