Strache als Teil der rechtsextremen Szene Österreichs

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Die Tageszeitung „Österreich“ konnte heute einen Rundensieg vor dem Landesgericht Wien verbuchen. Auslöser war eine Klage von FPÖ Parteiobmann H C Strache hinsichtlich der „Österreich“-Berichterstattung über die Veröffentlichung der „Wehrsport Bilder“.

Dazu „Österreich“-Herausgeber Wolfgang Fellner in einer ersten Reaktion nach der Verhandlung »Unsere Berichterstattung in ÖSTERREICH ist durch die heutigen Zeugenaussagen in jedem Wort und auch in allen Details bestätigt worden. Die heutige Verhandlung ist ein enormer Erfolg für ÖSTERREICH, weil damit ab heute klargestellt ist, dass unsere Berichterstattung in der Causa Strache genau mit den Zeugenaussagen aus dem bisher geheimen FPÖ-Parteivorstand übereinstimmt«

Laut Tageszeitung „Österreich“ sieht man auf dem neuesten Foto H C Strafe inmitten von Aktivisten der heimatgetreuen „Wiking-Jugend“. Das besagte Foto sorgte zuletzt beim Sommergespräch zwischen Strache, Oberhauser und „Österreich“-Herausgeber Fellner für eine hitzige Abschlussrunde im Gebührenfunk.

Immer wieder geraten Politiker durch ihre Fehltritte der Vergangenheit in die Medienberichterstattung. Beispielsweise wurde der deutsche Grüne-Politiker Joschka Fischer sogar mit Demo-Bildern in der Bildzeitung bloßgestellt. Aber auch Ex-Volksanwalt Stadler musste sich schon kritische Wortfindungen von Journalisten gefallen lassen. Jetzt sagt er aber »Strache nicht länger tragbar« Hintergrund dieser Aussage, die heutige Einvernahme als Zeuge bei Gericht. Die Bilder wurden demnach unverpixelt dem Parteivorstand vorgelegt und „Strache als FPÖ-Obmann wäre nicht länger tragbar“.

Stadler schilderte dann auch ausführlich seine Informationen, wonach H C Strache zur Jahreswende 1989/1990 bei einer Veranstaltung der kurz danach wegen neonazistischer Wiederbetätigung verbotenen „Wiking-Jugend“ verhaftet worden sei. Er rekonstruierte im Wortlaut die damalige Aussage des FPÖ-Parteiobmannes Strache, wonach er bei dieser Veranstaltung „nicht verhaftet“, sondern vom Bundesgrenzschutz „nur festgenommen“ wurde. Strache hätte im Parteivorstand betont, er hätte „Brotkörbe für die hungernden Werktätigen der DDR über die Grenze geworfen“. Stadler bezeichnete diese Darstellung Straches als „skurril und lächerlich“.

Wolfgang Fellner erwartet nach der heutigen Verhandlung eindeutige politische Konsequenzen »Es ist für mich unvorstellbar, dass H C Strache nach diesen Zeugenaussagen, die im klaren Widerspruch zu seinen Aussagen in den vergangenen Monaten und im ORF-Sommergespräch vom Dienstag stehen, weiter Obmann einer demokratischen Partei sein kann«

H C Strache ist nach der heutigen Verhandlung eindeutig als Teil der rechtsextremen Szene Österreichs zu Beginn der 90er-Jahre identifiziert. Seine bisherigen Aussagen waren deshalb wissentlich unwahr. Sein Rücktritt als Abgeordneter und Parteiobmann ist die zwingende Konsequenz dieser Verhandlung.“ Heinz Christian Strache hatte noch Dienstag in den „Sommergesprächen“ des ORF die Anwesenheit von Neonazis wie Andreas Thierry und Jürgen Hatzenbichler bei den Fotoaufnahmen als „absoluten Unsinn“ und „unrichtig“ bestritten, seine Teilnahme an Veranstaltungen der Wiking-Jugend in jeder Form dementiert und seine Erfassung durch den Bundesgrenzschutz als „falsch“ dementiert.

1 KOMMENTAR

  1. Jede Erwähnung in den Medien wertet Leute wie Strache unnötig auf. Will man das? Fellner hatte doch schon einmal mit seiner intensiven Berichtserstattung über Jörg Haider diesem ein sattes Wahlergebnis gesichert. Und das durch den linkslinken NEWS-Verlag.

    Dass diese ganze Hype durchsichtig einseitig ist, zeigt die deutliche Verschweigung von Beispielen aus anderen Richtungen. Ein Politiker namens Gusenbauer war aktiv für die Sandinisten tätig, damals als Terrororganisation eingestuft. Sein Kalaschnikow-schwingendes Foto verschwand blitzartig in der Versenkung. Ein Erwin Lanc hatte engste Beziehungen zur PLO, noch immer als Terrororganisation geführt. Ein Peter Pilz war führendes Mitglied der anarchistischen GRM, die Akten über seine sowjetische Ausbildung waren sogar NEWS zu heiß. Ein Fritz Edlinger sammelt ganz offen Spenden für Terrororganisationen im Nahen Osten. Und sitzt da nicht drunten in Wien ein Gemeinderat im Rathaus, der auf der Lohnliste des syrischen Mukhabarat steht? Nur einige wenige Beispiele, aus dem Glashaus.

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