Start Corona Virus Das Monument der Bürgerbewegungen

Das Monument der Bürgerbewegungen

0

„Und sie marschieren doch“ – das zeigen unzählige Handyvideos in den sozialen Netzen quer durch Österreich, Europa und die ganze Welt. Als die „Corona Pandemie“ sprichwörtlich laufen lernte, waren viele mehrfach „Lockdown“ erprobt. Bis heute hakt es der Politik an guten Lösungen. Die Zustimmung für türkis-grün schwindet täglich. Viele Bürger sehen in Amtshandlungen der Polizei vermehrt „Nazi-Methoden“ und Brutalität – diktiert von Innenminister Karl Nehammer höchst persönlich.

Als Bundespräsident Alexander Van der Bellen nach seinem Wahlsieg Gräben schließen wollte, dachte er mit Sicherheit nicht an die Spätfolgen politischer Irritationen. Ein Ibiza Video später lobt der gleiche Bundespräsident die schöne Verfassung unseres Landes. Heute sind viele Menschen vom einen als auch anderen enttäuscht. Demonstrationen werden nicht nur im Akkord angemeldet. Die Sicherheitsbehörden untersagen sie kategorisch. Die Begründung: Die Gesundheit der Teilnehmer sei nicht gewährleistet. Jüngst in Tirol ist die Polizei etwas genauer in den Angaben: Man wollte keine mobilisierten Massen – in Anspielung a den Wiener Busunternehmer Alexander Ehrlich und des Ex-Politiker Martin Rutter aus Kärnten. Beide traf man am 20. Februar beim Gedenken an Andreas Hofer in Innsbruck ausdrücklich nicht.

Von offizieller Seite begegnet man Bürgerbewegungen kurz & bündig: Es seien Gruppierungen von Leugnern, Rechte Gesinnung und Alt-Neonazis. Einigen Organisatoren wie Alexander Ehrlich sagt man in vielen Medienberichten persönliche Bereicherung nach und nennt Augenzeugen beim Namen.

Unabhängig des Wahrheitsgehalts, schaden diese und andere Brandmarkungen der Gesellschaft allgemein. Die Politik bestimmt seelenruhig das weitere Vorgehen. Die Wirtschaft kommt nicht aus ihrem Tief. Die vielen anderen Problemherde bleiben wie sie sind. Inwiefern Polizisten anlässlich von Versammlungen zu brutal vorgehen, müssen Gerichte klären. Für ein gutes Arbeitszeugnis der Politik entscheidend, der nächste Wahlsonntag und wie viele dann zur Urne gehen, und wo sie ihr Kreuz machen. Dazwischen klafft die Leere inmitten der Bevölkerung. Den Schaden können weder weitreichende Impfungen noch Tests beheben. Was nach all den Maßnahmen, unter Umständen verfassungswidrigen Verordnungen und Gesetzen noch alles kommt, es bleibt offen.

Eines zeigt die Unzufriedenheit in der Bevölkerung allemal. Es gibt bestehende Missstände und keine nachhaltigen Lösungen. Das sich Egomanen unter besorgte Bürger mischen, die ihre eigene Bevorteilung suchen, zeigten schon die Tendenzen in der Staatsverweigerer Szene.

Dieser Umstand ist jenen unbescholtenen Bürgern zum Nachteil gereicht, die für Werte auf der Straße ihren Unmut kundtun und berechtigterweise Fehlentwicklungen skandieren. So wie die momentane Ungewissheit zwischen weiteren Lockdowns und Mutationen, ist die Ungewissheit der Bürgerbewegung an sich. In jedem Fall wächst sie aber zu einem Monument. In Erinnerung an einstige Märsche und Bürgerbewegungen weltweit – mit all ihren Höhe und Tiefen.

Die mobile Version verlassen