Jugendwohlfahrt kontra Kindeswohl

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Ein wunderschöner Frühlingstag, mit strahlend blauem Himmel. Die Mutter der kleinen Lydia fährt zu einem ersehnten Kontakt mit ihrem Kind nach Oberpullendorf. Mit an Bord ihre ältere Tochter, die ihre kleine Schwester schon lange nicht mehr sehen durfte. Lydias Vater wäre gern mitgefahren, muss jedoch arbeiten.

Die Mutter erzählt, was so alles passiert ist und zeigt die Unterlagen und ärztlichen Befunde vor. Eine Geschichte, bei der das Nachdenken immer lauter wird. Was ist vorgefallen?

Die kleine Lydia [siehe die Vorberichte] ist nun zwei Jahre alt. Seit 15 Monaten wird sie vom Jugendamt Oberpullendorf ohne gerichtliche Genehmigung bei einer Pflegefamilie in Kleinwarasdorf gehalten. Wie heißt es doch so schön? Die Abnahme eines Kindes kann immer nur eine äußerste Notmaßnahme darstellen. Aus den Berichten und Befunden ist kein Grund erkennbar, warum das Kind abgenommen wurde. Noch weniger kann man einen Grund für eine Notmaßnahme sehen. Die Dauer der Fremdunterbringung liegt ebenfalls bereits weit jenseits des Zumutbaren.

Worum geht es dem Jugendamt wirklich? Welche Motive liegen hinter solchen Horuck-Schritten? Sind es wieder einmal finanzielle Motive? Bei fast 10.000 Fremdunterbringungen setzt die Kinderaufbewahrungs-Industrie pro Monat 50, 60 und mehr Millionen Euro um, da wäre das nicht so unwahrscheinlich.

Viele Eltern mögen Schwierigkeiten mit Pflege und Erziehung ihrer Kinder haben. Wenn nicht ernsthafte Gründe vorliegen, wäre in den meisten solcher Fälle eine professionelle Betreuung und Unterstützung der Eltern wesentlich sinnvoller; selbstverständlich auch billiger. Dieser Meinung ist auch der Kinderanwalt. Doch gerade damit sind Jugendämter in der Regel überfordert, mangelt es der Mehrzahl der Mitarbeiter doch sowohl an der professionellen Qualifikation als auch an der kindesorientierten Einstellung.

Zurück zu Lydia. Die Eltern dürfen ihr Kind nach der Abnahme jeweils etwa eine halbe Stunde sehen, durchschnittlich alle 4-5 Wochen. Nicht nur gibt es keinen Grund für eine derartig brutale Kontaktbeschränkung, die Auswirkungen sind für ein Kleinkind natürlich verheerend. Ein Gerichtsgutachter empfiehlt eine Ausdehnung der Kontakte. Kaum liegt das Gutachten vor, bricht das Jugendamt die Kontakt selbstherrlich für ein halbes Jahr ab, nicht einmal zu Weihnachten dürfen die Eltern ihr Kind sehen. Grund? Die Eltern waren unartig. Sie ließen sich nicht ständig vom Jugendamt kontrollieren. Wozu weder Auftrag noch Notwendigkeit bestand. Und man dürfe eben auch die Gewöhnung des Kindes an die Pflegefamilie nicht gefährden, heißt es. Eigenartigerweise fehlt auch hier ein Gerichtsbeschluss.

Wie finden diese Kontakte statt? Nun, beim letzten Termin wage ich es, als Beobachter anwesend sein zu wollen. Die Sozialarbeiterin tritt energisch entgegen, sie lasse keine Fremden zu, gemeint war auch Lydias Schwester, das würde das Kind gefährden. Mutter, Sozialarbeiterin, Lydia und der Pflegevater – ist er kein Fremder? – werden wie üblich in ein kleines Büro gepfercht. Das Kind weiß mit der Situation wenig anzufangen, ist durch die Anwesenheit des Pflegevaters völlig irritiert, spricht nichts, schlägt sich den Kopf am Schreibtisch an, die Sozialarbeiterin löchert die Mutter zwischendurch mit Fragen. Als das Kind die hingehaltene Jacke ergreift, wird der Kontakt sofort abgebrochen, das Kind wolle gehen. Als die Mutter dann noch schüchtern Einsicht in den Mutter-Kind-Paß nehmen will, rastet die Sozialarbeiterin aus und beginnt vor dem Kind zu schreien und zu drohen. Kindgerecht bis ins letzte Detail.

Ich sehe mich inzwischen etwas um. Ach ja, der Mutter war vorgeworfen worden, sie rauche und gefährde dadurch das Kind. Der Wagen des Pflegevaters wirkt innen völlig verschmutzt, mehrere Zigarettenpackungen liegen herum. Das Haus der Pflegeeltern in Kleinwarasdorf scheint ein wenig verwahrlost, gleich daneben ein teilweise verfallenes Anwesen, mit rostigen Autowracks. Gegenüber toben sich mehrere Hunde aus. Alles in allem, sehr einladend für ein kleines Pflegekind.

Wie aktuelle Befunde zeigen, brachte die Fremdunterbringung des Kindes bereits erkennbare Erfolge. Hieß es noch 2006, das Kind sei altersgemäß entwickelt und waren alle ärztlichen Befunde unauffällig, so änderte sich das Bild deutlich. Ein Jahr nach Abnahme wird nun festgestellt, disharmonisches Gedeihen, emotionale Irritabilität, motorische Unruhe und eine Sprachentwicklungsverzögerung. Außerdem ist das Kind sichtlich abgemagert, mit ärztlich bestätigter deutlicher Gewichtsreduktion. Man kann richtig greifen, daß die Fremdunterbringung dem Kind ja wohl nur gut getan haben muss.

Wie soll es weitergehen? Das Fehlen eines wirklichen Abnahmegrundes und der Zustand des Kindes verlangen jedenfalls eines: raschest mögliche Entfernung von den Pflegeeltern und Rückführung zur eigenen Familie. Die Eltern sind auf Betreuung und Unterstützung ansprechbar, wenn man ihnen nicht mit Zwang und Drohungen kommt.

Weiter oben wird man sich auch ernsthaft Gedanken über den Zustand des Jugendamtes Oberpullendorf machen müssen. Die zuständige Sozialarbeiterin und Referatsleiterin mag Qualitäten besitzen, definitiv aber nicht für den Bereich Jugendwohlfahrt. Ihr geht es, wie leider allzu vielen ihrer Kollegen, merkbar eher um Kriegsführung und das Ausspielen persönlicher Macht, gegen den bösen Feind Eltern. Kindern dürfen solche Sozialarbeiter und ihre Willkür nicht zugemutet werden.

Und wer prüft die Pflegefamilien? Etwa dieselben, die mit ihnen im sehr einträglichen Bereich der Kindesunterbringung in Geschäftsbeziehungen stehen? Auch dieser Dunkelgraubereich sollte einmal genau durchleuchtet werden, vor allem die Geldflüsse.

Fazit: Das Kind ist erst zwei Jahre alt. Noch kann man die eingetretenen Schäden beheben.

20 KOMMENTARE

  1. Ich glaube das Mass ist zu lange schon zu voll. Die sog. Jugendwohlfahrt in Österreich gehört meiner Meinung nach einmal aufs genaueste durchforstet und überprüft, ich weis von zig Fällen, die ähnlich verlaufen oder verlaufen sind. Ich kenne ehemalige Pflegekinder, die sich noch nicht einmal mehr an die Vornamen ihrer Geschwister erinnern können, es sind sehr viele und sie alle sind psychisch am Boden und oft schon seit langem in psychlogischer und psychiatrischer Behandlung. Ich könnte hier auch von mir bekannten 2 Selbstmorden solcher Pfelegekinder erzählen.
    Ich kann nur allen Eltern empfehlen, niemals beim Jugendamt um Hilfe jedwder Art anzusuchen, in den meisten Fällen sehen sie ihre Kinder so gut wie gar nicht mehr!

    Engelbert Dejaco von Aus Liebe zu den Kindern http://kinderhilfe.at.tp

  2. Da ist dringende Hilfe vonnöten. INHR war vor 16 Monaten gerade an etwa 80 Fällen dran, wo sich immer wieder das gleiche Schema abgezeichnet hat. Jugendämter packeln mit Pflegschaftsrichtern, zu hinerfragen sind selbstverständlich auch diverse Helferorganisationen und Gutachter, de Gefälligkeitsgutachten im Sinne des Jugendamtes erstellen.

    Im Jänner 2007 wurde der Verein INHR behördlich aufgelöst und eine unglaubliche Medienkampagne wurde gegen uns gestartet. Diese Vereinsauflösung war ungesetzlich und wurde einzig und allein deswegen gemacht, um mich und alle Beteiligten in ein schlechtes Licht zu rücken.

    Nach nunmehr 16 Monaten ist alles klar: INHR und alle Beteiligten haben sich wohlverhalten, es sind keine strafbaren Handlungen gestezt worden. Die Staatsanwaltschaft hat alles eingestellt.
    Nun kommt es natürlich zu enormen Schadenersatzklagen gegen die Verursacher.

    Das soll nur ein kleines Beispiel sein, wozu Behörden fähig sind, wenn ihnen Aufdecker zu nahe kommen.

  3. Fragwürdiges Spiel:
    Das Jugendamt einer Bezirkshauptmannschaft ist zuständig, Pflegeeltern auszuwählen. Das Jugendamt überprüft deren Eignung und beaufsichtigt sie. Das Jugendamt steuert Zahlungen an Pflegeeltern. Das Jugendamt…
    Sonst niemand?
    Nein. In jedem Bundesland gibt es einen einzigen Beamten für die Fachaufsicht, dessen Hauptauftrag es ist, „seine“ Behörden gegen alle „Angriffe“ abzusichern und zu verteidigen. Was sind Kinder denn schon wert.

    Es war der größte Fehler, gerade die Jugendwohlfahrt in die Bezirke auszulagern. Korruption gedeiht dort, wie eine Hanfplantage im Hinterzimmer.

  4. Leider unterliegen Jugendämter weder in Österreich noch in Deutschland einer externen Kontrolle!

  5. ich komme gerade vom Jugendamt in Oberpullendorf, auch von einer „sehr, sehr netten“ Mitarbeiterin. Kann man gegen eine ungerechte Behandlung den überhaupt etwas machen? Wer ist deren Vorgesetzter? Wo kann man sich beschweren, und wo bringt es auch was? Wer hilft den Eltern wenn es mit dem Jugendamt nicht klar kommt?

  6. Hallo!
    Meine Tochter (8 Jahre) leidet seit ihrer Einschulung an psychischen Problemen.Die Schule hat wegen mangelnder Leistungen das Jugendamt verständigt. Außer einer „Erziehungsberatung“, die nichts half, konnte mir nicht geholfen werden.Ich suchte nach psychologischer Betreuung und war immer kooperativ.Nach ihrer Aufnahme an der Tagesklinik im AKH wurde ihr Zustand kurz besser, verschlimmerte sich aber rapide, nachdem sie nach den Ferien wieder in die Schule gehen musste. Sie verweigerte die Schule und ging gar nicht mehr hin. Ihr Zustand verschlimmerte sich, sie hatte ernsthafte Anzeichen einer psychischen Erkrankung. Ich kümmerte mich sehr um sie, ging mit ihr zu ihrer Therapeutin, versuchte vergebens mehrmals eine Aufnahme im AKH auf der Neuropsycholog.Klinik zu bekommen.Niemand konnte/wollte mir helfen.Ihr Verhalten wurde immer aggressiver/autoaggressiver bis sie eines Tages unbemerkt in ihrem Zimmer Feuer legte.Nun war plötzlich ein Platz im AKH frei. Die Diagnose lautet: polymorphe Psychose.Der Auslöser ist unklar.Ich war immer für mein Kind da, förderte es wo es nur ging und machte mehr als viele andere Eltern. Das Jugendamt möchte nun trotzdem meine Tochter in eine WG stecken.Ihr Urteil lautet: ich sei labil. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Was kann ich tun?

  7. Das System krankt daran, daß jeder meint, das Jugendamt sei für Kinder zuständig und man müsse diesem Amt alles melden. Das Gegenteil ist meist der Fall: mit den Meldungen an das Jugendamt verschlimmert sich oft die Sache.
    Katja, das Jugendamt HAT Ihnen Unterstützung zu bieten, auch in Richtung einer Thearpie für Ihre Tochter. Wenn das Jugendamt meint, Sie seien labil (etwas, das Sozialarbeiterinnen aufgrund ihrer Ausbildung nicht einmal ansatzweise beurteilen können), soll sich das Jugendamt an das Gericht wenden. Der einzig zulässige Weg.
    Ein psychisch krankes Kind in eine WG zu stecken, kann eigentlich nur jemandem einfallen, der ebenfalls nicht gesund zu sein scheint. Meine Meinung.
    Ob Sie sich selbst etwas vorwerfen können, ist eine andere Frage. Sicher keine leichte, bei einem kranken Kind. Offen ist natürlich auch, was sagt der Vater dazu?

  8. 2005: Nervenzusammenbruch durch die ständige Überbelastung mit Haushalt, 3 Kindern, zu kleine Wohnung, Finanzen, etc. Folge: mehrere lange Krankenstände, 3-maliger Aufenthalt in der CDK und dem Entschluss für 1 Jahr unbezahlt in Karenz zu gehen, damit ich meinen Arbeitsplatz nicht durch den langen Krankenstand verliere. Außerdem gefolgt von Depressionen, Panikattacken. etc. Ärztlicher Befund: rezitivierende Depression, die ich aber durch Therapie-Gespräche und Medikamente gut im Griff habe.
    2006: war ich tagesklinisch in der CDK und mir ist es noch sehr schlecht gegangen. Daher habe ICH (ca. im Oktober) den Kontakt zum Jugendamt aufgenommen um Hilfe für die Kinder zu bekommen. Mein jüngstes Kind wurde zu diesem Zeitpunkt bereits auffällig – verbal und nonverbal äußerst aggressiv.
    2007: (im März) wurde eine sogenannte familienpädagogische Betreuung in der Familie installiert, die absolut nichts gebracht hat. Sie wurde auffälliger und auffälliger. Sie hat die Schule nicht mehr regelmäßig besucht und sie wurde immer aggressiver. Ich habe dann einen Termin für sie bei einer Therapeutin ausgemacht, der mir von meiner für mich zuständigen Sachbearbeiterin vom Jugendamt, ABGESAGT wurde. Nachdem sie immer aggressiver wurde, habe ich sie in die CDK gebracht. Vorschlag des Jugendamtes: Verena in ein Internat. Verena selber wollte in das Internat und daher habe ich dann gegen besseres Wissen zugesagt. Der Internatsbesuch war für Verena einfach nur schrecklich. Sie ist auch dort äußerst aggressiv und auffällig geworden.
    Ebenfalls 2007 bin ich eine größere Wohnung in Hallein gezogen – ohne Hilfe des Soz.Amtes und bin seither völlig überschuldet. Begründung des Soz.Amtes für die nicht gewährte Hilfe: 46 m² sind 1. groß genug für 4 Personen und 2. wurde das Bad und der Vorraum nicht mit einberechnet, so, dass die Wohnung größer als die angegebenen 46 m² ist. Sie dürfte tatsächlich mehr als 4 m² mehr haben….
    2008: Wir haben Verena nicht mehr ins Internat zurückgebracht, sondern in die CDK.
    Vorschlag vom JA: Verena ins KIWI (Kinderkrisenstelle) zu bringen. Dem habe ich zugestimmt, weil ich endlich wissen wollte, WAS mit meiner Tochter überhaupt los ist und wie ich ihr am besten helfen kann. Sie hat sich gegen die Aufnahme im KIWI extrem gewehrt (verbal, nonverbal). Ich durfte sie NICHT mehr von dort mitnehmen, mein Exmann wurde angerufen. Sie musste mit ihm mitfahren – und hat von ihm derart Schläge bekommen, dass sie blaue Flecken hatte. Auf Anraten vom JA habe ich ihn angezeigt, weil ich mich strafbar mache, wenn ich das weiß und nichts unternehme. Die Anzeige hat nichts gebracht, außer, dass mein Exmann und ich noch weiter auseinanderdividiert wurden. Ich habe um eine Mutter/Kind-Aufnahme in der CDK gebeten. Am 25.2.2008 wurden wir in der CDK gemeinsam aufgenommen. Die 2 Buben im Alter von damals 17 und 12 Jahren hätten in dieser Zeit bei ihrem Vater sein sollen, was das JA ebenfalls GEWUSST hat. Am 6.3. hatte ich einen Termin beim Soz.Amt in Hallein bei dem ich regelrecht vom JA und einer Sachbearbeiterin des Soz.Amtes abgefangen und gezwungen wurde, SOFORT einen Hausbesuch zu genehmigen. Die Buben haben zu diesem Zeitpunkt zwar bei ihrem Vater geschlafen und die Schule besucht, aber untertags waren sie bei mir. D.h. es sah dementsprechend aus. Mir wurde auf die Minute das Sorgerecht für die Kinder entzogen wegen „Gefahr im Verzug“. Das ich gute 2 Wochen nicht da war wurde nicht mal ignoriert!
    Ich selber war noch bei meiner Tochter in der CDK, wo ich aber entlassen wurde, weil nur mehr darauf geschaut wurde, dass sie den Übergang in eine WG gut schafft, aber nicht mehr darauf, was überhaupt los ist mit ihr (…. Verena, du musst deiner Mama Zeit lassen, damit sie ihren Mist wegräumen kann uä…). D.h. die Familientherapie, die wir endlich in der CDK begonnen hatten, wurde auf die Minute abgebrochen. Es wurde ein psychologisches Gutachten bei Herrn Dr. Egon Bachler (ist vielleicht sogar bekannt??) erstellt. Er hat dafür plädiert, dass die Kinder wieder zurückgeführt werden, weil sonst weitere Schäden bei den Kindern zu befürchten sind. Im Juli 2008 war Verhandlung, die wir gewonnen haben.
    Verena war den ganzen August mit ihrem Vater und einem Teil seiner Verwandtschaft in Griechenland und ab September in der Schule. Es hat nicht lange gedauert, bis wieder Probleme mit ihr aufgetaucht sind. Sie besuchte die Schule nicht mehr regelmäßig, hatte starke Suizidgedanken, etc. Außerdem bekam sie eine Anzeige von zwei ihrer Schulkolleginnen, die sich angeblich vor ihr fürchteten. In diesem Zusammenhang war es schade, dass Verena noch nicht strafmündig ist, weil sonst herausgekommen wäre, dass es genau UMGEKEHRT war. Ich habe wieder um Aufnahme in der CDK gebeten und mit der Direktiorin der Schule wurde abgesprochen, dass Verena so lange daheim bleibt, bis sie in die CDK kommt.
    2009: (Februar) Aufnahme in der CDK. Befund: ohne Befund…. und mit dem Ratschlag, Verena in eine WG zu geben. Grund: Es ist zu befürchten, dass Verena wieder depressiv wird, wenn sie daheim bleibt.
    D.h. ich habe jetzt auch eine Anzeige, dass ich sie nicht in die Schule bringe.
    2009: (Mai) Habe mich abermals unbezahlt karenzieren lassen (müssen), damit endlich Ruhe in der Familie einkehren kann. Nach dem Klinikaufenthalt war Verena 3 oder 4 x nicht in der Schule. Woraufhin wir einen Termin beim JA bekommen haben. Nachdem Verena gehört hat, dass das JA beschlossen hat, sie in eine WG zu bringen, war sie überhaupt nicht mehr dazu zu bewegen, in die Schule zu gehen. Ihr war definitiv das Damoklesschwert WG zu viel. Natürlich wird MIR der Vorwurf gemacht, nicht mal dazu instande zu sein, meine Tochter in die Schule zu bringen (klar, ich bin ja „labil“). Dass sie fast panisch vor lauter Angst ist, von mir wegzukommen…. wen interessierts???
    Am 11.5. haben wir uns die WG angeschaut, die für Verena vorgesehen wäre. Am 12.5. hätten wir dieser „freiwilligen“ Erziehungsmaßnahme zustimmen sollen, was wir nicht gemacht haben. Keine 24 Stunden später hatte ich bereits den ersten Kontrollbesuch vom Soz.Amt, ob bei mir daheim eh alles passt…. Was an dieser „freiwilligen“ Erziehungsmaßnahme freiwillig ist, weiß ich nicht. Mir scheint ausgerechnet diese Gehirnzelle um die Frewilligkeit dieser Maßnahme zu begreifen zu fehlen. Tatsächlich ist es nämlich so: entweder man unterschreibt eben „freiwillig“ oder man hat wieder eine Sorgerechtsverhandlung am Hals. So eine Sorgerechtsverhandlung trägt ja allgemein viel dazu bei, dass Ruhe in Familien einkehren kann…. (Bitte entschuldigen Sie meinen Sarkasmus)

    Erst heuer habe ich erfahren, was mir eigentl alles von der CDK vorgeworfen wird. Allerdings war die Situation derart verfahren und eine derartige Missstimmung da, dass ich das nicht mehr selber klären konnte. Ich habe nicht mal mehr einen Termin bei ihm bekommen! Gott sei Dank hat mich meine Therapeutin voriges Jahr auf meinem Weg begleitet und wusste einiges. Sie hat ihn mir angerufen und einige Dinge klarer stellen können. Jetzt haben wir wenigstens am 23. JUNI einen Termin bei ihm. Ich kann nur hoffen, dass der Termin rechtzeitig genug ist um VOR der bevorstehenden Sorgerechtsverhandlung noch mehr bestehende Missverständnisse etc. aus dem Weg zu räumen. Das Traurige daran ist, dass ich weder weiß, wie diese „Missverständnisse“ zustande kamen – vermuten kann ich nur, dass da das JA einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat – und die ja auch in diesem „Gutachten“ von Herrn Dr. Bachler zwar nicht ausdrücklich drinstehen – sonst hätte ich das bereits voriges Jahr klären können – aber sehr wohl die Meinung beeinflusst haben. Auch der Richter hört uns auf Grund dieser „Missverständnisse“ nicht mehr zu. Wobei ich mir gerechterweise auch vorstellen kann, dass er sehr unter Druck steht, weil es eben um Kinder geht.

    Die Meinung der CDK über mich: ICH habe jegliche Therapievorschläge abgelehnt, ICH war gegen die Familientherapie, ICH habe Verena bereits nach einer Woche und ein bisschen jammern ihrerseits aus dem Internat genommen (was NICHT stimmt) – soll heißen, ICH bin inkonsequent, ICH habe mich selber aus der CDK entlassen, ICH mache meine Tochter zu einem psychischen Krüppel, ICH lehne jegliche Hilfe ab etc. Wenn ich daran denke, wo ich überall hingerannt bin, um endlich Hilfe für sie zu bekommen und dann werden mir diese Vorwürfe gemacht….
    Anhören durfte ich mir in den letzten Jahren auch: ich soll mich doch bitte entmündigen lassen, wenn ich es nicht schaffe, Termine beim Soz.Amt einzuhalten, mir kann man nicht vertrauen, ich lüge und betrüge sowieso, warum ich mich so an meine Tochter klammere, sie WILL in die WG und ICH lass sie nicht (das zB wusste die Sachbearbeiterin vom Soz.Am „ganz genau“), das Soz.Amt wird mir jetzt soweit es rechtlich nur irgend möglich ist, auf den Pelz rücken – soll heißen: ich werde jetzt jede Woche kontrolliert und mein Haushalt MUSS 110 %ig in Ordnung sein weil ich ja eh nichts anderes mehr zu tun habe, und ich ja genau deswegen in Karenz gegangen bin…
    Ich weiß nicht genau um wieviel wir UNTER der Armutsgrenze liegen, weil ja Schulden, bzw Ratenzahlungen mein Problem sind. Aber es sind sicher mehr als € 400,– im Monat, die wir DARUNTER sind. Wen interessierts???? Ich bin ja „nur“ Mutter…
    Lt. Jugendamt ist sogar unsere jetzige Wohnung zu klein, lt Soz.Amt wäre ich doch viel glücklicher und mir und den Kindern ginge es viel, viel besser, wenn ich in der „alten“ Wohnung geblieben wäre…. Wer von den beiden Behörden hat jetzt bitte Recht? Viell. hätte ich es so machen sollen: ganz einfach beide Wohnungen mieten – dann sind beide Behörden zufrieden. Oder etwa doch nicht???

    Ich, bzw. WIR sind emotional und finanziell am Ende – nein, stimmt so nicht ganz. Bissl tiefer geht immer noch: wir haben ja die Sorgerechtsverhandlung, bei der ich ausgesprochen „gute Chancen“ habe, sie zu verlieren, und ich hab ja noch immer eine Wohnung, aus der man delogiert werden kann… Wie heißts so schön: ich bin „besitzbelastet“… Das wird sich doch wohl ändern lassen??? Tja, selber Schuld, oder? Was suche ich auch um Hilfe an?
    Ich kann zu dem Ganzen nur eines sagen: wir sind wirklich VERZWEIFELT und schön langsam geht sogar mir die Puste aus und ich bin am Ende. Naja, kein Wunder, der Ruf, der mir anhaftet, ist ja, dass ich „krank“ bin…. – wer jemals in der CDK wegen Depressionen war, weiß wovon ich spreche. Wobei „krank“ nicht genau definiert wurde. Es kann sein, dass ich schizophren, geisteskrank, paranoid, krankhafte Lügnerin bin, Grippe oder Krebs habe. Krank bin ich jedenfalls.

    Es ist ein derartiger „Wurm“ in dieser ganzen Sache. Ich weiß einfach nicht, wie ich mir helfen soll. Es hört einem buchstäblich niemand zu. Momentan sieht es so aus, als ob ich meine Kinder verliere, weil ich mir keinen Rechtsanwalt leisten kann!

    Warum gibt es also keine Lobby für Mütter??? Auf der einen Seite verstehe ich das natürlich. Man kann es sich in seinen schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen, wie demütigend es ist, so auseinandergenommen zu werden und wie sehr die Behörden bei Fällen wie mir zusammenarbeiten um sich quasi einen Fall „zurechtzuzimmern“.

    Mit freundlichen Grüßen – und der verzweifelten Bitte uns zu helfen:

    Eine Mutter

  9. Ich weiß zwar nicht, was CDK ist. Doch klingt das ganze nicht unbedingt nur nach Behördenfehlern. Bei überlasteten Alleinerzieherinnen muss man schon fragen, weshalb sie alleinerziehernd sind. Und damit überfordert, versteht sich.

  10. CDK = Nervenklinik in Salzburg. Hingebracht habe ich meine Tochter, weil sie sich zum ritzen angefangen hat. Warum sie sich und ihrem Körper das antut weiß keiner. Mittlerweile habe ich meine Tochter in einer WG untergebracht, weil der finanzielle Druck nicht mehr auszuhalten war – was wiederum zusätzlich meine Tochter noch mehr belastet hat.
    Ich denke nicht, dass es wichtig ist, warum jemand alleinerziehend ist. Ich für mich kann nur sagen, dass wir – trozt allem – besser ohne meinem Exmann dran waren. Es gibt unerträgliche Ehen – und da hat ein verantwortungsbewusster Mensch zu gehen (wenn zB der Partner Alkoholiker, drogenabhängig, Schläger… was auch immer ist). Egal ob Mann oder Frau. Vor allem dann, wenn Kinder betroffen sind!

  11. Warum jemand alleinerziehend ist, muß nicht immer wichtig sein. Daß jemand alleinerziehend ist, allerdings schon. Wenn die ganze Geschichte da oben wirklich so passiert ist, wundert es sehr, wenn das Jugendamt die Kinder nicht schon längst auf Nimmerwiedersehen entfernt hätte. Bei anderen Fällen – siehe oben bei Lydia – brauchten die nicht einmal einen Grund dafür.
    Unterbringung in einem Heim, „WG“ genannt, als billigere Lösung? Glaube ich nicht. Diese Unterbringung kostet pro Monat (und pro Kind) so um die 3500 bis 4500 Euro, die vom Sorgeberechtigten zu ersetzen sind. Wie geht das, mit 400 Euro unter dem Minimum?
    Ich glaube, da würde auch kein Rechtsanwalt helfen können/wollen, besonders wenn man noch nicht einmal einen beantragte. Lobbies für Alleinerzieherinnen gibts schon genügend. Die nützen aber den Kindern nichts. Da ist mehr als nur ein Wurm drin.

  12. Ja, die Geschichte ist so passiert wie oben beschrieben und ja, ich war bei einem Rechtsanwalt wegen dieser ganzen Sache. Deren Meinung: die Behörde hat einen Fehler nach dem anderen MIR gegenüber gemacht. Und? Was hilft mir und meiner Familie das wenn ich den RA nicht bezahlen kann???
    Und es stimmt schon, dass ich wirklich zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig habe – warum auch Vater Staat die Unterbringung bezahlen muss. Es sieht für mich so aus, als ob das die „billigere“ Lösung wäre, als menschlich und auch finanziell zu helfen. Ich weiß nicht, wie man das jemanden verständlich machen soll, was das für eine Familie heißt, ständig ums überleben kämpfen zu müssen. Am Ende des Monats oft nicht mehr zu wissen, was man kochen soll, im Sommer hoffen, dass KEIN schönes Wetter ist, weil man den Eintritt fürs Freibad nicht bezahlen kann, etc. und wie belastend so eine Situation auch für Kinder ist! Ich bin mein ganzes Leben lang arbeiten gegangen, bin aber durch diese ganze Sache dermaßen abgerutscht (finanziell), dass ich Jahre brauchen werde um da wieder rauszukommen. Ich hatte in meinem Leben „vor JA“ sogar mal ein Auto…. tja… Genau deswegen betone ich das mit einem gewissen Sarkasmus, dass es sicher billiger ist, die Kinder fremdunterzubringen – trotz der Meinung des gerichtlich beeideteten Sachverständigen, dass weitere Schäden bei den Kindern zu befürchten sind…. Helfen kann man sich wie? Gar nicht! Und ja, da ist ein Wurm drin!! Wie der bei mir und auch bei anderen Familien enstehen kann??? Ich weiß es nicht… Frau geht arbeiten, bemüht sich um ihre Kinder, versucht wirklich ihr Bestes …. und steht auf einmal vor einem Scherbenhaufen, den natürlich sie zum entsorgen hat….
    Alleinerziehend war ich deshalb, weil Kinder Zeit brauchen um sich von einer Scheidung zu erholen und ich nicht der Meinung bin/war, dass ich ihnen sofort jemand zumuten hätte können. Das hätte Zeit gebraucht – die wir nicht bekommen haben. Tja.

  13. Das „Alleinerziehen“ wurde da kräftig missverstanden. Den Kindern jemanden anderen zuzumuten, war nicht gemeint.
    Schon einen Antrag auf Verfahrenshilfe gestellt?
    Wer war der Sachverständige?
    Kinder- und Jugendanwaltschaft gefragt?

    Tut mir leid, Daniela, aber es klingt so, als ob nicht nur bei den Behörden etwas schiefgelaufen wäre.

  14. Verfahrenshilfe gibts in solchen Fällen nicht, weils kein Strafverfahren ist.
    Sachverständige war Dr. Egon Bachler und die Kinder- und Jugendanwaltschaft hat mir geraten doch ein gutes Einvernehmen mit dem Jugendamt herzustellen. Kämpfen bringe rein gar nichts….
    Ja, es ist alles schief gelaufen, was grad nur schieflaufen kann. Was aber auch damit zu tun hat, dass man 1. massiv unter Zeitdruck steht; 2. ich persönlich noch nie von sowas betroffen war und daher nicht wusste, an wen man sich wenden kann – allein das herauszufinden hat seine Zeit gedauert. Und 3. hab ich von allen Seiten gehört, dass ich sowieso keine Chance gegen das JA hätte und ich solle doch bitte aufgeben – was nicht gestimmt hat! Voriges Jahr die Verhandlung habe ich quasi mit links gewonnen, weil mir einfach nichts vorzuwerfen war! Heuer hab ich aufgeben müssen, weil ich finanziell so am Ende bin. Daher kommt mein Sarkasmus, dass es sicher „billiger“ ist, Kinder fremdunterzubringen….
    Ahja, als Sahnehäubchen obendrauf: lt. JA bin ich eine ausgesprochen gute Mutter, die eine extrem gute Beziehung zu ihren Kindern hat, was heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Wenigstens da waren das JA und ich einer Meinung….

  15. Hallo,Daniela,wenn ich mir so deine Lebensgeschichte durchlese,krieg ich nur einen grösseren Hass auf die scheiss,unnötigen Jugendämter.Hast du jetzt deine Kid´s bei dir,oder nicht?Wenn nicht, kann von Seiten der Jugendwohlfahrt ja locker so eine Meldung, von wegen guter Mutter kommen!Ich hoffe,du schreibst weiter,ich verfolge deine Geschichte, denn ich bin auch ein Leidensgenosse von dir.Halt durch,liebe grüsse Brigitte

  16. Hallo Brigitte!
    Meine Tochter ist mittlerweile in einer WG – wo es ihr zugegebenermaßen jetzt relativ gut geht. Zumindest sie ist jetzt endlich aus diesem ganzen Wirbel draußen und hat ihre relative Ruhe, was ihr mit Sicherheit gut tut. Mein Sohn ist zwar daheim, aber man wird sehen, wie lange noch. Der nächste Besuch des Jugendamtes steht mir bevor… Aber ich habe nicht vor aufzugeben!! Die Meldung, dass ich eine gute Mutter sei ist zynischerweise voriges Jahr in dem ganzen Sorgerechtsverfahren gefallen.
    Gehört hab ich auch , dass ich zwar eine gute Mutter bin, aber anscheinend nicht das Beste für meine Kinder will – sonst würde ich dem ganzen Sorgerechtsentzug nämlich zustimmen! Diese Meldungen sind derartig oft gefallen, dass ich an mir selber zu zweifeln begonnen habe. Ich war wirklich im Zweifel, ob ICH auf dem richtigen Weg bin – oder doch das Jugendamt?? Gott sei Dank sind mir Zweifel an meinen Zweifeln gekommen und ich habe doch gekämpft. Heuer hab ichs leider nicht mehr geschafft. Letztendlich hat doch das JA einen Teilsieg errungen. Wie gesagt: meine Tochter ist bereits in einer WG. Wie sehr man unter Druck gesetzt wird, kann sich kein Mensch vorstellen, der nicht selber in so einer Situation war – und auch in welches Eck man gedrängt wird, wo man einfach nicht hingehört. Ich bin und war noch nie asozial, Säuferin, Drogenkonsumentin oder sonstiges. Nur eine ganz normale, durchschnittliche Frau und Mutter! Ich wünsche dir ganz, ganz viel Glück Brigitte!! Gib ja nicht auf! Und wenn du noch so viel negatives von wem auch immer hörst…. Gib ja nicht auf!!! Auch Mütter haben eine Chance!
    glg

  17. Hallo,Daniela,vielen dank für deine weiteren Zeilen.Ich wünsch Dir vom Herzen(daumen drück),das sie Dir wenigsten deinen Sohn lassen.Und glaube mir eines,ICH kann dich am besten verstehen,mir ging und geht´s so wie dir,dieses Selbstzweifeln an sich selber,dieses grübeln.ist villeicht doch was dran, an diesen Vorwürfen seiten des Jugendamtes?Mach ich doch alles falsch?U.s.w….Das reden sie uns so derartig ein(darauf sind die psychologisch trainiert),bis sie uns dort haben, (wo sie uns haben wollen),nähmlich ganz ,ganz unten.Und dann können die endlich agieren,uns zu unsinnigen Auflagen zwingen,unser leben zu kontrollieren,Nachforschen über deine Schulden, über deine Verkehrsstrafen,wie oft und warum du in einer Klinik warst.oder gar die unangemeldeten Hausbesuche,wo sie sich wünschen, eine verdreckte Wohnung(vlt.unmengen leerer Schnapsflaschen herumstehen) vorzufinden.Man traut sich oft gar nichts sagen oder gar zu rauchen vor denen,mit der Angst sich ein minus einzuhandeln oder der Befürchtung(Berechtigt)das die wieder mal einen Bericht schreiben,der verlogen ist.Schlicht und einfach,sie haben dich in der Hand,wie Willenlose Wesen.Alles nur ´perverse Machtspiele von denen, denn muckst du einmal auf,heisst es dann schon=Na, wenn das so ist, dann muss ich mir schon eine Rückführung überlegen!!!!!!!Jetzt ist es bei mir anders,ich spiele dieses nicht mehr mit,ich füge mich nicht mehr,lasse niemanden vom Jugendamt in mein Haus,verweigere jede Zusammenarbeit (Kontrolle) und Auflagen von denen,denn ich hab mich jetzt 2JAHRE von denen verarschen lassen,nun ist Schluss!!!! Alles nur mehr gerichtlich,obwohl traurigerweise dazu gesagt werden muss,das die auch nur ungelesen ihren Stempel draufdrücken.Aber alleine das Wissen schon,das die Mehrarbeit leisten dürfen über mein nicht gefügiges Verhalten,das den Gerichten irgendwann mein Name bekannt vorkommt, das ist mir die Sache wert!!!!!Ich gebe nicht auf,denn es ist MEIN KIND,Ich habe es geboren und grossgezogen,und es wird mein Tag kommen,wo ich für die verlorenen Jahre Schadenersatz bekomme,OHNE JUGENDAMT, von einem Gericht,das mit Herz und Verstand entscheidet!Ich glaube fest daran!!Liebe Daniela,mein Leben momentan wird dir sicherlich nicht unbekannt sein,oder?Schreibe bitte weiter,je mehr Menschen über ihr Schicksal berichten,umso grössere Chancen für uns ,und Chancen für all diejenigen,die Vorurteile gegenüber uns haben(wie zb.das Jugendamt hat euch nicht ohne Grund die Kid´s abgenommen u.s.w.)Damit auch die ein Bild bekommen, wie es wirklich läuft,damit auch die erfahren,um was es den Jugendämtern überhaupt geht.Ich wünsche dir und mir,und allen andereren,deren Familien getrennt worden sind endlich Gerechtigkeit, denn wie heisst es so schön?Die Gerechtigkeit wird letztendlich SIEGEN!!! Liebe grüsse an alle und vor allem dir,Daniela!

  18. WIE und WO kann man sich gegen das JA wehren? Ums Kindeswohl gehts da überhaupt nicht! Wenn ich mir anschaue was die mit meiner Freundin machen…ich könnte es nicht glauben!!! Ist man kritisch und sagt offen seine Meinung (Wahrheit od. Fragen) ist man „unkooperativ“. Ihr wurde das Neugeborene nach 3 Wochen weggenommen, weil sie 15 Min. zu spät zum Termin kam (und vor verschlossenen Türen stand)! Aber es gab bereits eine Vorgeschichte dazu wo herauskam daß die JA-Mitarbeiterin bewußt falsche Aussagen zu Protokoll gab! Meine Freundin hatte Angst dagegen etwas zu unternehmen, da sie befürchtete „wenn“ sie aufmuckt, machen sie ihr das Leben zur Hölle! Wir haben 3 Anwälte befragt: Keiner von denen traute sich gegen das JA anzutreten. Die Mutter ist völlig verzweifelt, glaubt verrückt zu werden. Weiß jemand „Wie“ und mit „was“ man sich wehren kann? Sie hat bereits das Spital, den Oberarzt, die ganze Station hinter sich. Die verhandelten sogar mit dem JA, keiner konnte verstehen „warum“ es „so“ gehandhabt wird. Sie ist „leider“ auf alle Vorschläge eingegangen, weil sie hoffte ihnen damit beweisen zu können, das sie alles unternimmt um als gute Mutter gesehen zu werden. Das Gegenteil ist eingetreten!
    Es muss doch Möglichkeiten geben? Wär schön würde ich einen Rat bekommen. Schön langsam wird meine Freundin echt verrückt.

  19. Hallo Frau Lehner!
    Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung nur sagen: bitte SOFORT zum Volksanwalt zu gehen, bzw. anzurufen!!! Es dauert seine Zeit, bis die sich dort darum kümmern können, daher bitte wirklich sofort dort anzurufen!!
    Ich kann mir gut vorstellen, wie es Ihrer Freundin geht und wie hilflos sie sich fühlt. Ich wünsche ihr ganz viel Kraft – und sie soll ja nicht den Glauben an sich selber verlieren. Die „schlechteste“ Mutter ist besser, als die beste Fremdunterbringung!
    glg

  20. Hallo!
    Ich hab schon vor einiger Zeit mal hier geschrieben. Zu unserer Geschichte. Ich lebe mit meinem Partner und seinen 2 Kindern seit ca. 2 Jahren in einer Patchworkfamilie. Ich selbst habe auch einen Sohn aus erster Ehe. Seine beiden Kinder haben die Mutter das letzte Mal im mai 2009 gesehen (da nur der Sohn und das für 5 min). Ich möchte nur dazu sagen, der mangelhafte Kontakt zur Mutter ist dadurch entstanden, dass sich die Mutter nicht mehr gemeldet hat. Sie hat wieder ein Kind bekommen und hat für die anderen beiden „keine Zeit“ mehr – wie es scheint. Die kindesmutter wäre auch verpflichtet Alimente zu bezahlen, macht sie aber nicht. Jetzt die Aussagen vom JA und vom Bezirksgericht:
    – Alimente sind nicht zumutbar, da sie in Karenz ist und nur Kranzgeld bezieht,
    – Besuchsrecht, vielleicht ist ihr was „dazwischen“ gekommen
    -Anrufe, hatte sie eine Telefonnummer?
    – usw.
    Sind wir uns doch ehrlich, ich bin auch Mutter, aber ich möchte keine Woche von meinem Kind getrennt sein. Wenn ich mein Kind sehen will kommt mir nichts „dazwischen“. Hab ich keine Telefonnummer, dann besorg ich mir die eben.
    Kann denn diese Mutter tun und machen was sie will??
    Es gab eine Zeit da haben die Kinder gefragt, aber jetzt nicht mehr. Ich glaube sie haben einfach aufgegeben!
    Die beiden sind doch erst 6 und 8 Jahre alt!!!
    Und was sagt das JA: SIE IST ABER DIE MUTTER!!!!
    Jetzt haben wir aber eine andere Betreuerin (oder wie es auch immer richtig heist) vielleicht ändert sich ja was. Vielleicht …..

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