Ermittlungsverfahren & Behördliche Vereinsauflösung: SOS Kinderdörfer beklagen Abgang tausender Dauerspender

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Sex, Drogen, Gewalt und Alkohol dominieren das tägliche Sittenbild in österreichischen SOS Kinderdörfern. Dem selbsternannten Kinderhilfswerk, das nach eigenen Angaben am Hungertuch nagt, gehen sprichwörtlich die Dauerspender aus. Über 4 Prozent Einbußen gesteht SOS Kinderdorf Österreich per Aussendung ein, wenngleich offiziell die Schuld in Teuerungswelle und fehlenden Reformen durch Politik zu orten seien.

Tatsächlich aber erkennen bisherige „Gmeiner Brüder“ das Trugbild der treuherzigen Organisation, die nach eigenen Angaben auf Zuwendungen angewiesen wäre. Ein Irrtum, wie das Jugendwohlfahrtsgesetz verrät. Jedem freien Träger der Jugendwohlfahrt steht ein Tagsatz zu, der von SOS Kinderdorf zwischen 25 Euro und 150 Euro pro Tag und Kind gegenüber den zuweisenden Jugendämtern verrechnet wird – zuzüglich 10 % Umsatzsteuer versteht sich. Erreicht ein betroffenes Kind erst einmal die Selbsterhaltungsfähigkeit, müssen sämtliche Unterbringungskosten ersetzt werden. Aber nicht nur das, sogar die leiblichen Eltern eines Kindes werden bereits während der Unterbringung zur Kassa gebeten.

Dem nicht genug, beantragen SOS Kinderdörfer für jedes Kind den Anspruch auf Familienbeihilfe und Kindergeld. Wer glaubt die Tantiemen fließen auf ein Sparkonto der SOS Kinderdorf Schützlinge, der irrt.

Bisweilen war Gernot H. (Name von der Redaktion geändert) einer jener Dauerspender, der von SOS Kinderdorf Österreich halbjährlich auf seinem Kontoauszug las. Die SOS Kinderdörfer zollten ihren Dank mit drakonischen Maßnahmen – Gernot H. erinnert sich »Als ich meine Einzugsermächtigung nicht mehr aufrecht erhalten wollte, begann der schikanöse Telefonterror. Sie haben mit Nachdruck Mahngebühren angekündigt. Schließlich habe ich die leidige Causa meinem Rechtsanwalt übergeben«

Der 64-jährige bot mit regelmäßigen Beiträgen Unterstützung für das SOS Kinderdorf „Floritz“ in Wien. Als Abonnent des Nachrichtenmagazin Xlarge erfuhr Gernot H. baldigst von zahllosen Missständen in österreichischen SOS Kinderdörfern »Ich war erschüttert und kündigte meine Patenschaft, mit dem Beisatz, dass ich aus Xlarge erfahren musste, wie schlecht die Kinder dort behandelt werden. Ich bin selbst Vater von vier Kindern«

Bis heute steht Viktor Trager, Pressesprecher von SOS Kinderdorf Österreich, für keine Stellungnahme zur Verfügung. Umso dramatischer, wenn Jugendliche Grabdienst leisten müssen, um diversen Hinterlassenschaften Genüge zu tun. Die heute 23-jährige Patricia G. erinnert sich »Ich musste Freitag Nachmittag immer zum Friedhof, Blumen gießen, Gräber alter Damen pflegen. Wer den Anweisungen der Kinderdorfmutter oder später den Erzieherinnen in der Wohngemeinschaft nicht entsprach, war zum Strafdienst am Friedhof verdonnert«

Seit einigen Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft Innsbruck gegen SOS Kinderdorf Österreich. Laut Sachverhaltsdarstellung hätte das selbsternannte Kinderhilfswerk einen Journalisten verleumdet. Wie Xlarge Jurist Michael Kovalsky weiß, drohe bei Schuldspruch bis zu einem Jahr Gefängnis und die behördliche Vereinsauflösung.

4 KOMMENTARE

  1. Hallo,

    leider erging es mir mit der Familienbeihilfe nicht besser. Mit 15-19 Jahren wohnte ich in einer WG vom SOS Kinderdorf. Man kassierte dort zu den stolzen 4200 Euro im Monat von der Jugendwohlfahrtsbehörde noch zusätzlich eine Summe von 3243,20 Euro Familienbeihilfe. Und nein, man kaufte mir damit kein Gewand oder sonstiges. Stattdessen wurden noch ein 4tel von meinem damaligen Einkommen gefordert. Mit dem Vorwand, es sei ein Sparkonto für meine Zeit nach dem Aufenthalt in der WG. Von dem Geld was ich einbezahlt habe , sah ich bis heute nichts. Mittlerweile wurde mir gesagt, dass das SOS Kinderdorf so oder so keinen Anspruch eigentlich gehabt hätte, Geld vom Jugendlichen zu fordern, aber nach Nachfragen beim Kinderdorf bekam ich nur eine moralisch denkwürdige Antwort: Ich soll mir doch Gedanken darüber machen, ob es denn nicht eh schon verjährt sei…
    Jetzt, wo ich ohnedies wenig Geld habe, da ich eine Ausbildung nachhole, welche leider zu meiner Zeit im SOS Kinderdorf leider nicht möglich war, eine sehr „hilfreiche Unterstützung“

  2. Liebe redaktion!Vor 2Jahren wurde unser damals 5j.Mäd´l unter falschen u.linken Argumenten ins Kinderheim gesteckt.Seitdem kämpfen wir um sie.Seit einem halben Jahr mit einem Juristen,der es sich zur Aufgabe gemacht hat,unschuldige Kinder wieder mit ihren Familien zu vereinigen.Also.seit Monaten wird unser Akt herumgeschickt,wir werden regelmäßig verarscht vom Gericht und Behörde.3Wochen war Sarah bei uns,wir haben sie neu eingekleidet,alle nötigen Schulsachen besorgt,sie war so glücklich…..!Heute,am 11.sept….Sarah ging in ihre neue Schule(wo sie erst die 1.Woche ging,und trotzdem schon Freunde hatte)wo fremde Leute(Aufgebot,Polizei,Ja.usw.)sie aus ihrer Klasse holten und sie ins Kinderheim wieder brachten.Das ganze ist erst 2Stunden her,sie sitzt sicher verstört und verweint im Auto und kennt sich nicht aus!!!Warum kontrolliert KEINER die Jugendämter?Warum ist es so einfach Familien auseinander zu reissen?Warum hat das Ja so viel Macht?? Warum schliessen die Behörden,denen es eigentlich was angehen sollte aus Bequemlichkeit ihre Augen? Wofür steht eigentlich JUGENDWOHLFAHRT???????.Ich bin jetzt schon so weit,dass ich all denen wünsche,sie sollen auch mal ein Kind verlieren,damit sie wissen,was das für ein gefühl ist.Brigitte.M.

  3. Niemand darf die vielen Erziehungsheime und SOS Kinderdorf vergessen, die unsere Kinder als die ihren auf den professionell gestalteten Webseiten zeigen, ohne Zustimmung der leiblichen Eltern. Sogar der ORF unterstützt diese Methoden fern ab unserer Persönlichkeitsrechte! Jugendämter sind doch so was von Scheiße!

  4. Ja ich kann mich den Fragen von Brigitte M. nur anschließen.Warum hat das JA so viel Macht?
    Ja dieser schmerz den diese Herrschaften Kindern und Eltern antun,diesen müssen sie selbst spüren.aber die wiegen sich ja in Sicherheit.
    JUGENDWOHLFAHRT KINDESWOHL Wissen die vom JA überhaupt was diese Wörter bedeuten?
    Kinder zu qüälen,psychisch zu misshandeln.ständig anzulügen,unterdrücken,erniedrigen, das all ist damit sicher nicht gemeint,aber das alles wird mit den Kindern gemacht in den Heimen und sogenannten WGs.
    Zum Wohl des Kindes heißt es dann.Ja das das Kind die Mutter nicht sehen darf,nur in sehr miesen und stressigen Situationen telefonieren darf das soll dem Kindeswohl dienen.Und gerichte schauen zu und geben noch ihren segen für diese Kinderfolter.
    Das muß ein ende haben und ich kann nur ganz klar sagen das JA gehört abgeschafft!Unsere Kinder gehören geschützt.
    Jugendämter gehören kontrolliert,es kann nicht sein das sie nach Lust und Laune Kinderherzen und Kinderseelen brechen und Familien zerreissen.

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