Kanonenfutter

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Die österreichische Bundesministerin für Landesverteidigung kommt aus dem Bauernbund. Erfahrung in militärischen Belangen und in der Landesverteidigung hat sie keine. Das entspricht der österreichischen Maxime bei Ministerbesetzungen: Frau muss es sein, und wenn möglich keine Erfahrung auf dem jeweiligen Fachgebiet.

Ministerin Klaudia Tanner zeigte sich sofort von ihrer besten Seite. Soldaten, das sind die meist olivgrün, neuerdings gefleckt Gewandeten, sind ihr ein willkommenes Spielzeug. Die Spielfiguren wurden von Tanner unter anderem zur Paketverteilung der Post eingesetzt, für Corona-Tests, für Telefon-Umfragen und sonstige Hilfsdienste. Für all das könnte man Zivildiener verwenden, die unterstehen allerdings einem anderen Ressort und könnten nicht so leicht befohlen werden.

Dort, wo Soldaten einschlägige Dienste verrichten – etwa beim Bewachen von Botschaften, bei Grenzübergängen, oder im Beobachtungsdienst an der Grenze – dürfen sie ihre Dienstwaffen nicht mehr mitnehmen. Das wäre zu militärisch, meint die Ministerin. Also stattete man die zur Unterstützung abgestellten Soldaten mit Pistolen aus, manchmal auch mit Pfefferspray, manchmal auch mit Munition, richtig militärisch.

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Waffenausbildung ist im Bundesheer kaum mehr gefragt. Auf die einfache Frage, wie man die Sicherheit einer Waffe herstellt, kommt fast immer nur ein verlegenes Drucksen. Sturmgewehre sind nicht erwünscht, auch im Grenzdienst nicht, um den zahlreich einströmenden Moslems nicht den Eindruck einer Gefährdung zu vermitteln. Die illegalen Grenzgänger sollen doch nur willkommen geheißen und zum nächsten Hotel geleitet werden.

Militärische Ausbildung? Brauchen wir nicht, meint die Ministerin. Soldaten sollten gegen Corona und Cyber-Kriminalität eingesetzt werden, das ginge ohne Waffen besser. Bilder wie das obige sprechen alle Sprachen. Eine Gruppe Soldaten, mit teilweise zerfetzer Ausrüstung, klammert sich aneinander wie eine Horde Affen. Im Ernstfall würde ein Feuerstoß genügen, um die ganze Gruppe auszuschalten. Tote Soldaten? Darum eben keine Einsätze. Diese extrem mangelhafte Ausbildung zieht sich schon seit vielen Jahren durch das, was vom Bundesheer übrig geblieben ist.

Doch Ministerin Tanner kann noch mehr. Die „Air Power“-Flugshow soll grüner werden. Heißt, auftreten dürfen nur mehr Segelflugzeuge und Flugdrachen ohne CO2-Ausstoß. Die Anfahrt von Schaulustigen mit dem eigenen Auto soll unattraktiver werden, heißt teurer. Je mehr Leute im Auto sitzen, desto weniger müsse man bezahlen, so der Auftrag der eigens eingerichteten Stabsstelle. Eine eigene Kompanie werde aufgestellt – selbstverständlich unbewaffnet – um den Abfall zu entsorgen. Warum keine einschlägige Firma? Die würde mehr kosten, als die unterbezahlten Rekruten.

Für die „Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“ – den Ausdruck Soldat vermeidet man gern – gibt es Ausbildungen in Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ökologie und Mülltrennung. Nur, um Himmels willen, keine militärische Ausbildung, und am allerwenigsten Schießausbildung. Schießen ist doch gar so unökologisch. Auch Informationsoffiziere für Schulen wurden gestrichen, die FFF-Fanatiker könnten sonst randalieren.

In den Kasernen soll es besondere Klimateller geben, nach Biodiversität ausgerichtet. Erbsenpürree mit Kunstfleisch, Starkregensuppe mit Schaumnockerln, Spinatfleckerln mit Kunstkäse, Sojasalat mit Rapsöl, Dinkelbrot mit Geschmacksaufstrich. Gerade das, was kräftige junge Leute brauchen.

Bei der Ausrüstung soll Wert auf einheimische Produkte gelegt werden, also ohne EU-konforme Ausschreibungen. Man will doch auch die Gerichte mitwirken lassen. Kraftfahrzeuge sollen nur mehr aus inländischer Produktion kommen. Also keine VW und Mercedes mehr, sondern Steyr Baby als Kommandantenfahrzeug. Geländegängig braucht es nicht sein, Corona-Viren haben Angst vor Wäldern und Bergen. Angeschafft werden sollen hauptsächlich Elektro-Kfz. Damit wird eine militärische Verwendung ausgeschlossen, denn in einem militärischen Einsatzfall gibt es keine Ladestationen. Das liegt außerhalb des nachhaltigen Verständnisses von Ministerin Tanner.

Nachdem Minister Platter die Miliz abgeschafft hatte und die Generalsriege nur mehr aus willigen Ja-Sagern und Polit-Funktionären besteht, gibt es kaum noch professionelle Soldaten, die der Bauernbund-Ministerin den Unterschied zwischen einem Sturmgewehr und einem Corona-Testset erklären können. Das österreichische Bundesheer wurde seit Jahrzehnten in den Abgrund gefahren, Ministerin Klaudia Tanner bemüht sich um eine ökologische Bruchlandung.

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