Erfolg: Terrorist ausgeschaltet

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Eigenartigerweise schwiegen sich die Medien über einen wichtigen Schlag gegen den internationalen Terror aus, der vergangene Woche gelang. Das verwundert umso mehr, als ein gleichrangiges Ergebnis im letzten Jahr viel falschen Staub aufgewirbelt hatte.

In einem Hotel in Dubai war damals Mahmoud al-Mabhouh zur Strecke gebracht worden – ein führendes Mitglied der HAMAS und zuständig für deren Waffeneinkäufe. Die Aufrüstung der HAMAS und deren zunehmend gewalttätige Aktionen im Westjordanland waren schon länger ein dicker Dorn im Auge der Fatah gewesen, die dort regiert. Die Fatah hatte dafür gesorgt, den Drahtzieher der HAMAS-Waffeneinkäufe zu beseitigen, mit nicht unwahrscheinlicher Unterstützung durch Israel.

Besonders für Europäer, die wenig sehen und hören wollen, dazu noch am Tropf politisch gesteuerter (oder steuernder) Medien hängen, waren diese Zusammenhänge noch nie erfaßbar. Wer nimmt schon zur Kenntnis, daß allein die EU – die europäischen Staaten also – jährlich hunderte Millionen Euro an terroristische Organisationen zahlen, um sich vermeintliche Sicherheit zu erkaufen. Zusätzlich fließen jährlich viele Millionen an privaten Spenden; das morastige Sicherheitsloch Österreich ist dabei eine wichtige Drehscheibe dieser Finanzierungen. Denn hierzulande können sich Terroristen und deren Sympathisanten ungehindert und ungefährdet bewegen. Auch der Leiter der HAMAS in den Niederlanden, Amin Abou Rashed, der als “Friedensaktivist” auf der Mavi Marmara festgenommen worden war, hatte sich davor mit anderen HAMAS-Leuten in Wien getroffen.

Die logische Folge, daß diese, international mit gutem Recht als terroristisch eingestuften Organisationen mit den so ehaltenen Mitteln natürlich auch aufrüsten, regelmäßig umfangreiche Waffenlieferungen aus dunklen Kanälen beziehen, wird nicht einmal (neudeutsch) “angedacht”.

Islamic Resistance Movement, eine der Teilorganisationen der Muslim-Bruderschaft und besser bekannt unter dem Namen HAMAS, verwendet seit Jahren zunehmend leistungsfähigere Raketen, um damit Israel zu beschießen. Bei uns ist die Meinung vorherrschend, sollen die sich da unten doch erschlagen, solange nicht auch Israel schießt. Eine sehr gemütliche Sichtweise, man ist ja nicht betroffen, kann also ruhig weiter spenden.

Eine Sichtweise, die jedoch nicht alle teilen. Privatleute, die für Terroristen Raketen entwickeln, erregen leicht Mißfallen. Spätestens dann, wenn diese Raketen eingesetzt werden. Dirar Abu Sisi, wertvoller Raketen-Spezialist der HAMAS, wurde vor kurzem in der Ukraine geschnappt, sitzt hinter Gittern, eine umfangreiche Anklage läuft. Schließlich war er davor auch Ausbildungsleiter der al-Qassam Brigaden der HAMAS, die zahlreiche Morde verbuchten. Terroristen sind meist nur dann mutig, wenn sie vermummt Zivilisten ermorden, Bomben aus dem Hinterhalt werfen, Kinder überfallen. Als Person aber selten. Auch Abu Sisi nicht, von ihm war einiges zu erfahren.

Vor wenigen Tagen schlug dann eine Rakete punktgenau in einen Leihwagen in einer sudanesischen Hafenstadt ein. Angenommen wurde, die Rakete sei von einem Flugzeug oder Schiff abgefeuert worden. Einer der beiden getroffenen Wageninsassen war Abdul Latif al-Shaqr.

Al-Shaqr, einer der militärischen Führer der al-Qassam Brigaden, stammt aus dem Jabalia-Lager in Gaza. Er war schon früher am Waffenschmuggel für die HAMAS beteiligt gewesen und hatte, nach dem gezielten Ableben von al-Mabhouh, dessen Funktion als Haupteinkäfer übernommen. Deshalb auch seine Anwesenheit im Sudan; über dieses Land läuft ein großer Teil der Waffenlieferungen für die HAMAS.

Der Schlag gegen Waffenlieferungen an die HAMAS kam nicht von ungefähr. Libysche “Rebellen” der Muslim-Bruderschaft hatten Lager der libyschen Streitkräfte geplündert und hunderte Tonnen an erbeuteten chemischen Kampfstoffen an den Iran geliefert, zur Weitergabe an die HAMAS. Den blinden Politikern, die diese sogenannten “Rebellen” militärisch unterstützen, fiel das natürlich nicht auf. Schon bei Saddam Hussein hatten sie gern dessen Kampfstoff-Lager übersehen wollen. Bei den kurzen Distanzen in Palästina hätten solche Kampfstoffe jedenfalls verheerende Wirkung.

Dieses Wegsehen ist noch viel kurzsichtiger, denn zahlreich sind mittlerweile Organisationen in Europa, die sich in der Grauzone, im Randbereich des Terrorismus befinden, die mangels politischer Gegen-Maßnahmen zunehmend radikaler werden. Wer hindert einige dieser vielen “Initiativen”, umgekehrt chemische Kampfstoffe von der HAMAS zuzukaufen? Oder von sogenannten “Rebellen”, die als verhätschelte Flüchtlinge freien Zutritt zur EU erhalten? Muß immer erst etwas passieren, bis müde ein Augenlied geöffnet wird?

Umso mehr wundert das nahezu völlige Schweigen europäischer Medien zu diesen Vorfällen. Daß sich jene dazu äußern, die fleißig für die HAMAS demonstrieren und Spenden sammeln, ist ohnehin nicht zu erwarten. Weder von schwarzen Frauen noch von roten Revoluzzern wäre eine ernsthafte Antwort zum Thema chemische Kampfstoffe in den Händen von Terroristen zu erhalten. Die Beispiele al-Mabhouh und al-Shaqr zeigen aber auf, wie wichtig gezielte Schläge sind, die den Terror an den Köpfen treffen und nicht ihm bloß auf die Zehen treten.

9 KOMMENTARE

  1. Warum schweigen die Medien im Fall Dirar Abu Sisi? Die Frage lässt sich leicht beantworten, wenn man berücksichtigt, dass Israel eine Nachrichtensperre erlassen hat. Erst nach Klage einer Menschenrechtsorganisation gaben die Behörden am 20. März 2011 wortkarg zu, den mutmaßlichen Terroristen in ihrer Gewalt zu haben.

    Entführt wurde der palästinensische Ingenieur am 18. Februar in der Ukraine. Anklage erhoben am 4. April in Israel. In der Anklageschrift steht, dass Abu Sisi Elektrotechnik an der „Kharkov Military Engineering Academy“ studiert und sein Studium mit Promotion abgeschlossen habe. Sein Mentor sei „Prof. Konstantin Petrovich, ein Experte für Leitsysteme von Scud-Raketen“ gewesen.

    Die Angaben wurden von der ukrainischen Tageszeitung „Segodnja“ überprüft und haben sich nicht bestätigt. Ein Blick in den Onlinekatalog der Wernadskyj-Nationalbibliothek reicht im Übrigen aus, um Abu Sisis‘ Dissertation zu finden. (Er hat 1999 an der Staatlichen Akademie für Kommunalwirtschaft Charkiw mit einer Arbeit über die Verbesserung der Stromqualität in städtischen Stromnetzen promoviert.)

    Erfolgreich ausgeschaltet wurden im Fall Abu Sisi also bislang nur die Menschenrechte. Entführung, Isolationshaft und Zensur erinnern an Bushs „Krieg für (oder war es gegen) Terrorismus“. Dass die Medien über Dirar Abu Sisi nur auf den hinteren Seiten der Zeitungen berichten, sollte Ihren Kommentator eigentlich freuen.

  2. Warum schweigen die Medien im Fall Dirar Abu Sisi? Die Frage lässt sich leicht beantworten, wenn man berücksichtigt, dass Israel eine Nachrichtensperre erlassen hat. Erst nach Klage einer Menschenrechtsorganisation gaben die Behörden am 20. März 2011 wortkarg zu, den mutmaßlichen Terroristen in ihrer Gewalt zu haben.

    Entführt wurde der palästinensische Ingenieur am 18. Februar in der Ukraine. Anklage erhoben am 4. April in Israel. In der Anklageschrift steht, dass Abu Sisi Elektrotechnik an der „Kharkov Military Engineering Academy“ studiert und sein Studium mit Promotion abgeschlossen habe. Sein Mentor sei „Prof. Konstantin Petrovich, ein Experte für Leitsysteme von Scud-Raketen“ gewesen.

    Die Angaben wurden von der ukrainischen Tageszeitung „Segodnja“ überprüft und haben sich nicht bestätigt. Ein Blick in den Onlinekatalog der Wernadskyj-Nationalbibliothek reicht im Übrigen aus, um Abu Sisis‘ Dissertation zu finden. (Er hat 1999 an der Staatlichen Akademie für Kommunalwirtschaft Charkiw mit einer Arbeit über die Verbesserung der Stromqualität in städtischen Stromnetzen promoviert.)

    Erfolgreich ausgeschaltet wurden im Fall Abu Sisi also bislang nur die Menschenrechte. Entführung, Isolationshaft und Zensur erinnern an Bushs „Krieg für (oder war es gegen) Terrorismus“. Dass die Medien über Dirar Abu Sisi nur auf den hinteren Seiten der Zeitungen berichten, sollte Ihren Kommentator eigentlich freuen.

  3. Warum die Medien schweigen? Eine gute Frage.

    Dirar Abu Sisi war bereits früher, als Ausbildungsleiter der Al-Qassam-Brigaden, ein führender Terrorist. Man braucht nicht die Unterstützung Israels, um solches abzufragen. Seiner Ausrede, er sei nur ein kleiner Ingenieur in einem Elektrizitätswerk, steht eine dicke Aktenlage entgegen. Hätten Sie nachgefragt, „Chaim Bürger“, wäre Ihnen aufgefallen, dass ein „Prof. Konstantin Petrovich“ nicht an jener Hochschule tätig war, an der Abu Sisi ausgebildet wurde. Ist Ihnen nicht auch Ihr eigener Widerspruch oben aufgefallen?

    Menschenrechte gut und schön. Die sind aber für Terroristen ausgeschlossen, die sich außerhalb menschlicher Werte und Verhaltensweisen stellen. Terroristen jagt man, erlegt man. Am effizientesten durch internationale Zusammenarbeit. Oder meinen Sie, die Ukraine hätte nichts davon gewusst? Warum kümmern sich diese angeblichen Menschenrechtsorganisationen nicht auch einmal um die Opfer? Weil sie daran weniger verdienen?

    „Was man dem Ingenieur vorwirft ist nicht bekannt“, schreibt ein Blogger. Derselbe sagt weiter, „im Gaza Streifen leben nach Erkenntnis von „Polskaweb“ nur palästinensische Kryptojuden, die vom Mossad selbst gesteuert werden“. Alles also frei erfunden, es wurde nur ein gesteuerter Film gedreht. Wahrscheinlich mit Charly Sheen in der Hauptrolle. Auf dem gleichen Niveau bewegen sich jene, die so stur versuchen, mit der einen Hand Terroristen schönzureden, mit der anderen Hand für deren Waffenkäufe Geld sammeln.

  4. Warum die Medien schweigen? Eine gute Frage.

    Dirar Abu Sisi war bereits früher, als Ausbildungsleiter der Al-Qassam-Brigaden, ein führender Terrorist. Man braucht nicht die Unterstützung Israels, um solches abzufragen. Seiner Ausrede, er sei nur ein kleiner Ingenieur in einem Elektrizitätswerk, steht eine dicke Aktenlage entgegen. Hätten Sie nachgefragt, „Chaim Bürger“, wäre Ihnen aufgefallen, dass ein „Prof. Konstantin Petrovich“ nicht an jener Hochschule tätig war, an der Abu Sisi ausgebildet wurde. Ist Ihnen nicht auch Ihr eigener Widerspruch oben aufgefallen?

    Menschenrechte gut und schön. Die sind aber für Terroristen ausgeschlossen, die sich außerhalb menschlicher Werte und Verhaltensweisen stellen. Terroristen jagt man, erlegt man. Am effizientesten durch internationale Zusammenarbeit. Oder meinen Sie, die Ukraine hätte nichts davon gewusst? Warum kümmern sich diese angeblichen Menschenrechtsorganisationen nicht auch einmal um die Opfer? Weil sie daran weniger verdienen?

    „Was man dem Ingenieur vorwirft ist nicht bekannt“, schreibt ein Blogger. Derselbe sagt weiter, „im Gaza Streifen leben nach Erkenntnis von „Polskaweb“ nur palästinensische Kryptojuden, die vom Mossad selbst gesteuert werden“. Alles also frei erfunden, es wurde nur ein gesteuerter Film gedreht. Wahrscheinlich mit Charly Sheen in der Hauptrolle. Auf dem gleichen Niveau bewegen sich jene, die so stur versuchen, mit der einen Hand Terroristen schönzureden, mit der anderen Hand für deren Waffenkäufe Geld sammeln.

  5. Lieber Unverbesserlicher,

    Die Medien schweigen – eine Unterstellung, statt einer Frage. Selbst falls Sie keine fremdländische Sprache sprechen und weder US-amerikanische, französische, russische etc. Medien nutzen, sollten Sie doch immerhin mal in die NZZ, Süddeutsche Zeitung oder Spiegel online schauen. Die Medien haben weltweit über die Entführung des mutmaßlichen Terroristen Dirar Abu Sisi berichtet, nur Sie lieber Kommentartor, hetzen halt lieber, als sich mit den Hintergründes des Falls zu beschäftigen.

    Wer die Menschenrechte für teilbar hält, kennt das Wort „mutmaßlich“ natürlich nicht. Wie krächzte schon der berühmteste aller Deutschen: „Wer die Regeln der humanen Kriegsführung verletzt …“ Die rechtradikalen Politiker, die in Israel zzt. den Ton angeben, gefärden die Zukunft des Landes weit mehr als jeder promovierte Palästinenser, der – noch einmal – angeblich mit der Hamas zusammenarbeitet. Wer glaubt mit Mordanschläge und Entführungen, kurz mit Terror, Terroristen besiegen zu können, ist ein Fanatiker, egal, in welchem Land er lebt.

  6. Lieber Unverbesserlicher,

    Die Medien schweigen – eine Unterstellung, statt einer Frage. Selbst falls Sie keine fremdländische Sprache sprechen und weder US-amerikanische, französische, russische etc. Medien nutzen, sollten Sie doch immerhin mal in die NZZ, Süddeutsche Zeitung oder Spiegel online schauen. Die Medien haben weltweit über die Entführung des mutmaßlichen Terroristen Dirar Abu Sisi berichtet, nur Sie lieber Kommentartor, hetzen halt lieber, als sich mit den Hintergründes des Falls zu beschäftigen.

    Wer die Menschenrechte für teilbar hält, kennt das Wort „mutmaßlich“ natürlich nicht. Wie krächzte schon der berühmteste aller Deutschen: „Wer die Regeln der humanen Kriegsführung verletzt …“ Die rechtradikalen Politiker, die in Israel zzt. den Ton angeben, gefärden die Zukunft des Landes weit mehr als jeder promovierte Palästinenser, der – noch einmal – angeblich mit der Hamas zusammenarbeitet. Wer glaubt mit Mordanschläge und Entführungen, kurz mit Terror, Terroristen besiegen zu können, ist ein Fanatiker, egal, in welchem Land er lebt.

  7. Die Medien weltweit… In Europa kaum (zit. „nahezu“), in Österreich nicht.

    Lieber „Chaim Bürger“, unter welchen Namen Sie auch immer auftreten, Ihr Eintreten für Terroristen ist bekannt. Es gibt eben noch Leute, die sich an Fakten orientieren und nicht an den Aussendungen der IMÖ.
    Menschenrechte sind nicht teilbar, richtig. Doch Terroristen sind keine Menschen, haben ungeteilt keinen Anspruch darauf. Der kleine, feine Unterschied. Den jemand nicht verstehen kann, dessen Mitbruder ein enger Freund des „krächzenden Deutschen“ war.

  8. Die Medien weltweit… In Europa kaum (zit. „nahezu“), in Österreich nicht.

    Lieber „Chaim Bürger“, unter welchen Namen Sie auch immer auftreten, Ihr Eintreten für Terroristen ist bekannt. Es gibt eben noch Leute, die sich an Fakten orientieren und nicht an den Aussendungen der IMÖ.
    Menschenrechte sind nicht teilbar, richtig. Doch Terroristen sind keine Menschen, haben ungeteilt keinen Anspruch darauf. Der kleine, feine Unterschied. Den jemand nicht verstehen kann, dessen Mitbruder ein enger Freund des „krächzenden Deutschen“ war.

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