Black Friday: So neppt der Handel seine Kunden

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In zwei Tagen spätestens rufen viele Händler – wie alle Jahre wieder – zum Black Friday. Der aus den USA stammenden Preisschlacht geht potentielle Gehirnwäsche und nicht leicht durchschaubare Werbesprechen voraus. Viele Kunden orten zum Schnäppchen-Tag viele Preisvorteile. Während bislang nur an einem Tag die Rabattschlacht gefeiert wurde, bieten viele Händler zwischenzeitlich schon fast einen Monat lang zum Black Friday Vergünstigungen an.

Alle Jahre wieder jährt der Black Friday die Feierlaune vieler Schnäppchenjäger. Doch günstig muss nicht immer billig sein. Viele Online Händler sacken sogar bei hochpreisigen Bestellungen Versandgebühren ein. Einer von ihnen Mediamarkt. Das Unternehmen ist beim Manipulieren besonders geübt und das XlargE Magazin machte den Test.

Viel versprechend das Angebot für eine Microsoft Surface Arc Bluetooth Maus in schwarz. Das edle Eingabegerät kostet im Schnitt rund 70 Euro. Mediamarkt dreht eifrig an der Preisschraube und mit 52 Euro wird das Produkt sogar versandkostenfrei wohlfeil angepriesen. Doch wer mit derselben Bestellung einen Artikel ohne Versandkostenfreiheit hinzu bestellt, muss plötzlich für beide Artikel 2,99 Euro Versandkosten berappen. Die Logik hinter diesem Vorgehen heißt „Körberlgeld“ und wie uns Psychologe Rolf Wegensheit erklärt ist das Konzept simpel, denn viele haben als Mediamarkt Club Mitglied auch noch einen Gutschein geparkt. Der allerdings kann erst ab einem Bestellwert von 100 Euro angerechnet werden. Das selbe gilt, wenn man beispielsweise den Newsletter von Mediamarkt abonniert. Das Unternehmen belohnt die Datensammlung gleichwohl mit 10 Euro Warengutschein.

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Quelle: www.geizhals.at – Preisvergleich Mediamarkt/Amazon Microsoft Surface Arc Maus schwarz – Stichtag: 25.11.2020

„Am Ende muss der Kunde entweder einen weiteren versandkostenfreien Artikel aus dem Black Friday Sortiment sondieren, oder zwangsläufig Versandkosten bezahlen. Dadurch reduziert sich der Warengutschein automatisch um 2,99 Euro“, erklärt Wegensheit das gefinkelte Verkaufskonzept. Viele der Black Friday Angebot sind aber gar nicht versandkostenfrei, wie beispielsweise das aktuelle IPhone SE Modell. Einen weiteren Reinfaller in den Black Friday Angeboten ortet der Psychologe in der notorischen Kauflust. Viele Schnäppchenjäger vergessen nämlich in ihrem emotionalen Hochmut auf den Preisvergleich. Zurückzukommen auf das Angebot mit der Microsoft Maus hilft ein schneller Klick auf geizhals.at, einem der beliebtesten Preisvergleich Portale. Ein Blick verrät weiteres Erstaunen: Die selbe Maus kostet bei Amazon versandkostenfrei gerade einmal 41,37 Euro.

Herbert Wendel von blitzdeal.at verrät noch einen weiteren Trick der Händler: Oft bieten gerade Onlineshops Vorgängermodelle besonders günstig und fehlt der Produktbeschreibung die originale Herstellernummer. Im Fall der Microsoft Maus lautet diese ELG-00002. So will man Kunden noch mehr irritieren und Preisvergleiche besondere Hürden auferlegen. Wendel sieht gerade bei Noname Produkten ein besonders großes Gefahrenpotential. Zum einen habe man seine Schwierigkeiten im schnellen Preisvergleich. Wer hier vergleichen will, muss eingehende Internet Recherchen anstellen. Zum anderen ist die Vielfalt der Produktbezeichnungen derart groß. Preissuchmaschinen versagen dann schnell in ihrer Funktionalität.

Der Black Friday ist, und da sind sich alle einig, mit Sicherheit die Zeit um Schnäppchen zu kaufen, und bares Geld zu sparen. Solange man wichtige Grundregeln beachtet, Aktionsbedingungen und Preisnachlässe genau studiert, darauf achtet vorzugsweise in Shops ohne Versandkosten zu kaufen, und nicht zuletzt penibel die Preise vergleicht.

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