Kategorie Archive: Blog: Reinhard Fellner

Knauser ORF

Erst noch speist der öffentlich-rechtliche Küniglfunk seine jungen Protagonisten beim Kiddy Contest mit je Euro 250,- ab, knausert der angeschlagene Medienriese mit weiteren Verausgabungen. Glaubt man aktuellen Medienberichten, könnte schon 2009 Schluss mit UEFA Champions League im ORF Hauptabend sein.

Nach unzähligen Hoppalas im ORF1 Vorabend fragen die Medienbeobachter berechtigter weise: Wie lange noch will der ORF am stetig sinkenden Niveau der österreichischen Fußball Bundesliga und sich selber festhalten. Gekonnt kontern ist noch immer die Devise des floppenden Generaldirektors, der schon die Reform der Reform im ORF etwas stümperhaft über den Sender laufen ließ.

Dank Gebührenzahler geht’s also auch 2009 munter weiter, mit Kampfprogrammierung, Starmaniacs die von der Bühne fliegen, und bestimmt auch mit guten alten Armin Wolf, und seinen verbalen Beweihräucherungen.

Nur gut, es gibt ja auch noch die Privaten.

Österreichs Medial Kollaps

Die Nationalratswahlen und ihr etwas kurz & bündig staffierter Wahlkampf, haben das Spektrum hiesiger Medienmacher wieder einmal verdeutlicht. Die Roten bedient am besten der Dichant, alles was den Rechtsruck verkörpert, meistert ohnehin der Reigen an ausländischen Medienvertretern. Unser Land steht wieder einmal total im schiefen Licht. Die Frage nach weiteren EU Sanktionen bleibt allerdings aus. Eifrig stemmen rot-schwarz an ihrer Neuauflage.

Österreichs Medienlandschaft protegiert unterdessen das, was sie am Besten kann, die Schlagzeilen von Bild & Co. Noch zu Zeiten als Elefantenrunden da und Spitzenkandidaten dort erstmals im Privat-TV punkten wollten, sah so manch einer seine Stunde gekommen. Eigene Meinung ist eben nach den Nationalratswahlen kaum mehr gefragt, schließlich gehen die Medienmacher zur Tagesordnung über. Was bleibt sind alte Ansichten und neue Ausreden, da wird ein freiheitlicher Graf auch nichts mehr ändern.

Mediale Wendungen

Nun sind sie eröffnet, die 29. Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Groß war der Protest. Als aber die Österreicher auf Rang 182 einmarschieren, fällt gar Michael Berger die Wortwahl etwas leichter. Zuvor übt sich ein gekonnter ORF-Kommentator als Diplomat. Man könnte glauben, die Chinesen lauschen mit.

Wenn Journalisten beschnitten werden, gilt heftiger Protest. Schließlich will man sich in Prinzipien üben. Andererseits erinnert mich die Haltung Chinas an das weltumspannende Kinderhilfswerk SOS Kinderdorf. Diplomatisch geschickt, lenkt man vom tragischen Schicksal der fremd untergebrachten Kinder ab. Im Detail vom eigentlichen Kritikpunkt, wie Kinder aus ihren Familien gerissen und anschließend ins SOS Kinderdorf, der Kinderverarbeitungsindustrie, zwangsverbracht werden.

Kritiker die sich in ihrer Minderheit öffentlich äußern, werden eiligst aus der Öffentlichkeit katapultiert. Die Methoden von China und SOS Kinderdorf könnten nicht ähnlicher sein. Vielleicht gerade deshalb, um gemeinsame Sympathie zu leben.

Mediale Wendungen sind eben immer und überall, nicht zuletzt aber im Kampf David gegen Goliath.

In Szene

Man glaubt es kaum, dennoch wahr, der öffentlich-rechtliche Künigl Funk, kurz ORF, mausert sich auf Kosten der Zwangs-Gebühren-Zahler zum Hofberichterstatter der Zogajs. In ORF Thema widmet man sich ein weiteres mal der heiklen Frage, die zwischenzeitlich zum landesweiten Politikum ernannt wurde, „Darf Arigona bleiben?“.

Alles dreht sich vordergründig um eine Schülerin des Polytechnikum, bestrebt darin in Österreich die Friseurlehre zu absolvieren. Schlimm hingegen müssen sie wohl sein, die vielen Frankenburger, noch vor einem halben Jahr im Solidaritätspakt mit einer Flüchtlingsfamilie. Heute getrauen sich nur noch wenige in die Rolle der Befürworter. Die personelle Raritätensammlung ist also merklich geschrumpft. Unter ihnen Pfarrer Friedl, er überweist pro Monat 140,- Euro Richtung Kosovo.

Der ORF selbst ist auf ein Neues um Objektivität bemüht, zeigt Arigonas Geschwister, klein Albin und Albona, die jetzt ohne Vater aufwachsen müssen. Der macht sich einen Lenz mit neuer Frau, während die beiden großen Söhne als Hilfskraft für den Nachbarn buckeln.

Verlaust, verdreckt und ruiniert. So will man uns glauben machen. Das von österreichsichen Steuergeldern finanzierte Spital mit psychiatrischer Abteilung, zeigt der ORF freilich nicht. Stattdessen eine Bezirksärztin, die nach eigenen Angaben zwar über keinerlei Injektionen verfügt, dafür aber gerne für Beratung zur Verfügung steht.

Nach dem Beitrag wirkt Andrea Puschl, stellvertretend für ORF Anchorman Christoph Feurstein, sichtlich erleichtert, denn seit heute ist es fix: Günter Platter wird Landeshauptmann von Tirol. Die Kinder zeigen stattdessen keine Spur von Wohlbefinden. Sie müssen heute das ausbaden, was ihre Eltern einst entschieden haben.

Darfs a bisserl mehr sein?

Frisch, from, fröhlich, frei durchzieht unser Land der jüngst bekannte Teuro-Wahn. Manchmal könnte man meinen: Darfs a bisserl mehr sein?

Vielleicht, wäre nicht die ORF-Melk Kuh am kochen und seit Sonntag mit satten 9,4 % Preiserhöhung, umgerechnet gerade mal einen Euro und dreißig Cent, unter den Mini-Teuro-Produkten am heimischen Markt unterwegs. Da lobt sich einer den neuen ORF1-HD Kanal, der zu EM und Olympia Zeiten endlich gestochen scharfe Bilder ins heimische Wohnzimmer transformiert.

Dennoch, Österreicher bevorzugen echt deutsches Fernsehen. Heute wieder gesehen das Versagen von Jugendämtern im NDR. Schnell erübrigt sich die Frage warum Lea-Sophie sterben musste. Schließlich rückt jetzt der 7-jährige Dan in die Mitte des Geschehens, um 6 Uhr 30 vom Jugendamt aus seiner Familie gerissen und in einem Berliner Kinderheim dank staatlicher Kostendeckung versteckt. Angeblich hätte das Kind nie eine Schule besucht, nein sagt die Mutter, tags zuvor war ja die Einschulung.

Kurzum der NDR fragt nach, getreu dem Motto: Darfs a bisserl mehr sein?

Die Stadträtin von Berlin-Hellersdorf kontert – nein – Wozu gibt es Datenschutz?

Na dann, wir leben in Demokratie und unsere Kinder in einem Netz ohne Transparenz. Das führt zwangsläufig dazu, dass man Medien braucht die hinterfragen. Dem ORF könnte ich dieses Manko nicht selten unterstellen – wieder getreu dem Motto: Darfs a bisserl mehr sein?

Der Fußball EM sei Dank! In fünf Tagen wissen wir endlich mehr zu diesem Thema!

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