SOS Persönlichkeitsrechte

Die rund 132 SOS Kinderdörfer weltweit feiern runden Geburtstag. Vor über 60 Jahren verfolgte Gründer Herman Gmeiner im Tiroler Städtchen Imst den Gedanken, Kindern ein zu Hause zu geben. Der sich bis heute anhaltende Grundsatz mag zweifelsohne ein Exportschlager von Menschlichkeit sein, wie heute verschworene Medien titeln. Anstatt den veränderten Bedürfnissen aber gerecht zu werden, lanciert das Gmeiner Hilfswerk bevorzugt Publicity im High Society Stil. So maßt sich selbst ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk an, betroffene Kinder „unverpixelt“ und mit einstudierten Texten, zwecks allabendlicher Rundschau, vor seine Kamera zu stellen.

Eine Kinderdorfmutter aus Seekirchen wiederum zeigt intime Einblicke in ihren Alltag, und meint, nicht selten kommt die Presse oder ein Sponsor vorbei. Da hat Frau Göller von Sorgentreff berechtigterweise Schweißperlen auf der Stirn, wenn sie bei derart nüchterner Offenbarung an die beschränkten Besuchsrechte der unzähligen Eltern dieser Kinder denken muss.

Das ist eben Fundraising vor dem Persönlichkeitsrecht eines Kindes, meine ich.

Alles Gute zum 60er liebe SOS Kinderdörfer, und vielleicht sollten Sie einmal jene Pioniere sein, die mit dem ersten SOS Familiendorf aufwarten können! Der Publicitywegen, sei es Ihnen gedankt!

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