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Jugendwohlfahrt am Abgrund

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Vergebens warten Betroffene auf ein zeitgemäßes Kinder- und  Jugendhilfegesetz. Dem nicht genug, prassen exorbitante Summen an Steuergelder in die Fremdpflege von Kinder und Jugendlichen. Trotz zahlreicher Zurufe scheitert die Jugendwohlfahrt bis heute vergebens an struktureller Prävention in den zu betreuenden Familien.

Während das Tierschutzgesetz weitaus besser ist als die Gesetzgebung für unsere Kinder, selbst der Vollzug des Tierschutzgesetzes ohne personelle Engpässe verläuft, müssen Kinder – wie beispielsweise der 3-jährige Cain aus Vorarlberg – ihr Leben für die Politik lassen.

Es ist eben ein Kreuz mit der Jugendwohlfahrt, die sich unweigerlich am Abgrund befindet. Wer sich aber als Kritiker der Jugendwohlfahrt versucht, oder gar einen unabhängigen Kontrollmechanismus errichten will, landet nicht selten als Verleumder und Querulant vor Gericht.

Bürgerrechtler, allen voran Herwig Baumgartner, verwiesen bereits unzählige male auf eklatante Fehler im System. Anstelle der Beseitigung dieser, entledigte man sich der Kritiker, trotz Gefahr dennoch in den Abgrund zu stürzen.

2 Kommentare

  1. Die Betreuung der Kinder außerhalb ihrer Familien ist oftmals um einiges schlechter. In der KTZ zum Beispiel schreit die Laura (11) um Hilfe, da sie in mehreren Einrichtungen der Jugendwohlfahrt Kärnten angeblich geschlagen wurde.

  2. Leider ist das neue Kinder- und Jugendschutzgesetz, über dem zuerst Christine Marek brütete und nun Verena Remler dunstet, weiterhin völlig untauglich. Vieraugen-Prinzip? Schon bisher saßen doch zwei Sozialarbeiterinnen zusammen und berieten, wem sie am ehesten ein Kind abnehmen könnten und wieviel Polizei dazu nötig sei. Nein, das ist nur das alte Braune im Ei.

    Die einzige, für Kinder taugliche Lösung wäre die Abschaffung der Jugendwohlfahrt auf Länderbasis. Eine Bundesbehörde zur Koordination, mit ausschließlich hoheitlicher Zuständigkeit, anders geht es nicht. Wenn Remler dann noch 3,6 Millionen Euro spendet, um die Zustimmung der Länder einzukaufen, ist das ein klarer Witz. Die Bundesländer geben insgesamt monatlich rund 60 Millionen Euro für die Fremdunterbringung von Kindern aus. Geld ist also genug vorhanden, den Kindern nützt das aber null und nichts. Remler & Co. haben ebenfalls noch nicht begriffen, dass die Gepflogenheit, Obsorgerechte einer Behörde zu übertragen, absolut enden muss. Nichts ist ungeeigneter als eine unpersönliche Behörde, sich um Kinder zu kümmern. Man sieht es an den vielen tausenden Kindern, die unkontrolliert in Heimen und bei sogenannten Pflegeeltern dahinvegetieren, dort in vielen Fällen misshandelt werden und schwere Langzeitschäden erleiden.

    Statt untauglicher Gesetzesreparatur also eine Aufstockung der Staatsanwaltschaften, um den jugendbeamteten Wichtigtuern einmal das Handwerk zu legen.

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