Islamgesetz: Sebastian Kurz beruft Obersten Rat ein

Immer kuriosere Gestalt nimmt die Novelle zum Islamgesetz von 1912 an. Nachdem sich unzählige vom Entwurf angesprochen und gehänselt fühlen, sieht Außenminister Sebastian Kurz den letzten Rettungsakt in der Einberufung des Obersten Rat der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGIÖ) von Milli Görüs Mann Fuat Sanac, die von sich behauptet alle Muslime in Österreich vertreten zu wollen. Ein Trugschluss wie Kritiker und Insider gleichermaßen meinen.

Der Endspurt des zur Begutachtung veröffentlichte Entwurf zum neuen Islamgesetz hat begonnen. Von Altkatholiken über Adventisten, Ministerien und eigens formierte Plattformen reichten ihre Stellungnahme zum Entwurf eines neuen Islamgesetz ein.

Allen voran begegnet Fuat Sanac, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, den Vorgängen kritisch. Das Ende der Begutachtungsfrist sieht er als einen schwarzen Tag seiner Laufbahn. Wohl nicht zuletzt deshalb, da man von seiner Anteilnahme absah und in seiner Abwesenheit den Entwurf in die Begutachtungsphase entließ.

Auslandsfinanzierung, Imame, und und und. Die Liste der Beanstandungen von Fuat Sanac ist lang, zu lang für jemanden, der am Entwurf eifrig mitschrieb, meinen Insider anderer Muslimen Bewegungen.

Unterdessen türmen sich im Internet eigene Islam Blogs von österreichischen Fürsprechern der Sanac-Kritiker, der wiederum sich zu wehren weiß und von bezahlten Lobbyisten spricht.

Sebastian Kurz will mit der Einberufung des Obersten Rats der Islamischen Glaubensgemeinschaft nun dem Debatten-Debakel entgegenwirken und, wie es scheint, zum Ursprung der Entscheidungsträger zurückkehren. Die „Lobbyisten“ scharren in ihren Startlöchern, und harren den jüngsten Entwicklungen um einen Gesetzesentwurf, der selten soviel Aufregung provozierte.

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