Skandal um Sohn von Bezirkshauptfrau Gabriele Budiman: So protzt Philipp mit Handy am Steuer für Facebook

Laut Verkehrsclub Österreich erwischte es in Österreich innerhalb von drei Jahren 430.000 Lenker mit dem Handy am Steuer. Nicht erst seit gestern ist das Handy während der Autofahrt laut Gesetz auch in Österreich tabu. Aber nicht nur zum Telefonieren, vielmehr zum Protzen und Prahlen greifen gerade junge Lenker während der Fahrt zum geliebten Smartphone. Wenig Einsicht zeigte auch Philipp Budiman, der Sohn von Gabriele Budiman. In die Kamera grinsend, die linke Hand am Lenker und in der rechten das Handy, chauffierte er sein Vehikel ungeniert durch Berlin.

Eigentlich wäre die Bezirkshauptmannschaft als Sicherheitsbehörde der örtlich zuständige Gesetzeshüter, und könnte man glauben, dass gerade die Leiterin einer solchen Behörde ihre eigenen Kinder zur Einhaltung von Recht und Gesetz heranzieht. Im Fall von Gabriele Budiman, Mutter zweier Kinder aus Mitterndorf im Mürztal, dürften Gesetze wohl nur zum Tadel von Mitbürgern geschrieben worden sein.

Jüngst knipsten Freunde den arglosen Studenten für Facebook, um zu prahlen. Erst Ende März verunglückte in Schwand (Oberösterreich) ein Schulbus, da an einer Kreuz ein herannahender LKW die Stopp-Tafel übersah. Erhebungen der Polizei zufolge, sei der LKW Lenker durch sein Handy, das zwischenzeitlich von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde, abgelenkt gewesen. Bei diesem Unfall verstarb noch im Krankenhaus ein 12-jähriger Schüler. Der Zustand mehrerer Kinder galt längere Zeit als kritisch.

In einer Aussendung des VCÖ heißt es dazu:

„Dieser Unfall macht unendlich traurig und fassungslos. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen“, so VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek. Die Benützung des Handys durch einen Lkw-Lenker hat am Freitag einen schweren Schulbusunfall verursacht und  einem 12 jährigen Schüler das Leben gekostet. „Leider kann diese Katastrophe nicht mehr rückgängig gemacht werden. Aber es können Maßnahmen gesetzt werden, damit solche oder ähnliche Tragödien in Zukunft nicht passieren“, betont VCÖ-Expertin Urbanek.

Leider ist das Handy-Telefonieren während des Lenkens eines Fahrzeugs weit verbreitet. In den vergangenen drei Jahren wurden 435.229 Lenker beim Handy-Telefonieren erwischt. Im Vorjahr waren es 137.554, und damit fast vier Mal so viele wie Alko-Lenker. Dabei wird nur ein Bruchteil erwischt: Bei einer aktuellen Umfrage von Makam-Research gab jeder dritte Autofahrer an, während der Fahrt mit dem Handy zu telefonieren, jeder fünfte Autofahrer schreibt oder liest SMS bzw. E-Mails.

„Vielen ist nicht bewusst, wie sehr das Unfallrisiko beim Handy-Telefonieren zunimmt. Wer beim Lenken eines Fahrzeugs mit dem Handy telefoniert, reagiert ähnlich schlecht wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille und hat damit ein vier bis fünfmal so hohes Unfallrisiko wie ein aufmerksamer Fahrer“, macht VCÖ-Expertin Urbanek aufmerksam. Wer ein SMS oder E-Mail schreibt, ist sogar an die zwei Sekunden im Blindflug unterwegs.

Der Kommunikationswissenschaftler und Medienexperte MMag. Stephan Pfeifhofer bezeichnet Handlungen, wie von Philipp Budiman auf Facebook, als denk resistent. Seiner Meinung nach veranlassen soziale Netzwerke wie Facebook, unter dem Druck des öffentlichen Mitbewerbs, Menschen zum unüberlegten Handeln.

Online Plattformen zwingen einem förmlich zum Dialog mit abstrusen Handlungen. Wer nicht von Klippen springt oder auf einem fahrenden Zug tanzt, ist out. Niemanden interessieren mehr die authentischen Momente, wie sie einst in eigenen Foto-Klubs ausgetauscht wurden.« sagt Pfeifhofer gegenüber XlargE.

Das alles zeigt Philipp Budiman, Sohn der Bezirkshauptfrau für Bruck-Mürzzuschlag, unberührt, wie das Facebook-Foto beweist!

Philipp Budiman - Handy am Steuer (Quelle: Facebook)

Philipp Budiman – Handy am Steuer (Quelle: Facebook)

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