Nimmersatt im Fall Yasemin

Die Grabenkämpfe im vielzitierten Fall Yasemin gehen zu Ende, das letzte Gift scheint verspritzt. Nun holt Vater Bayram zum Gegenschlag aus, denn wenn zwei sich streiten, freut’s die anderen. So oder ähnlich könnte man im Fall Yasemin viele Streithähne ausmachen, besonders jene, die einst wichtige Interessen um den kleinen Lockenkopf aus Osttirol entwickelt haben.

Jetzt soll die Republik bluten- satte 500.000,00 Euro – obwohl, wenn man genau hinsieht, das eigentliche Opfer, die heute 10-jährige Yasemin, gar keine Erwähnung mehr findet. Vielmehr sieht Vater Bayram seinen Verdienstentgang, und seelische Qualen an ihm selbst, als Grund für neuen Hick-Hack mit dem jungfreulichen Kontrahenten – die Republik.

Vielleicht sollten Väter nicht nur fordern, sondern ihre Ansprüche richtig geltend machen. Jedenfalls wäre der Vater gut damit bedient, wenn seine Tochter etwas vom Kuchen abbekommt, der da nun gebacken wird. Die Anwälte in Istanbul und Österreich schärfen jedenfalls bereits ihre Säbel.

Über den ursächlichen Skandal, das Kidnapping einer erst 6-jährigen Schülerin am Schulweg, spricht heute niemand mehr. Besonders tragisch, wenn dadurch einem Kind das Recht auf beide Elternteile genommen wird.

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