Praktiken der Jugendwohlfahrt

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Das Desaster nimmt seinen Lauf! Nicht erst seit den aktuellen Enthüllungen um das August-Aichhorn-Heim in Wien, beschäftigen die sogenannten „Freien Träger der Jugendwohlfahrt“ Medien und Staatsanwalt gleichermaßen.

Auf den ersten Blick mögen die „Kinderschützer“ von eigenen Gnaden viel Gutes tun. Sie retten kleine Kinder aus den Fänger unbelehrbarer Eltern. Viele Kinder aber stürzten die in Personalnot befindlichen Sozialarbeiterinnen in ein Desaster mit schwerwiegenden Folgen.

Auch wenn Betreiber-Persönlichkeiten, allen voran Brigitte O. aus Moosburg, mit Anzeigen nach § 297 StGB (Verleumdung) versuchen Medien bzw. unabhängigen Journalismus zu kriminalisieren, stehen sie jetzt selbst im Licht der Strafverfolgungsbehörden.

Den betroffenen Kindern hilft die jüngste Bereitschaftswelle der Kritiker wenig. Dem System aber könnten neue Strukturen zumindest nachhaltig helfen. Solange die Lohnempfänger auf sich schauen und ihre Auftraggeber weder politisch noch inhaltlich umdenken, wird sich jedenfalls nichts ändern.

Die momentanen Praktiken der Jugendwohlfahrt jedenfalls sind keine plausible Entschuldigung für das Leid der betreuenden Kinder. Wir Medienmacher werden uns nötigenfalls vor Gericht gegen Kriminalisierung erwehren, die betroffenen Kinder hingegen bleiben selbst dort wehrlos.

1 KOMMENTAR

  1. Sehr geehrter Herr Pfeifhofer!
    Könnten Sie einmal die Praktiken, bzw. die Kriterien nach denen Psychologinnen, die vom Jugendamt bestellt werden – Familienreferat – vorgehen unter die Lupe nehmen. Mir wurde mein kleiner Sohn entzogen – momentan ist er noch bei der Oma, unter diesen Umständen wohl noch die beste Lösung. Den Besprechungstermin setzt das Jugendamt schon seit Wochen nicht an, trotz Drängen des Anwalts. Der Hauptanklagepunkt des Jugendamtes ist das sogenannte psychologische Gutachten dieser Mag. Glaeser.
    Sie hat ein etwa halbstündiges Gespräch mit mir geführt, größtenteils hat sie mich einfach reden lassen. Ich habe über die Vorkommnisse berichtet. Beim nächsten Termin mit meinem Sohn machte sie einen Schulreifetest und dann ein Abschlussgespräch. In diesem erklärte sie, dass ich keine Strukturen hätte, dies könne sie mit einem Blick auf mich erkennen und daher Entwicklungsdefizite meines Sohnes kämen. Er bekommt seit Beginn des Kindergartens Frühförderung und Logopädie wegen einer Sprachentwicklungsstörung, die vermutlich im Zusammenhang mit einer angeborenen Fehlbildung – Lippenspalte – steht. Dann meinte Mag. Glaeser noch, ich sei eine gute Mutter, aber egoistisch, da ich meinen Sohn nicht in die für seine Entwicklung nötige Einrichtung stecken will.
    Im Gutachten meint sie anscheinend, sie habe diverse Persönlichkeitstest mit mir gemacht. Wieso habe ich nur nichts davon bemerkt.
    Ich hoffe nur, der Anwalt kann mir helfen, meinen Sohn wiederzubekommen, trotz dieses angeblich vernichtenden Gutachtens, das aber den Hauptanklagepunkt bildet. Ich bin ehrlich gesagt, ziemlich verzweifelt, wie leicht es in Österreich dem Jugendamt gemacht wird, Kinder zu entziehen, bzw. dass psychologische Gutachten, die das Jugendamt in Auftrag gibt, anscheinend nur dazu dienen, den Kindesentzug zu legitimieren.

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