Gmail Labs macht User zu Feature-Testern

Google hat in der Nacht auf heute, Freitag, den Start von „Gmail Labs“ bekannt gegeben, eine Gmail-Erweiterung, die experimentelle neue Features präsentiert. Nutzer können selbst entscheiden, welche davon sie testen und kommentieren wollen. „Gmail Labs bietet uns die Möglichkeit, eine Menge neue Ideen, die wir normalerweise nicht aufgreifen würden, auszuprobieren und die Gmail-User entscheiden zu lassen, ob sie gut sind oder nicht“, erklärt Keith Coleman, Gmail Product Manager, im offiziellen Gmail-Blog. Was von den Anwendern gut aufgenommen wird, soll langfristig vollwertiger Gmail-Bestandteil werden. Die Gmail Labs starten zunächst im englischsprachigen Raum und zeigen anfangs 13 neue Ideen. Sowohl Verfügbarkeit als auch Feature-Zahl sollen bald ausgeweitet werden.

Die Labs präsentieren diverse Ideen verschiedener Google-Mitarbeiter, wie Gmail erweitert werden könnte. Die Palette der zunächst 13 präsentierten Ideen ist vielfältig. „Quick Links“ erlaubt schnellen Zugriff beispielsweise auf Suchen oder einzelne Nachrichten in Gmail. Mit „E-Mail Addict“ können sich Nutzer in einer selbstverordneten Zwangspause für 15 Minuten aus Gmail aussperren. „Superstars“ erweitert die Palette der Icons, mit denen User Nachrichten markieren können. Mit „Old Snakey“ wird sogar eine Version des Videospiel-Klassikers „Snake“ angeboten. Der Zugriff auf die Labs-Features erfolgt über die Gmail-Einstellungen. Nutzer können entscheiden, welche der Angebote sie verwenden wollen und haben die Möglichkeit, Feedback zu geben. Die experimentellen Labs-Features werden ohne umfangreiche Tests den Mio. Gmail-Usern bereitgestellt, warnt Coleman. Einige Features könnten daher fallweise Probleme bereiten.

In den Gmail Labs können alle Google-Techniker ihre Gmail-Ideen präsentieren, dementsprechen sollen schon bald weitere experimentelle Features gezeigt werden. Dass nicht alle davon nützlich sein werden, scheint außer Frage. „Old Snakey ist vermutlich eine schlechte Idee“, meint beispielsweise Coleman. Letztendlich sind es aber die Gmail-Nutzer, die im Rahmen der Labs die Spreu vom Weizen trennen sollen. Was bei den Usern gut ankommt, soll regulärer Teil von Google werden. Zunächst sind die Gmail Labs nur auf Englisch und für Nutzer in den USA und Großbritannien verfügbar, so Google. Das soll sich aber ändern. „Wir hoffen, dass wir Gmail Labs in Kürze für alle User anbieten können“, betont Google-Sprecher Stefan Keuchel gegenüber pressetext. (pte/red)

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