Gute Vorsätze

Mein Bruder und ich haben Jahr für Jahr gute Vorsätze, unsere Eltern auch. Manchmal aber glaube ich, dass Erwachsene aus Hochnäsigkeit heraus gute Vorsätze verkünden. Da wäre zum Beispiel mein Onkel Jonas, der immer wieder das Rauchen aufhören möchte, aber noch immer an seinen Zigarren nippt.

Früher noch, da waren gute Vorsätze etwas Besonderes, sagt meine Oma immer. Aber heute, da hält sich keiner mehr an die kleinen Überwindungen im Neuen Jahr. Am Vorbild der vielen Politiker, die noch viel mehr versprechen, lügen Erwachsene an den Kindern vorbei. Die bemühen sich wenigstens, wenn der gute Vorsatz lautet: Ab sofort räume ich regelmäßig mein Zimmer auf.

Im Gegensatz etwa zu Josef Pröll, dem neuen Finanzminister. Erst verspricht er Entlastungen, dann müssen wir, geht es nach diesem Herrn, den Gürtel wieder enger schnallen. Meine Eltern sind beide noch berufstätig, und wir können uns einiges leisten. Viele in meiner Klasse aber spüren den engen Gürtel, den ihre Eltern nun anlegen mussten.

Ich finde, die Politiker sollten weniger von vielen Vorsätzen sprechen, dafür aber wenige Gute Vorsätze tatsächlich umsetzen.

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