So jagt SOS Kinderdorf kritische Berichterstatter

Der Enthüllungsjournalist und Buchautor MMag. Stephan M. Pfeifhofer ist hart, beschreibt er sich selbst, ist er so hart wie »Krupp Stahl« und im Gegensatz zu seinen Kollegen ein hartnäckiges Bürschchen.

Besonders angetan hat es ihm das weltumspannende Kinderhilfswerk SOS Kinderdorf. Bereits im Sommer 2003 recherchiert der pfundige Nordtiroler viele Ungereimtheiten. Eine ehemalige SOS Kinderdorf Mutter packt erstmals aus und berichtet von untragbaren Zuständen.

»Unter Hermann Gmeiner hätte es so etwas nicht gegeben« berichtet der Österreich Wallraff von den ersten Erzählungen seiner Informantin.

Selbst durch einen Skandal in der Jugendwohlfahrt betroffen, begann Stephan Pfeifhofer schon 2002 im Desaster Jugendwohlfahrt zu wühlen. »Es ist mir kalt über den Rücken gelaufen, wie mir eine 12 jährige aus Innsbruck erzählt, dass sie im Landeskinderheim Axams wohnt und in Innsbruck jede Woche anschaffen geht«

Für den Vater von drei Kindern Grund genug nicht loszulassen. Die Erhebungen gehen weiter, denn Pfeifhofer platziert sich mit versteckter Kamera in der Maria Theresien-Straße. »Heute ist da keiner mehr, die Politik hat zwischenzeitlich reagiert, auch wenn sie offiziell von jugendlichen Komatrinkern spricht« erzählt der Investigativ Reporter weiter.

Besondere Beachtung bekam schlussendlich 2003 der Fall von fünf Mädchen aus Landeck. Sie hatten sechs Jahre ihrer Kindheit im SOS Kinderdorf Osttirol verbracht, nachdem der Vater wegen sexuellen Missbrauchs bezichtigt wurde. Bis heute konnten diese Vorwürfe einer Ärztin der Innsbrucker Kinderklinik nicht bestätigt werden. Nach schier endlosen Rückführungsversuchen, ordnete eine Lienzer Pflegschaftsrichterin die sofortige Beendigung der Fremdunterbringung an. Begründung »Die Kinder werden seelisch verkümmern, wenn sie weiterhin im SOS Kinderdorf Osttirol verbleiben«

»Als Journalist stellt man sich die Frage, weshalb derartige Vorwürfe nicht eher abgeklärt werden konnten. Sechs Jahren sind meines Erachtens zuviel. Als ich in Osttirol nachgehakt habe, wurde mir berichtet, dass sowohl der Dorfleiter als auch die verantwortliche Kinderdorfmutter für den Verbleib der Mädchen im SOS Kinderdorf waren. Sogar eine Lehrerin der Mädchen hat sich hinter das Kinderhilfswerk gestellt« berichtet der gebürtige Landecker über Willkürmaßnahmen einer selbsternannten Kinderhilfsorganisation.

Das von Pfeifhofer skizzierte Muster findet sich nach wie vor im Freien Träger der Jugendwohlfahrt und somit in allen 10 SOS Kinderdörfern innerhalb von Österreich. In der Rolle des »Diplomsozialarbeiters und Diplomsozialpädagogen Stephan Tiefenbacher« begab sich Stephan Pfeifhofer schließlich 2006 auf eine imposante Spurensuche.

Das SOS Kinderdorf Pinkafeld und Dorfleiterin Doris Wild sollte schließlich Ziel der Enthüllungen werden. Verstoß gegen die Kinderrechte, Diffamierung des Herkunftssystems und Misshandlungen an Kindern, sind nur einige aufklärungsbedürftige Details, die investigativ recherchiert werden konnten.

Während der Druck auf die Organisation stieg, wollte man beim Gmeiner Hilfswerk nicht untätig zusehen. Die installierte Rechtsabteilung rund um Dr. Clemens Klingan, sollte so rasch wie möglich für Ruhe sorgen. Normalerweise werden leibliche Eltern durch Klingan abgemahnt, wenn sie Kritik am SOS Kinderdorf öffentlich, z.B. vor dem Pflegschaftsgericht, aussprechen.

»Sämtliche Weisungen ergehen durch die Dorfleitung. Kinderdorfmütter sind angewiesen wie sie mit leiblichen Eltern der Kinder zu verfahren haben. Diese internen Merkblätter liegen mir lückenlos vor« zeigt Pfeifhofer Machenschaften auf, die an einen John Grisham Bestseller erinnern könnten.

Unterdessen sah sich der Familienvater und Verfechter von Kinderrechten mit einer Anzeige der SOS Kinderdörfer nach § 107a StGB konfrontiert »Im September des vergangenen Jahres haben sie mich wegen Stalkings angezeigt. Angeblich hätte ich der Dorfleiterin von Pinkafeld, Doris Wild, nachgestellt. Diesen Blödsinn haben sogar die Polizeibeamten an der PI Landeck geglaubt. Natürlich musste die Staatsanwaltschaft Innsbruck einen derartigen Schwachsinn, durch Einstellen der Voruntersuchungen, beenden. Bedauerlicherweise gilt das Anti-Stalking-Gesetz nicht für Journalisten, ganz im Gegenteil, es würde die Pressefreiheit massiv beschneiden«

Die einzig Geschädigte weilt unter dessen nicht mehr als Leiterin im SOS Kinderdorf Pinkafeld, wo 2003 ein erst 13 Jahre altes Kind 1 ½ Stunden vom Vorgänger bei versammelter Menge körperlich gezüchtigt worden war.

Ob die gebürtige Steyrerin und Psychologin heimlich von Pinkafeld abgezogen wurde, wollte man bei SOS Kinderdorf Österreich bis heute weder bestätigen noch dementieren.

Für den Enthüllungsjournalisten Stephan Pfeifhofer steht jedenfalls eines fest »Ich werde auch in Zukunft über Skandalwirtschaft und Missstandsduldung im weltumspannenden Kinderhilfswerk SOS Kinderdorf unaufhaltsam berichten«

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