Mieten statt Kaufen – Grover setzt Trend gegen Wegwerfgesellschaft

Grover

Mittlerweile ist das in Berlin ansässige Unternehmen Grover auch am heimischen Markt in Österreich angekommen, und bietet nebst Vertriebskanäle via Ottoversand, Conrad Electronic oder Mediamarkt über die eigene Homepage überlegenswerte Miet-Schnäppchen an. XlargE nahm das StartUp und seine Angebote näher unter die Lupe.

Grover sieht sich als Teil der Kreislaufwirtschaft, und so sein Konzept. Interessierte Kunden können hochpreisige Elektronik, wie beispielsweise ein Apple Mac Book günstig mieten. Grover stellt dazu neuwertige Ware bereit. Rückläufer aus anderen Verträgen werden laut eigenen Angaben von Grover gereinigt und gegebenenfalls repariert. Nach Ablauf einer Mindestzeit ist der Kauf um einen symbolischen Euro möglich, oder man gibt sein Produkt nach Ende der Mietlaufzeit zurück.

Warum tausende Euro für Apple Produkte oder hohe Preise für Smartphones bezahlen? Die monatliche Miete erspart nicht nur die hochpreisige Anschaffung. Wer mietet kann wieder auf Neues bauen und das gemietete Stück nach Zeitablauf zurückgeben. Das Konzept ist nicht neu und bislang aus dem klassischen Leasing Geschäft bekannt. Nebst Grover bieten Mitbewerber ähnliche Optionen.

Nicht gerade einfach gestaltet sich hingegen der Bestellprozess, denn erst einmal entscheidet ein Computer, ob man als Mieter infrage kommt, oder nicht. Während Unternehmen wie Amazon auf solche bekannten Algorithmen keinen menschlichen Einfluss nehmen wollen, nimmt Grover EU-Recht durchaus ernst, denn in der EU dürfen Computer keine nachteiligen Entscheidungen über Menschen treffen.

Vereinzelt berichten betroffene Kunden bei Anwendung eines Promotion Code über die Ablehnung ihrer Bestellung. Wer hingegen die Datenschutzbestimmungen von Grover näher betrachtet, kann gemäß Punkt 12 reklamieren und eine positive Bearbeitung der Bestellung erwarten, vorausgesetzt die beim Bestellprozess angegebenen Daten stimmen mit den Eintragungen beim Meldeamt und anderen Registern überein.

Im Internet bewerten Grover Kunden durchaus positiv. Die Abwicklung des Bestellprozesses ist flüssig, und das Bemühen des Kundenservice über den Erwartungen. Wenngleich Computer spezifische Algorithmen und die derzeit eingeschränkten Zahlungsmodalitäten, wie Paypal oder Kreditkarte noch ausbaufähig sind, dürfte mit dem Konzept nicht nur nachhaltig am Bewusstsein der Wegwerfgesellschaft gerüttelt werden. Schließlich muss es nicht immer etwas Neues aus dem Handel sein.

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