Vom Gossen News zum Bettlerjäger – Westi will bleiben

0
1

Das Sommergespräch im Gebührenfunk hat es dem Bündnisobmann und Haider Getreuen Peter Westenthaler wieder einmal angetan. Gegenüber Elmar Oberhauser und Kleinen-Chef Patterer wollte der orange Saubermacher Rede und Antwort stehen.

In der Gosse sah man den einstigen FPÖ Mandatar im News Aufmacher vom vergangenen Donnerstag. Die Österreicher Frage wollte sogar mit „Wer will mich“ für Westi auf Arbeitergebersuche gehen. Gemeint war naturgemäß der Bündnismann aus Kärnten und sein Abschiedsgedanke an Haider und die Gossenpolitik.

Sprichwörtlich in die Gosse hat es jetzt das Nachrichtenmagazin News dennoch verschlagen, geht es nach den Ausführungen von Westenthaler im Sommergespräch mit ORF Frontman Oberhauser. Wenig angetan hingegen die Fragen und der Auftritt von Chefredakteur Hubert Patterer der Kleinen Zeitung. Dieser wollte sich im Versuch mit Haiders Taferl-Strategie Punkte holen und schoss ins Aus.

Mitten drin sieht sich jedoch Westenthaler selbst, nämlich in der Stadtpolitik von Graz und will gerade dort organisierten Bettlerbanden und krimineller Energie den Kampf ansagen. Im getreuen Parteilook gekleidet, sieht der Mann mit Blick auf das Volk enormen Handlungsbedarf und ortet im Versagen der bisher tätigen Parteien den Grund für die steigenden Missstände in Graz.

Keinen Wehmut hat Westenthaler in Richtung Massenmedien und bestellt das Nachrichtenmagazin News kurzerhand in die Gossenzone. Mit dem Fall dieses Druckwerks dürfte nicht einmal die Staatsanwaltschaft Wien gerechnet haben. Noch am Donnerstag hat News über einen möglichen Strafantrag berichtet und titelt peinlicher weise „Westenthaler soll vor den Richter“. Auslöser war die Prügelaffäre und eine mögliche Falschaussage Westenthalers. Wie immer kontert der mit Überzeugung und vermutet im roten Justizministerium die Fehde gegen Oppositionelle, die mundtot gemacht werden müssen.

Westenthaler klärt auf, denn News drucke keinesfalls die Wahrheit und die Österreicher wissen das. Nicht weniger unwissend greift Westenthaler im letzten Moment zum österreichischen Schulsystem und gibt der Gesamtschule keine Chance, dennoch wolle Kärnten am Modellversuch festhalten und ein solches Experiment muss laut Westenthaler unterstützt werden.

Wenig spektakulär also der Bündnisobmann und seine Expertise „Ich bin noch da“ in einem dirigierenden Sommergespräch am Kahlenberg oberhalb von Wien. Jedenfalls hat das Nachrichtenmagazin News seine Werbung abbekommen und die Journalisten Vor-Ort umsonst ihre ach so angepriesenen Gerüchte ausgeplaudert.

Der Ankläger Westenthaler wird es jedenfalls nicht leicht haben, plant der Orange doch den Verbleib in der Politik im Falle einer Vorstrafe und denkt gar nicht daran die rote Hochburg im Stich zu lassen. Für die Fans ein Grund zum Jubeln und für seine Kritiker noch mehr Grund zum Weitermachen. Ob das Nachrichtenmagazin News nun den alten neuen Arbeitgeber preisgeben wird, steht allerdings auf einem anderen Titelblatt geschrieben.