Olympiasponsoren beklagen mangelnde Sichtbarkeit

Einige der größten Olympiasponsoren haben schwere Kritik an den Veranstaltern der derzeit stattfindenden Spiele in Peking geübt. Aufgrund strenger Limitierungen und der Reglements im Olympiapark, dem Olympic Green, bemängeln sie in Anbetracht ihrer Mio.-Investitionen eine ausreichende Sichtbarkeit. Die Unternehmen hätten mehr als 150 Mio. Dollar investiert, um als offizielle Olympiasponsoren auftreten zu können, berichtet das Wall Street Journal. Der eingeschränkte Zugang zum Olympic Green, dem Mittelpunkt des Geschehens der Veranstaltung, würde es jedoch nicht zulassen, ihre Marken dort den Kosten entsprechend zu präsentieren. Bisher seien die Besucherzahlen enttäuschend. Pro Tag hatten die Sponsoren rund 200.000 Besucher erwartet, während tatsächlich nur rund 20 Prozent davon erschienen sein sollen.

„In unserem Pavillon am Olympic Green war es heute voll, in den vergangenen Tagen sind die Besucherzahlen stark gestiegen. Eine solche Frequenz wäre jedoch von Tag eins an schön gewesen“, meint Adidas-Sprecherin Katja Schreiber im Gespräch mit pressetext. Das Olympische Komitee sei sich des Problems bewusst und würde darauf reagieren. „Wir wissen davon und planen, mehr Besucher aufs Olympic Green einzuladen“, so Komitee-Sprecher Sun Weide. Ein grundsätzliches Problem stellen aber die überdimensionalen Ausmaße des Olympiaparks in Peking dar. Dieser nehme verglichen mit dem Olympic Green in Athen etwa die sechsfache Größe ein bzw. übersteige die Maße des Central Parks in New York um das dreifache. Entsprechend weit verstreut bewegen sich die Besucher.

„In der zweiten Woche werden die Spiele angesichts der vielen Leichtathletik-Bewerbe generell besser besucht sein“, ist Schreiber gegenüber pressetext zuversichtlich. Während das Olympic Green bei den Spielen in Athen oder Sydney als belebter Treffpunkt mit Restaurants und Live-Musik gegolten habe, würden sich die Menschen in Peking aber ohne Eintrittsmöglichkeit an Zäunen um das Gelände drängen, schreibt das Wall Street Journal. Groß-Sponsor McDonald’s hat sich als einziges Restaurant auf dem Olympic Green positioniert. Die Fast-Food-Kette eröffnete in Peking mit dem temporären Lokal die weltweit an Ausmaß und Kapazität größte freistehende McDonald’s-Filiale mit mehr als 1.000 Sitzplätzen. Selbst zu eigentlichen Stoßzeiten sei das Restaurant jedoch alles andere als überfüllt. (pte/red)

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