Österreichischer ICE-Konkurrent railjet auf Schiene

Mit dem railjet http://www.railjet.at/ erhält Österreich erstmals einen eigenen Hochgeschwindigkeitszug. Gestern, Montagabend, wurde das erste Exemplar von den ÖBB http://www.oebb.at feierlich auf Schienen präsentiert. Die Eckdaten des von Siemens Österreich gefertigten Zuges: 230 km/h Höchstgeschwindigkeit, 185 Meter Länge und 330 Tonnen Gewicht. Insgesamt bietet der neue Vorzeigezug der ÖBB 408 Personen in insgesamt sieben Waggons Platz und Komfort. Letzterer findet sich in unterschiedlicher Ausprägung in drei unterschiedlich gestalteten Passagierklassen wieder. Neben der zweiten (economy) und ersten (first class) Klasse kommen bis zu 16 Passagiere in den Genuss der Luxusklasse „premium“.

„Mit dem Einsatz des railjet ab dem 14. Dezember 2008 beginnt für uns eine neue Dimension im Fernreiseverkehr“, erklärte Peter Klugar, Vorstandssprecher der ÖBB-Holding AG, anlässlich der Präsentation in Wien. Die 67 Züge umfassende Flotte ist die erste Neuanschaffung der ÖBB im Fernreiseverkehr seit 30 Jahren. „Mit einem Investitionsvolumen von 816 Mio. Euro stellt der railjet gleichzeitig die größte Fuhrparkerneuerung im Fernverkehr in der Geschichte der ÖBB dar“, so Klugar. Von der Anschaffung profitieren werden zunächst Bahnkunden auf der Strecke München nach Budapest (via Wien) in beiden Richtungen.

„Ab April 2009 werden weitere railjet-Züge auf der Strecke Wien – München eingesetzt. Die Westbahnverbindung nach Vorarlberg bzw. nach Zürich folgt dann zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009“, verrät Gabriele Lutter, Vorstandsdirektorin der ÖBB-Personenverkehr AG, im Gespräch mit pressetext. Bis der railjet aber auch auf der Westbahn die etwa in Deutschland vielerorts möglichen Geschwindigkeiten von 230 km/h ausspielen kann, dürfte es noch vier bis fünf Jahre dauern. „Wenn der Wiener-Wald-Tunnel fertig ist und die übrigen Infrastruktur-Verbesserungen abgeschlossen sind, wollen wir mit den neuen Zügen die Wegstrecke Wien – Innsbruck in vier Stunden schaffen“, erklärt Lutter. Von Salzburg nach Wien wird es dann gerade einmal zwei Stunden 15 dauern. Darüber hinaus soll der railjet ab 2010 auch auf der Südbahn in Richtung Zagreb und Ljubljana unterwegs sein.

Brigitte Ederer, Vorstandsvorsitzende von Siemens Österreich, wertete den Großauftrag als Kompetenzbestätigung der lokalen Niederlassung innerhalb des Konzerns. Erfreut zeigte sie sich auch darüber, dass das Projekt rund 80 Prozent an österreichischer Wertschöpfung aufweise und insgesamt 300 Arbeitsplätze gebunden habe. „Jetzt können wir nur hoffen, dass die Bahnkunden mit dem Ergebnis ebenso zufrieden sind wie wir“, so Ederer wenige Augenblicke, bevor der Zug in die Präsentationshalle einfuhr.

Weitere Fotos von der Präsentation finden sich unter http://www.fotodienst.at/browse.mc?album_id=2077 zum Download. (pte/red)

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