Olympia 2008: Peking will „saubere“ Sportstätten

Peking will bei den bevorstehenden Olympischen Spielen http://en.beijing2008.cn hart gegen inoffizielle Werber durchgreifen. Wie das Organisationskomitee angekündigt hat, sollen zahlreiche Maßnahmen ergriffen werden, um die offiziellen Partner und Sponsoren vor dem Mitnaschen anderer Unternehmen zu schützen. Immerhin bezahlen die 60 Olympia-Sponsoren Millionenbeträge, um ihre Marken im Zusammenhang mit dem sportlichen Großereignis bewerben zu dürfen. Wie das Wall Street Journal berichtet, sollen zum Beispiel koordinierte Zuschauergruppen an den Spielstätten daran gehindert werden, Kleidung zu tragen, die mit inoffizieller Werbung bestimmter Marken bedruckt ist.

„Die Grundidee ist es, die Stadien sauber zu halten und sie nicht zu kommerzialisieren“, sagt Chen Feng, stellvertretender Marketingchef des Beijing Olympics Organizing Committee (Bocog). Dem Publikum wird es auch untersagt sein, eigene Getränke mitzubringen, an den Spielstätten wird es nur Produkte des offiziellen Sponsors Coca Cola geben. Auch Plakatwände an wichtigen und hoch frequentierten Plätzen werden kontrolliert, um den offiziellen Sponsoren den Vorrang zu geben. Weiters ist es den Sportlern und ihren Trainern verboten, ihre Fotos zu vermarkten, ohne dies mit den Olympia-Verantwortlichen abzusprechen.

Dass viele lizenzlose Werber versuchen, an sportlichen Großereignissen mitzunaschen, zeigt sich auch aktuell am Beispiel der Fußball-Europameisterschaft (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080603033 ). Ähnlich wie die Olympia-Organisatoren, will auch die UEFA gegen inoffizielle Sponsoren vorgehen. „Der Grenzbereich von erlaubter Werbung und Verletzung der Wort- und Bildmarken ist differenziert zu betrachten. Begriffe wie „Fußball“ sind beispielsweise verwendbar, wenn in der Werbung nicht der Bezug zu dem Event suggeriert wird“, erläutert Bernd Reichstein, Präsident des deutschen Fachverband für Sponsoring (FASPO) http://www.faspo.de, gegenüber pressetext. Auf jeden Fall sollte im Vorfeld aber eine rechtliche Prüfung erfolgen und die offiziellen Richtlinien beachtet werden.

Die Organisatoren der Olympischen Spiele sind in der Regel besonders darauf bedacht, ihre offiziellen Partner zu schützen, weil diese einen bedeutenden Anteil ihrer Einnahmequellen ausmachen. Während des olympischen Fackellaufs durch China seien bereits einzelne Verstöße ausfindig gemacht worden, so Feng. Ein anderes Beispiel für das so genannte „Ambush Marketing“ (Schmarotzermarketing) sind Unternehmen, die Waren verkaufen und gleichzeitig ein Ticket für die Spiele anbieten. Welcher Schaden dadurch entstehen kann bzw. wie problematisch die inoffizielle Werbung zu betrachten ist, wird unterschiedlich wahrgenommen. „Ich halte Ambush Marketing für überhaupt nicht problematisch, solange die Rechte der offiziellen Sponsoren nicht verletzt werden. Es ist doch letztlich ein Wettbewerb legaler Kreativität, der nicht eingeschränkt werden darf“, meint Reichstein auf Nachfrage von pressetext. (pte/red)

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