Facebook bestätigt Denkresistenz um Klage seiner Nutzer

Das Gefecht zwischen Facebook und dem Wiener Juristen Max Schrems nimmt mitunter abstruse Formen an. In der Klagebeantwortung unterstellt das Soziale Netzwerk der Anhängerschaft um Schrems Datenschutzklage mangelnde Geschäftsfähigkeit. Kritiker unterstellen Facebook-Usern schon seit längerem Denkresistenz. Viele stellen unbedarft privates Bildmaterial online, oder plaudern aus dem intimen Nähkästchen.

Die Kuriositätensammlung um eine Klage von Max Schrems und des dafür eigens gegründeten Vereins „Europe vs Facebook“ ist um eine Facette reicher. Viele Benutzer wissen nicht, dass die an Facebook übergebenen Daten, besser bekannt als „Chronologie“ oder „Timeline“, unaufhörlich von Facebook gespeichert und für Werbezwecke analysiert werden.

Seit geraumer Zeit sollen Facebook-Mitarbeiter die Zugriff auf diese Daten haben, für einzelne Bestimmungszwecke den Verkauf von Daten an Interessierte anbieten. Für 10 US-Dollar könne man der Ex-Freundin auf die Finger schauen und Einblick in intime Chat-Protokolle nehmen. Der Ankauf von Zugangsdaten sei laut Insidern gegenüber XlargE genauso kein Thema mehr, wie die von Facebook-Usern teils eifrig genutzten Privatsphäre-Einstellungen.

Facebook äußert auf der über 30 Seiten starken Klagebeantwortung nicht nur Bedenken über die mangelnde Geschäftsfähigkeit der Sammelkläger und zugleich Facebook Nutzer. So sei die Klage von Max Schrems an sich im Kern unbegründet. Nach Ansicht von Facebook genüge das Refugium der Datenschutzbehörde.

Der Sammelklage von Max Schrems, die im August beim Handelsgericht Wien eingebracht wurde, traten innerhalb einer Woche 25.000 Teilnehmer bei.

 

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