Happy End: 13 Jährige Jenny wieder daheim!

Die seit 13. Dezember 2007 vermisste Jennifer Dorner aus Neudörfl, ist seit Donnerstagnachmittag wieder zu Hause. Sie war die vergangenen Tage mit einem 15 jährigen Burschen unterwegs. Wo sich die Kids aufgehalten haben, ermittelt derzeit noch die Polizei.

Das sprichwörtliche Happy End zum Heilig Abend ist auch das Ende einer wohl unendlich geglaubten Odyssee. Aufgelöst berichtet Jennys Vater gegenüber dem Nachrichtenmagazin Xlarge von den Ereignissen »Unsere Tochter hat nie die Schule geschwänzt und es hat auch keine Probleme gegeben. Jetzt dürfte sie mit einem Jungen unterwegs sein, das aber ist reine Spekulation«

In einem Abschiedsbrief an die Eltern, berichtet das Mädchen dennoch von innigen Bedürfnissen. Auch im Internet finden sich Texte der 13 jährigen, die sich der Emo-Jugendkultur verschrieben hat. Demzufolge denke das Mädchen an Suizid.

Für den Kinderpsychologen Dr. Rolph Wegensheit kein sofortiger Grund zur Besorgnis »Gerne setzen sich junge Mädchen, gerade in der Pubertät, mit dem Tod und ihrem Leben auseinander. Das kann ein natürlicher Prozess des wirklichen Kennenlernens, angefangen vom eigenen Körper bis hin zur Umwelt, sein. In Zusammenhang mit der zukünftigen Mutterrolle ein durchaus bewusster Abklärungsvorgang. Natürlich sollte man derartige Gedanken seiner Kinder ernst nehmen, sie über zu bewerten ist allerdings der falsche Weg«

Ob Emo oder Gothic Szene, für den Psychologen bedeutet Subkultur auch ein Stück des Loslassens »Oft sehen Eltern in ihren heranwachsenden Kindern immer noch die Kleinen, die einst auf Mamas oder Papas Schoß nicht aufhören wollten zu knuddeln. Mit dem Eintritt in die Adoleszenz beginnt auch das Loslassen durch die Eltern. Deshalb sollte man nicht überbesorgt reagieren, und auch dem Teenager die neue Welt zugestehen. Das Einräumen von Respektzonen gegenüber dem Nachwuchs, bedeutet auch den Beginn einer neuen Freundschaft zum eigenen Kind. Während man bisher Erzieher und Vorbild Funktion hatte, kommt man als Elternteil nun in die Rolle des Freundes aber auch des sensiblen Wegbegleiters«

In Österreich werden jährlich rund 200 Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. Meist sind es die Spannungen im eigenen Elternhaus, die erste große aber verbotene Liebe, oder Burn Out in der Schule.

Wegensheit kennt die guten Tipps für mehr Harmonie in der Pubertät »Bereits mit 11, 12 Jahren leiden besonders die Mädchen in einen unaufhaltsamen Gruppenzwang. Erste sexuelle Erfahrungen mit Jungs, Abnabelung vom Elternhaus und der Schritt zum Erwachsen werden, sind große Herausforderungen von Eltern und ihren Kindern. Grundsätzlich sollten keine Verbote ausgesprochen, sondern erarbeitete Strategien mit dem Nachwuchs Vorrang haben. Sobald die Kinder merken, dass durch Nachfragen Erfolge erzielt werden können, wird das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestärkt. Erste Beziehungen beim Sohn oder der Tochter können mit Rat und Tat begleitet werden. Auch in diesem Fall bringen weder Verbote noch ein kontrollierender Blick durch die Eltern den gewünschten Erfolg. Wer seinen Kindern etwas Gutes tun möchte, sollte somit nicht auf den Partykeller im eigenen Haus vergessen. Und bevor es allen Beteiligten zuviel wird, lieber einmal zu wenig als zuviel nachfragen und mit Anwesenheit glänzen. Die Kinder entscheiden selbst, wenn sie ihre Eltern um Rat und Beistand bitten. Die Stunde der ersten, schmerzhaften Trennungen kommt früh genug. Gerade dann kann die wärmende Schulter von Mama oder Papa viel Gutes tun«

Zum Abschluss rät der Kinderpsychologe allen gestressten Eltern »Binden Sie Ihren Nachwuchs und deren Paarbeziehungen ein, wenn Sie die Festtage planen. Vielleicht können gerade so die Eltern von Freund / oder Freundin wie auch deren Familien harmonisch beäugt werden, ohne dass es zu Stimmungseinbrüchen kommt«

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