SKANDAL KINDERHEIM AUFGEDECKT! 100.000 Euro pro Monat ohne Kontrolle aus öffentlicher Hand

Die Zahl von Kindesabnahmen steigt in Österreich seit Jahren rasant an. Jüngsten Statistiken zu Folge verbringen über 12000 Minderjährige Jahr für Jahr nicht im Elternhaus. Ihre Versorgung sollen Heime, Wohngruppen, Kinderdörfer und Pflegefamilien sicherstellen. Immer öfter stehen die staatlichen Pflegestellen den häuslichen Verhältnissen nichts nach, oder weisen mitunter weitaus mehr Mängel auf, als bisher angenommen.

Einblicke gewähren die von öffentlicher Hand bedienten sogenannten „Freien Träger der Jugendwohlfahrt“ niemandem, nicht einmal den eigenen Auftraggebern – der Jugendwohlfahrt. Auf Beanstandungen der leiblichen Eltern reagieren derlei Einrichtungen gleichermaßen aggressiv, wie ihre Auftraggeber – die öffentliche Jugendwohlfahrt. Diese Erfahrung machte unter anderem Daniela S. (Schicksalsstory siehe Kasten links) aus dem Bezirk Mürzzuschlag (Steiermark). Ihr werfen die Sozialarbeiterinnen Michaela Bannhofer-Baronyay (SPÖ-Amtsmandatarin) und Claudia Haider der Bezirkshauptmannschaft Mürzzuschlag vor, sie könne ihre Tochter nicht ausreichend vor dem Ex-Mann schützen, der schon längst nicht mehr im Haushalt der Kindesmutter lebt.

Daniela S. (31), selbst bei Pflegeeltern aufgewachsen, versteht seit zwei Jahren die Welt nicht mehr. Ihre Tochter Verena darf sie unter strengen Auflagen in einem Innenhof – bei zwölf Stunden Fahrt – für vier Stunden im Monat sehen, aber keinesfalls gegenüber dem Kind ein Wort über das Skandal-Kinder-Heim in Kärnten verlieren, wo die zehnjährige seit August 2008 des vergangenen Jahres einsitzt. Vor rund einem halben Jahr informierte die Kindesmutter über ihren Vertreter das zuständige Gericht in Mürzzuschlag von den unhaltbaren Missständen, denen Tochter Verena ausgesetzt ist.

So habe man der heute Zehnjährigen gleich mehrere Paar Schuhe Größe 33 verpasst, den Bekleidungsbedarf aus einem ausrangierten „Spendensackerl“ abgedeckt – siehe Bildstrecke, für Inline Skater den wöchentlichen Taschengeldbedarf von Euro 1,50 gepfändet, und als das Kind nach einem verheerenden Sturz am „Skater-Platz“ ihre Mutter verständigen wollte, sei der Schülerin sofort das Handy abgenommen worden. Die dem Nachrichtenmagazin XlargE exklusiv vorliegende Sachverhaltsmitteilung lässt keinen Zweifel offen, spricht der Vertreter von Daniela S. im Klartext von „Verletzung der Aufsichtspflicht“ und „Gefährdung des Kindeswohls“. Renate M. Aus Klagenfurt kennt die Umtriebe der Betreiberin Brigitte O. nur zu gut. Anstelle die beherbergten Mädchen ausreichend zu versorgen, müssen die leiblichen Eltern mit Unterwäsche, Schuhwerk udgl. einspringen.

Dem nicht genug spart der seit über 20 Jahren im Familienrecht befasste Vertreter der Kindesmutter nicht mit Kritik. Den Ausführungen an das Gericht zu Folge, stehe für die Beaufsichtigung der Kinder im Kärntner Skandalheim teilweise ausschließlich eine Köchin zur Verfügung, die aber keinesfalls sozialpädagogische Qualitäten vorweisen könne, heißt es im Papier an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt.

Keine Zugangsbeschränkungen gibt es nach Ansicht des Vertreters für Außenstehende, die jederzeit ohne gerichtliche Entscheidung die Tochter von Daniela S. im Skandal-Kinderheim besuchen wollen, während der Mutter nur spärliche Kontakte zugestanden werden. Sogar der einstiege Stiefvater Norbert S., er selbst gestand im Februar 2008 vor dem Landesgericht Leoben den Besitz von Kinderpornografie, dürfe mit Unterstütztung der Sozialarbeiter vom Jugendamt Mürzzuschlag uneingeschränkt Umgang mit seinem Opfer pflegen. Einem ganz besonderen Einfluss ausgesetzt sei die Volksschülerin aber den Schilderungen ihrer Leidensgenossinnen, die tatsächlich wegen sexuellen Missbrauch im Heim von Brigitte O. ihr Dasein fristen.

Mit drakonischen Mitteln versucht das Personal ihr minderjähriges Klientel im Zaum zu halten. Reagieren die Heimkinder beispielsweise mit Respektlosigkeit auf die Schikane im Heim, kommt nicht selten als pädagogisch wertvolle Maßnahme der Entzug von Spielzeug in Frage. Ihren Fortgang finden die drangsalierenden Maßnahmen am Wochenende, wenn mehrheitlich alle Kinder Heimurlaub genießen, und die im Skandal-Heim verbleibenden Mädchen – unter ihnen Verena – mit Tiefkühlkost oder ein paar Kartoffeln am Teller ihr Auslangen finden müssen. Verständlich, dass die Mutter von Verena, mit einem wesentlich geringeren Einkommen – das Heim kassiert rund 5.000,- Euro pro Monat an Steuergelder – ihr Kind über acht Jahre hinweg ausreichend versorgte, teils selbst auf Mahlzeiten zu Gunsten ihres Kindes sich zu entbehren wusste.

Für das zuständige Bezirksgericht Mürzzuschlag kein Grund zum Einschreiten. Stattdessen bemühen die Sozialarbeiterinnen Bannhofer-Baronyay und Haider eilig die zuständige SPÖ Amtsmandatarin Christine Gaschler-Andreasch mit einem formellen Prüfgesuch. Schnellstmöglich will man den mutmaßlichen Missständen Herr werden, lässt sich korrektes Schuhwerk persönlich vorzeigen, inspiziert das Dienst- und Taschengeldbuch des Hauses, kann aber trotz mehrmaliger Anfragen von XlargE keine der Vorwürfe mit einem entsprechenden Protokoll der Aufsichtsbehörde entkräften. Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt auch wegen Amtsmissbrauch.

Vorgänge die Manfred K. (Name vor der Redaktion geändert) zu Genüge kennt. Seine Tochter Mia (Name von der Redaktion geändert) befindet sich seit drei Jahren in den Fängen vom Wölfnitzer Skandal Kinderheim. Seine heute18-jährige Tochter Petra (Name von der Redaktion geändert) ist mit den Vorgängen am Stadtrand von Klagenfurt bestens betraut. Mehrmals schon will der Teenager heiße Partys zwischen männlichen Verehrern, Drogen & Sex verfolgt haben. Ohne jede Beaufsichtigung sollen je nach Stimmung nicht unerhebliche Mengen Alkohol fließen, wenn am Wochenende nur eine Erzieherin Dienst versieht. „Der Freund eines Mädchens ist sogar an einer Überdosis Drogen gestorben. Das haben die Erzieherinnen dann auch den kleinen Mädchen in Wölfnitz beim Mittagessen erzählt“, sagt Petra exklusiv gegenüber XlargE beispielhaft für die nahtlose Desasterserie im Mädchenwohnheim.

Die Vorgänge im Skandal Kinderheim nehmen schlussendlich dramatische Formen an, als Mia nach einem zu Unrecht bezichtigten Diebstahl vor allen Mädchen von Brigitte O. geohrfeigt wird, und Manfred K. die Heimleiterin telefonisch zur Rede stellen will. „Meine Tochter war kurz zu Besuch und erzählte mir von den körperlichen Übergriffen. Ich bestand darauf dass Mia mit zu meinem Anwalt kommt. Noch im Foyer der Kanzlei wollte ich Frau O. telefonisch zur Rede stellen. Die hat natürlich alles geleugnet und gleich die Polizei verständigt. Kaum war ich zu Hause, wurde ich wegen angeblicher Morddrohungen verhaftet und in U-Haft verbracht. Der Sekretärin meines Anwalts, die zum Glück Zeuge meiner Worte an Frau O. war, verdanke ich die sofortige Enthaftung“, berichtet Manfred K. von den nachhaltigen Erfahrungen mit der Heimfurie, die bis Ende 2005 als Sozialarbeiterin im Landeskrankenhaus Klagenfurt tätig war.

Der Initiative Sorgentreff von Patricia Göller ist das Skandal Kinderheim längst bekannt „Wir haben umgehend einen Privatdetektiv beauftragt die Vorwürfe zu prüfen. Der Anwalt einer betroffenen Mutter erstattete kurze Zeit später Anzeige. Meines Wissen hat sich sogar das Fernmeldeamt für Steiermark und Kärnten an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt gewandt, als in Erfahrung gebracht werden konnte, dass die Telefonate zwischen Kindern und Eltern rechtswidrig abgehört und aufgezeichnet werden“.

Ihren vorerst letzten großen Höhepunkt erreichen die Vorfälle während einer Sommerparty der Einrichtung. Nicht nur, dass die Einrichtung auf ihren Einladungen den Biergroßhändler „Villacher“ anführt, geraten die anwesenden Kinder leichtfertig in den Genuss von Alkoholika. Besonders schmerzhaft für Daniela S., die zu diesem Zeitpunkt aufgrund des fünf Monate andauernden Umgangsboykott, wie sie heute weiß, ihre Tochter nicht sehen durfte. Nicht einmal den am gleichen Tag zustehenden Telefonkontakt zu ihrem Kind durfte die 31jährige wahrnehmen.

Die rechtswidrigen Verhaltensweisen kennt Patricia Göller, selbst einst betroffene Mutter, nur zu gut „Eigentlich gibt es ja Menschenrechte, die jedem Kind und ihren Eltern dieses wichtige Recht auf Kontakt zusprechen. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Jugendämter bevorzugt gegen diese Rechte verstoßen. Große Organisationen – zum Beispiel SOS Kinderdorf – versenden vorgefertigte Schreiben ihrer Rechtsabteilung.“

Auf wenig Gegenliebe stoßen die staatlichen Schikane bei Martin Maier der European Education Group, einer privaten Organisation abseits der staatlichen Erziehungsindustrie „Eltern und Kinder können nur dann einen neuen gemeinsamen Start wagen, wenn die Weichen dafür gestellt sind. Ohne Migration der Eltern in diesen Rehabilitationsprozess funktioniert die beste Fremdpflege nicht. Bedauerlicherweise stellen wir vermehrt die eigentlichen Beweggründe – finanzielle Aspekte, als verantwortliche Ursache unzähliger unberechtigter Kindesabnahmen fest. Vielen Eltern die erst hilfesuchend das Jugendamt konsultiert haben, landen am Ende bei uns. Mitunter sind die Schäden in der Familie bereits soweit gediehen, dass unsere Arbeit mit Hochdruck gefragt ist.“

Nicht verstehen kann Maier die unterschiedlichen Entfremdungsmaßnahmen zwischen Eltern und Kinder „Jedes Kind braucht seine Eltern, egal ob das Kind nun negative Erlebnisse in der Familie machen musste oder nicht. In unserer hier und jetzt Gesellschaft vergessen wir oftmals auf die vermehrt abfallenden Strukturen – vorzugsweise durch Verwandte, die nötigenfalls ermahnend in das Familienkonstrukt eingreifen. Sozialarbeiterinnen aber, die ohne entsprechende Qualifikation im Übereifer und voreingenommen Schulen und Kindergärten infiltrieren, sind absolut der falsche Weg. Das hat nichts mehr mit dem Schutz von Kindeswohl gemein“

Wenig erfreut zeigt sich Daniela S. auch mit der ärztlichen Versorgung im Skandalheim. Demzufolge soll ihre Tochter mit gerade einmal 27kg an deutlichem Untergewicht leiden, wie eine Kinderärztin aus Wien in ihrem Befund bestätigt. Bei Besuchen fielen der umsichtigen Mutter aber auch gelbe Flecke an den Zähnen ihrer Tochter, als Anzeichen für mangelnde Mundhygiene, auf. Nicht nur das, ist Verena seit der Heimunterbringung auffällig oft krank „Als Verena im Februar wieder einmal erhöhte Temperatur hatte, musste sie dennoch mit zum Faschingsumzug. Machen das die Eltern zu Hause, dann kommt aber sofort das Jugendamt!“, spart die von Behördenschikane sichtlich gezeichnete Steirerin nicht mit Kritik.

Dass Eltern in ihrem Schicksal in der Regel oft alleine bleiben, ist hingegen für Patricia Göller von Sorgentreff der Kritikpunkt schlecht hin „Eigentlich sollte die Jugendwohlfahrt an jeder erdenklich möglichen Rückführung arbeiten. Stattdessen lässt man die Eltern in ihrem Kummer allein. Ein Hauptgrund warum viele Eltern den Weg zu uns finden – sie fühlen sich schlicht und ergreifend alleine gelassen, können nicht verarbeiten und müssen erst begreifen lernen.“

Für den ambitionierten Kinder- und Jugendpsychologen Rolph Wegensheit bedeutet das Entreißen von Kindern aus ihrem sozialen Gefüge auch eine Form der Traumatisierung „Je nach Alter versteht das Kind den Vollzug der Maßnahme oft nicht, bzw. realisiert erst viel zu spät die Tragweite der Fremdpflege, das wiederum in eine tiefe Traumatisierung münden kann. Entgegen den Behauptungen vieler Jugendämter, die Kinder wären im Heim ausreichend mit Therapieangeboten versorgt, sieht die Praxis erdrückend düster aus. Vermeintliche sozialpädagogisch-therapeutische Einrichtungen entpuppen sich so als imaginärer Leistungserbringer“.

Das bestätigen kann selbst Daniela S., deren Tochter Verena erst nach rund acht Monaten, und intensiven Druck ihres Vertreters, einer externen Therapeutin zugeführt wurde. Trotz Klassifizierung als „sozialpädagogisch-therapeutische“ Mädchenwohngemeinschaft kann Brigitte O. keine eigenen Therapeuten aufbieten. Im Gegenteil, entpuppte sich erst unlängst in einem Strafverfahren ein von Brigitte O. als Soziologe bezeichneter Mitarbeiter in Wirklichkeit als angelernter Jugendbetreuer.

Besonders prekär aber bleiben die Vorkommnisse in dem von Gaby Schaunig (SPÖ), der früheren Soziallandesrätin von Kärnten, realisierten Partei-Projekt, das nach Ansicht von Experten mehr als 300.000,00 Euro Steuergelder verschlag. „Ich zucke schon wieder zusammen, wenn meine Tochter am Telefon von neuen Vorkommnissen erzählt“, sagt Daniela S. in Erinnerung an einen Vorfall im Sommer, als eine Mitbewohnerin ihres Kindes mit Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. Vorwürfe gegen das eigene ich, das Gefühl bei all den Gefahren im Heim nicht eingreifen zu können, die Liste der vielen Gedanken von Daniela S. scheint schier unendlich zu sein. In allen Fällen hoffen die zu Unrecht deklassierten Eltern auf eine Wende – sie wollen ihre Kinder zurück.

Bei Sorgentreff rät man besorgten Eltern an, sämtliche Auffälligkeiten sofort der zuständigen Heimaufsicht zu melden, nötigenfalls Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten. „Einschüchtern darf man sich auf keinen Fall lassen, denn genau das erwarten diese Heimbetreiber, die natürlich mit allen erdenklichen Tricks um ihren angeblich guten Ruf kämpfen“, gibt Patricia Göller von Sorgentreff kämpferisch zu verstehen.

Weder das BZÖ, noch die für Kärnten zuständige Fachaufsicht um SPÖ Amtsmandatarin Christine Gaschler-Andreasch waren gegenüber XlargE in der Lage die Vorfälle von Wölfnitz und Moosburg zu entkräften. Wie aus dem Büro von Soziallandesrat Ragger dennoch signalisiert wurde, will man noch im Oktober bei Amica Nachschau halten. Besorgt zeigen sich, wie von XlargE in Erfahrung gebracht werden konnte, hingegen Landtagsabgeordnete der Grünen. Demzufolge könnten die Vorgänge im Amica-Heim bald Grund einer Anfrage im Landtag von Kärnten sein.

Impressum | Kontakt | Sitemap

BlitznewsSteirerblattXeleon.TVWhats Up TV