Justin und die Super Nanny

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Wie jeden Mittwoch zelebriert uns Super Nanny Katharina Saalfrank via RTL Möglichkeiten für ein besseres Miteinander in der Familie. Während Anfangs der stille Stuhl und zappelige Kleinkinder das Format geprägt haben, erleben wir heute wissenswerte Alternativen.

Vergangenen Mittwoch aber war alles anders. Wir haben einen klugen, aber zertrümmerten 7-jährigen erlebt. Von der eigenen Mutter seelischen Höllenquallen und körperlichen Torturen ausgesetzt. Wir haben aber auch zeitgleich die Ohnmacht einer Behörde hautnah verspürt.

Nun kehren sie wieder, die Diskussionen um überforderte Mitarbeiter, in den Himmel ragende Aktenberge.

Justin und die Super Nanny bekommen hingegen auf Druck des Fernsehens eine schnelle Lösung serviert – die Pflegefamilie gleich um die Ecke – so kann Justin seine alte Schule weiter besuchen und zu Mama ist es nicht weit.

Doch die Realität sieht anders aus, wie oft von Xlarge dokumentiert, wenn Jugendämter mit Willkür nach Kindern greifen, des Vermögens wegen ganze Familien zerreißen. All das, um gewinnbringende Betreuungsplätze in Pflegefamilien und Kinderdörfer zu bedienen.

Was niemand weiß, was keiner zum Thema „Justin und die Super Nanny“ ansprach, ein solcher Pflegeplatz bringt den Pflegeeltern pro Monat rund 1.800,00 Euro und beispielsweise den SOS Kinderdörfern rund 7.000,00 Euro pro Monat und Kind. Vielleicht wäre es gut, wenn derart lukrative Plätze gerade jenen Kindern zu Teil werden könnten, die, wie Justin, dringend einen solchen Pflegeplatz benötigen.

Im konkreten Fall hätte die Mutter wohl keine 1.800,00 Euro pro Monat über, die verständlicherweise laut Jugendhilfegesetz von den leiblichen Eltern bezahlt werden sollten. Der Vater wohl auch nicht, er sah seinen Sohn Justin zuletzt im Sommer, dann brach der Kontakt zwischen Vater und Sohn ab. Warum? Diese Frage wird uns RTL wohl schuldig bleiben.

Justin und die Super Nanny – Eine Situation mit vielen Fragezeichen. Nur eines ist gewiss: viele neue Medienberichte, vordergründig über das akute Leiden eines 7-jährigen Jungen im Spagat zwischen TV-Öffentlichkeit und familiärer Privatsphäre. Die Hintergründe aber über Ursachen und das Krebsgeschwür eines Systems voller Willkür, wollen wir, wie so oft, nicht wahrhaben.

4 KOMMENTARE

  1. Ich bin immernoch zutiefst erschüttert .Ich habe überhaupt keinerlei Verständnis für die Mutter. Das sie selber eine schlimme Kindheit hatte, ist nur eine Ausrede. Gerade dann muss man seinen Kindern was besseres bieten (mehr Liebe). Justin tut mir immernoch schrecklich Leid. Ich würde ihn so gern umarmen und ich wäre bereit ihn zu mir zu holen, wenn das ginge. Habe selber 3 Kinder.

  2. Ich fand es erschrcken wie das Jugendamt eine Mutter abwimmelt die Hilfe benötigt.
    Soetwas gehört nicht ins Fernsehn um die Sensationslust der Leute zu stillen.
    Ich habe es auch angeschaut, klar, aber besser macht es das auch nicht.
    Wer schützt jetzt diese Familie vor der Öffentlichkeit. Die Mutter wird nun an den Pranger gestellt und wer schützt Justin davor, daß nun jedes Kind in seiner Schule sein intimstes Leben kennt.
    Soetwas sollte verboten werden, klar gehört das Thema in die Öffentlichkeit, aber nicht so und nicht auf Kosten dieser Menschen.
    Ich habe auch kein Verständnis für diese Mutter und dennoch kann ich nicht beurteilen ob man nach einer Kindheit voller Gewalt und Hass und Missbrauch und unendlicher Angst in der Lage ist seine Kinder mit Respekt und Liebe zu behandeln, vor allem wenn einem beides fremd ist!
    Eine traurige, Tragische Familiengeschichte, nicht nur für den kleinen Justin, den ich übrigens auch am liebsten da raus geholt hätte!

  3. Anscheinent ist es gang und gebe das Jugendämter genau die Leute Abwimmeln die Hilfe brauchen ,bei den anderen kommen Sie nicht rein weil nicht ein jeder so Vertrauensselig ist wie ich.
    Da lauft man Monatelang zur Sozialarbeiterin und auch zur Kinderpsychologin von Jugendamt Graz bittet um Entsprechende Hilfe Monatelang Heist es nein nein nein macht euren Dreck alleine.
    Von uns Bekommt ihr keine Hilfe.
    Aber das der Mann auf allen Vieren durch die Wohnung Krappeln muss weil der Begonnene Umbau nicht Fertig wird, die Lebensgefährtin ist selber Invalide , muss den Mann dauernd zur Seite stehen als ihre Aufgabe für den Haushalt in Ruhe machen zu können, was allerdings gemacht wurde aber mit einen Enormen Aufwand, da zusätzlich bis zu 5 mal die Frau am Tag Dinge kaufen gehen musste die Nötig waren um den Umbau schneller voranzubringen. Auch war es nicht möglich alles liegen und stehen zu lassen da Vater und Mutter 6 Monate am Boden geschlafen haben. doch im dritten Monat der schwere Bandscheibenvorfall des Vaters. Zwar wurde für drei Wochen ein Pflegeplatz Organisiert aber nach drei Wochen wollten die Kinder nach Hause. Die Beamdin von Jugendamt fragte sind Sie sicher das Sie die Kinder nach Hause nähmen wollen <<<< Hallo die Kinder wollten nach Hause ,das ist ihr gutes recht sehr wohl war mir das Anliegen der Kinder wichtiger als wie das wir dann noch mehr in der Fertigstellung gebremst wurden. Doch als ich merkte wir brauchen Kurzzeitig Unterstützung da bat ich um Hilfe und immer wurde das Verweigert man lies uns auflaufen. Das Grazer Jugendamt handelt zum Unwohl unserer Kinder. ZUM UNWOHL UNSERER KINDER handelt das Grazer Jugendamt.
    Der

  4. Der Druck unter dem meine Kinder stehen der von Grazer Jugendamt verschultet wird verstößt gegen das Jugendwohlfahrtsgesetz..
    Das Grazer Jugendamt wird sich mit der Tatsache abfinden müssen das die Pustings kein Ende nehmen werden ,den ihr habt zu Unrecht gehandelt.
    Es ist ganz einfach ein Gemeines Grazer Jugendamt.

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