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Tierschutz-Ombudsfrau Barbara Fiala-Köck eine Mörderin?

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Barbara Fiala-Köck

Jagd sei die Ermordung von Tieren zur Erfüllung eines Lust-Gewinns, das meinen sinngemäß Theodor Heuss und Konrad Lorenz. Die aktive Jägerin und Tierschutz-Ombudsfrau für die Steiermark, Barbara Fiala-Köck, dürfte mit den Aussagen von Heuss und Lorenz nicht vertraut sein. Schließlich sehen Kritiker das Abschlachten von Waldtieren keinesfalls als sportliche Betätigung.

Gerne tritt Barbara Fiala-Köck für härtere Strafen bei Tierquälerei ein, und sieht ihr Engagement im Tierschutz. Martin Balluch vom Verein gegen Tierfabriken ortet hingegen ein Skandalegrande um die Jagd. Immer noch assoziiert sich die Jägerschaft als wohlhabende Gesellschaft, die ihren Sport bevorzugt für profitable Geschäftsabschlüsse nutzt und Lobbyisten gerne in ihren eigenen Reihen hütet.

Zwischen Tierschutz und Profitgier will Barbara Fiala-Köck ihren Platz verteidigen.  icon-angle-double-right Kein Mensch würde auch nur auf die Hasenjagd gehen, müsste er das Wild mit Zähnen und Fingernägeln töten! icon-angle-double-left meint hingegen der Verhaltensforscher Konrad Lorenz. Klare Worte, die mit Tierschutz und Jagd nicht in Einklang zu bringen sind. Der 1. Deutsche Bundespräsident, Theodor Heuss, findet weit tiefgreifendere Worte  icon-angle-double-right Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.  icon-angle-double-left

Die einstige Amtstierärztin und Tierschutz-Ombudsfrau der Steiermark, Dr. Barbara Fiala-Köck, ist mit Sicherheit keine Mörderin nach dem Strafgesetzbuch, aber ein moralisches Garant für den widersprüchlichen Spagat zwischen Tierschutz und Jagdfieber, das in Kreisen der Jägerschaft als sportlicher Ausgleich gesehen wird.

1 Kommentar

  1. Hier wird auch wieder Theodor Heuss zitiert, und das mit einem Zitat, dass er höchst wahrscheinlich nie so gesagt hat. Dieses Zitat wird aber immer wieder fälschlicher Weise zitiert.

    Wiki schreibt dazu:

    Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. – Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Erfindung eines Tierrechtsaktivisten. Unter der einzigen, auch hier vom 18. November 2008 bis zum 20. August 2012 genannten Quelle „Tagebuchbriefe 1955-1963“ S. 106 ist die Sentenz nicht zu finden.

    Dort schrieb Heuss lediglich:
    „Zur »Jagd« dies: Jägerei ist eine Nebenform von menschlicher Geisteskrankheit, von der ich nie befallen war. Aber sie ist. Auch Diplomaten und deutsche Staatsmänner, die dafür gelten, die sich dafür halten, sind anfällig. Es ist ein Politikum nicht ohne Reiz: mitten in der ärgsten Triestkrise hatte ich den jugoslawischen und damaligen italienischen Botschafter an einem behaglichen Tisch und beim Schießen 100 m von einander entfernt, auf Fasanen lauernd. Der BuPrä als solcher hat keine »Jagd« – das ist »Ländersache«. Aber Nordrhein-Westfalen stellt eine Staatsjagd zur Verfügung. Meine Funktion: am Vorabend ein Essen für 12 – 16 Herren, am Tag acte de présence bei vier Treiben – die Jäger stehen in einer langen Reihe und die Treiber scheuchen das Wild auf. Ich tue gar nichts, sondern besuche, wenn nichts los ist, die einzelnen Herren und plaudere mit ihnen. Ich habe nie eine Flinte in die Hand genommen und mir nie, wie alle anderen, ein Jagdkostüm angeschafft, sondern spaziere im Straßenanzug. Aber einige Leute schwören seitdem auf mich, d.h. auf meine »Ironie«

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