Schläge gegen Wirte

0
8
Gasthaus Covid19 Corona Virus

Gastwirtschaften, egal ob es sich um Restaurants, Cafés, Beisln, Heurige oder dergleichen handelt, leiden am meisten unter den unkontrollierten Schlägen einer aus dem Ruder gelaufenen Politik.

Zuerst kam die Registrierkassen-Pflicht. Weil – aus Sicht mancher Politiker, die nie einem Broterwerb nachgegangen waren – alle Gastwirte Betrüger seien, mussten sich sämtliche Lokale Registrierkassen anschaffen, mit Kosten von jeweils mehreren tausend Euro. Dazu kamen noch Wartungs- und Betriebskosten, von bis zu mehreren hundert Euro monatlich. Eingeschlossen Permanent-Verbindungen zur Finanz, um jedes Mineralwasser sofort steuerlich erfassen zu können. Geld, das erst eingenommen werden muss. So mancher Betrieb, vor allem Heurige, gab wegen der untragbaren Kosten auf.

Dann folgte das absolute Rauchverbot, das in Österreich mit November 2019 durchgedrückt wurde. Notwendigkeit dafür gab es keine, die Entscheidung war nur politisches Muskelspiel. Ausgelöst von der SPÖ, weil deren Mitglieder doch noch nie in Lokalen geraucht hätten. Gesundheitliche Bedenken waren nur ein Vorwand, schon davor gingen Nichtraucher nicht in Raucherlokale, und umgekehrt.

Hunderte Gastbetriebe schlossen, weil die Stammgäste ausblieben. Jene Unersetzlichen, die stundenlang verweilen, konsumieren, Karten spielen, dabei gelegentlich eine Zigarette oder Pfeife rauchen. Die neue, umgepolte „Bitte mit Leitungswasser“-Kundschaft konnte die Umsatz-Ausfälle in keiner Weise wettmachen. Auch das Angebot, „draußen zu rauchen“, wurde kaum angenommen. Die Behaglichkeit der Gaststube fehlte, und „auf ein paar Minuten“ kann man höchstens mit einer Zigarette vor die Tür gehen. Clubs, Shisha-Bars und ähnliches wurden zur Gänze aus dem Verkehr gezogen, tausende Arbeitsplätze vernichtet. Freie Marktwirtschaft und Entscheidungsfreiheit waren gestern.

Weil es so lustig ist, herrschen zu können, wurden im März 2020 sämtliche Gastbetriebe von einem Tag auf den anderen geschlossen, wurden Betretungsverbote verhängt. Der Vorwand eines Virus aus China war lächerlich. Dieses Virus war schon länger im Umlauf, noch in keinem einzigen Gastbetrieb war eine Ansteckung nachgewiesen worden. Der Fall Ischgl bleibt hier heraus, weil dort Viren von ausländischen Gästen eingeschleppt worden waren. Von der mittlerweile zwei Monate dauernden Sperre werden sich sehr viele Betriebe nicht erholen können. Gastwirte und Personal leben von Umsatz und Trinkgeld, beides blieb aus. Hilfsgelder flossen keine, besonders auch nicht an Heurigen-Wirtschaften. Es wird gerechnet, dass bis zu einem Drittel der Gastbetriebe nicht mehr aufsperren werden, wirtschaftlich am Ende sind. Das politische Ziel?

Gewöhnungsbedürftig: Leere Wirtsstuben

Nach zwei Monaten durften Gastbetriebe schließlich „schrittweise“ öffnen. Die verordneten Kuriositäten überboten einander. Tische sollten in größeren Abständen aufgestellt werden. Das scheitert oft, da in vielen älteren Lokalen Bänke und Tische fest eingebaut sind. Nicht mehr als vier Personen an einem Tisch. Warum nicht drei, warum nicht sechs? Eine fiktive Ansteckungsgefahr auf Zahlen zu reduzieren, ist nicht einmal mehr lächerlich. Das Personal soll Schutzmasken tragen und sich den Gästen nur bis maximal ein Meter nähern. Die überschwappenden Suppen und Melanges lassen grüßen. Niemand darf sich an der Bar/Theke aufhalten. Würde dort Virales ausgeschenkt? Wenigstens müssen Gäste beim Essen keine Tücher mehr vor dem Gesicht tragen. Zwar wird Desinfizierung verlangt, aber mit sanften Lösungen, die nur gegen Bakterien wirken.

Jene Politiker, die das anordnen, gehen selbst nie in Lokale. Sonst wäre ihnen aufgefallen, dass man Gastbetriebe nicht nur frequentiert, um dort rasch etwas zu schlingen, sondern auch, um gemütlich sitzen zu bleiben. Viele Lokale sperrten deshalb einfach nicht auf, oder mangels Gästen gleich wieder zu. Die Kultur-Einrichtung Heuriger ist landauf, landab lahmgelegt. Die Landwirtschaft allgemein, die besonders von der Gastronomie lebt, wurde schwerst geschädigt. Landwirte erhalten keine Unterstützung, berichteten einige, weil sie könnten ja ihren Grund verkaufen.

Die der Wirtschaft durch Mutwillen und mit der Ausrede einer Pandemie – die nicht eingetreten ist – zugefügten Schäden liegen europaweit schon im höheren dreistelligen Milliardenbereich. Rechnet man die 500 Milliarden Euro hinzu, die die Europäische Union austeilen will, und die auch erst aufgebracht werden müssen, ist man schon weit über einer Billion Schaden. Verursacht durch Unbesonnenheit und Panik-Inszenierungen.

Das hilft Gastbetrieben nichts, die eben vom Markt beseitigt werden.