Warten bis das Christkind kommt: Nächster Geldsegen für Arbeitslose

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AMS Einmalzahlung

Bereits im September konnten Arbeitslose, so sie die Kriterien erfüllen, eine Einmalzahlung über 450 Euro verbuchen. Während der Betrag pfändbar ist, dürften Bezieher der bedarfsorientierten Mindestsicherung nicht geschröpft und der Betrag als sonstiges Einkommen hinzu addiert werden. Jetzt wartet eine weitere Einmalzahlung auf Betroffene AMS Bezieher, die im Zeitraum Mai bis August mindestens 60 Tage arbeitslos gemeldet waren.

Mit einem weiteren monatlichen Beitrag für die Monate Oktober, November und Dezember, wolle man Arbeitslose einmalig während der Corona Krise unter die Arme greifen. Die Opposition sieht das als Tropfen auf den heißen Stein. Stattdessen gehöre das Arbeitslosengeld bedingungslos erhöht, wie beispielsweise Rendi-Wagner von der SPÖ kritisiert.

So werde es im Dezember mit der Auszahlung des Arbeitslosengeldes einen einmaligen Boni von 450,00 Euro geben. Das vergangene Vorhaben im September kostete laut AMS rund 180 Millionen Euro. Dort kritisiert man im Wesentlichen die Vorgehensweise der Regierung und im Besonderen Vize-Kanzler Werner Kogler (Grüne), der es vorzog seinen Aderlass über die Medien zu verbreiten, und nicht vorab das AMS zu informieren. Zumindest konnte der Koalitionspartner ÖVP mit ins Boot geholt werden.

Allgemein mehrend ist die Kritik über sämtliche Auszahlungsmodalitäten, nicht zuletzt den Härtefall Fond betreffend. Viele betroffene Unternehmer seien abgespeist oder gar nicht in den Genuss des Hilfefonds gekommen. Gerade Freiberufler habe das Hilfsprogramm bis heute mehr als ungenügend erreicht. Ähnliche Probleme verzeichnen Vereine.

Trotz sattem Budget Minus bleiben viele Betroffene auf der Strecke. Schon jetzt erwarte man seitens der Gläubigerverbände im kommenden Jahr signifikant mehr Insolvenzen als bisher. Die Problematik der Verschleppung werde 2021 einen massiven Anstieg bei Insolvenzverfahren bedeuten, ist man aus Experten Kreisen sicher.

Für betroffene Arbeitslose dürfte die weitere Einmalzahlung im Dezember zumindest ein kleiner Wermutstropfen in Corona Zeiten sein, wenngleich der Österreichische Gewerkschaftsbund nicht davon ausgehe es handle sich hierbei um eine Geldspritze für den Wirtschaftskreislauf, denn viele müssten erst einmal ihre Löcher bei den Banken stopfen oder zumindest einen Notgroschen ansparen.