Es war einmal Wetten dass

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Wetten dass
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Einen Abend lang kein Corona, und eine bis zum letzten Platz gefüllte Messehalle in Nürnberg. Eigentlich sollte die Jubiläumsausgabe von „Wetten dass“ zu Thomas Gottschalk’s 70er 2020 über die Fernseher flimmern. Corona bedingt war das nicht möglich. Immerhin, Samstagabend fuhr das „Comeback“ mit der Sprüche klopfenden TV-Legende Thomas Gottschalk Rekordquoten ein. Alleine in Deutschland verfolgten über 14 Millionen TV-Zuseher Fernsehgeschichte, die im Jahr 1981 dank Frank Elstner ihren Anfang nahm.

Am Beginn erinnert „Wetten dass“ eher an die Verleihung des deutschen Fernsehpreis, als Gottschalk die Bühne betritt und er auf eine minutenlange Standing Ovation trifft. Er meint dann auch gleich er habe nichts vergessen, aber auch nichts dazu gelernt. Und im Laufe der Sendung wird klar, die Welt der Unterhaltung ist modern geworden. Da gibt es einmal Joko & Klaas, es gibt social media Stars wie Lisa & Lena, und es gibt eben heute nicht mehr das klassische familiäre Beisammensein am Samstagabend, wenn jeder für sich in seinem Zimmer in Streamingdiensten stöbert, oder seinem persönlichen Influencer und den neusten „VLogs“ folgt.

Wetten dass ist aber mehr als sensationelle TV-Unterhaltung am Samstagabend. Die Sendung ist live, und wie Thomas Gottschalk gegen Ende hin zu seinem Show-Vater Frank Elstner meint „ich mache bis wir durch sind“. Für Popcorn Lust ist jedenfalls gesorgt, wenn Hündchen „Uno“ für mehr Mülltrennung wetzt, oder ein findiger Dart-Spieler auf eine unsichtbare Weltkarte zielt. Nicht fehlen durfte am Ende die legendäre Bagger-Wette, prominent serviert von „Wetten dass“ Erfinder Frank Elstner höchst persönlich, der wie auch Thomas Gottschalk und Udo Lindenberg für eine Fortsetzung von „Wetten dass“ plädiert.

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Und tatsächlich, wenn Helene Fischer mit kaschiertem Babybauch auf die Bühne tritt und die ABBA-Masterminds Björn Ulvaeus und Benny Andersson beim Einlösen ihres Wetteinsatz mit Live-Gesang zum Hit „SOS“ unterstützt, kommen Erinnerungen auf, die so Netflix oder das heutige Show-TV nie hinterlassen werden. Wie Thomas Gottschalk kommentiert, „so etwas gibt es nur bei Wetten dass“, und er hat recht. Es ist die Bühne, die Couch, die Art, das Flair, die Eleganz des Gastgebers, die durch den Abend führt, und für drei Stunden vergisst man alles drumherum, die steten Sorgen dieser Welt, die neuen Corona Regeln, die politischen Entgleisungen. Es ist das wovon jeder etwas hat, wenn er drei Stunden den Alltag abschalten und die Erholung aufdrehen kann.

Gut möglich wenn bei fast 900.000 TV-Zuseher in Österreich und immerhin rund 14 Millionen in Deutschland ein Comeback von „Wetten dass“ folgt.

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