NACH IDEENKLAU: Aus für Tiroler Fußball Projekt „Kick-It“

Kickit mit Moderator "Tschett" (links) und Manuel W. (rechts)Selbst sollte man das Rad nicht neu erfinden, könnte man meinen. Im Fall des Tiroler Amateurkickers Manuel W. waren gutgemeinte Ratschläge nicht willkommen. Im Internet und für diverse Kabel-TV Stationen wollte W. Tiroler Fußball vom Feinsten als „Kick-It“-Fußballshow ins Rampenlicht rücken. Die Idee allerdings stammt eigentlich von Stephan Pfeifhofer, der sein Konzept dem seinerzeitigen Party-TV Sender „Whats-Up-TV“ schon ein Jahr zuvor verkauft haben will.

Nur wenige Medien berichten über regionale Entscheidungen am grünen Rasen. Dennoch, lokales Fußballgeschehen findet seine Fans. So auch in Tirol, das für nicht alltägliche Ideen immer wieder zu haben ist. Aus Tirol stammt auch Journalist und Unternehmer Stephan Pfeifhofer. Nur wenige kennen ihn als „Think Tank“, kurz gesagt als Ideenschmiede für Außergewöhnliches. Mehrere bekannte Pojekte gehen auf sein Konto, ua. auch das Konzept zum Nachrichtenmagazin Xlarge und seinem unaufhaltsamen Erfolg. Doch eines seiner Ideen war eine Fußballshow über lokale Derbys, die es normalerweise allenfalls in den Sportteil einer lokalen Zeitung schaffen.

Deshalb spricht Pfeifhofer heute von Betrug, will um seine Idee bestohlen worden sein »Witzigerweise sollte ich mich selbst vor Gericht verantworten. Laut Anklage hätte ich W. um ein paar Euro gebracht. Selbst das Gericht wollte so etwas nicht glauben – glatter Freispruch«

Manuel W. will zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen, kein Kommentar, heißt es. Wie Unterlagen und Zeugenaussagen allerdings belegen, stammt die Idee zu „Kick-It!“ tatsächlich von Stephan Pfeifhofer. Selbst Thomas Gurschler, ein ewiger Weggefährte des „pfundigen Nordtirolers“ kann bestätigen, dass W. nur abgekupfert haben will »Manuel W. wollte mich für das Projekt gewinnen, hat sogar ein Konzept vorgelegt, das ich allerdings bereits kannte, von Stephan Pfeifhofer, wie ich aus eigenen Recherchen erfahren habe«

Stephan Pfeifhofer fordert schließlich rund 25.000 Euro Lizenzgebühr, die Manuel W. nicht hat. Vor Gericht kommt es erstmals Anfang 2007 zu einem Wiedersehen, denn W. soll nicht einmal das zugesagte Honorar für Website Gestaltung und Consulting an Pfeifhofer bezahlt haben. Zu einem Urteil kommt es nicht, denn W. will Forderungen von Gläubigern haben, die er gegen Pfeifhofer nun von Anwalt Leys aufrechnen lässt. »Mir wurde es dann zu bunt! So habe ich auf die paar Euro verzichtet« rechtfertigt Pfeifhofer seine Einwilligung zum gerichtlichen Vergleich.

Bis heute dennoch offen, die von Stephan Pfeifhofer geforderten Lizenzgebühren. Ws Anwalt Leys aus Imst will dazu keine Äußerung abgeben und schon gar nicht erklären, weshalb er einen Exekutionstitel seines Bruders Christoph Leys, der in Imst ein Bürohaus betreibt, vor Gericht rechtswidrig gegen Pfeifhofer aufrechnet. Wie Stephan Pfeifhofer erklärt, habe die Schuld sein ehemaliger Geschäftspartner Dominique Mark verursacht »Vor meiner Tätigkeit für Whats-Up-TV habe ich im Unternehmen von Dominique Mark als Consultant und Technischer Leiter gearbeitet. Deshalb habe ich mein Wissen als Mitgesellschafter eingebracht. Die Geschäfte selbst oblagen aber stets Mark, der offenbar nicht wirtschaften konnte. So blieb die Miete für das Imster Büro offen und damit war die Firma am Ende«

Wenig sportlich zeigt sich jetzt auch das Internetportal von Manuel W. Veraltete News, Internet Videos vom Mai 2008 und jede Menge Fehlermeldungen beim Aufruf der Website. Für Pfeifhofer eine klare Sache »Pfuscher und Möchtegern kommen nicht weit. Das gilt sowohl für meinen ehemaligen Partner Mark als auch W., der bis heute keinen einzigen Cent für mein Konzept bezahlt hat«

Zumindest die weitere Betreibung der offenen Forderungen sieht Pfeifhofer sportlich »Ansprüche verjähren erst nach drei Jahren, dh. ich kann noch immer eine Klage bei Gericht einbringen« Diesmal will Stephan Pfeifhofer jedenfalls die makabren Spielchen mit Gegenforderungen nicht mehr mitspielen und meint abschließend »Das wäre ein erneutes Faul und dafür gibt es von mir nur noch die rote Karte«

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