WEIHNACHTEN OHNE ELTERN: Wenn die Jugendwohlfahrt im Größenwahn Familien zerstört

weihnachten_ohne_kindOftmals zählt bei Jugendämtern ein Argument zur Selbstverteidigung – Gewalt in Familien. Selten aber kehren die Verantwortlichen vor den eigenen Toren, wenn Kinder und Jugendliche in SOS Kinderdörfern, Pflegefamilien, oder Wohngruppen Gewalt erleben, erste Kontakte mit Drogen, Sex und Alkohol machen. Gerade zu Weihnachten wollen viele der über 12.000 Kinder, die nicht in ihrer Familie aufwachsen dürfen, mit Mama und Papa Heilig Abend feiern.

Trotz horrender Zuwendungen vom Staat, verzeichnen die Träger der freien Jugendwohlfahrt, unter ihnen SOS Kinderdorf, nicht unerhebliche Spendeneinnahmen. Offiziell deklarieren Sponsoren wie ECONGAS ihre Kollekte als Unterhalt für bedürftige SOS Kinderdorf Familien, deren Schützlinge aus schwierigen Familienverhältnissen stammen. Auf Nachfragen allerdings, korrigieren Pressesprecher ihre leichtfertigen Angaben – nur zur Beschaffung von Weihnachtsgaben, heißt es in den Antwortschreiben.

Die heute 19-jährige Ines Müller (Name von der Redaktion geändert) wäre noch vor wenigen Jahren froh über die Zuwendungen vom Staat gewesen. Die Gymnasialschülerin aus zerrütteten Familienverhältnissen bat mehrmals um Hilfe, war den Gewalt Martyrien der eigenen Eltern hilflos ausgesetzt. Die monatlichen Kosten von Euro 7.000,- für die Unterbringung in einem SOS Kinderdorf, können die leiblichen Eltern von Ines nicht bezahlen. Auf Vermögen ist nicht vorhanden, um die notwendigen Regressansprüche laut Jugendwohlfahrtsgesetz durchsetzen zu können. Ines bleibt also der Weg in eine Jugendhilfemaßnahme verwehrt.

Nach unzähligen Interventionen, Medienberichten, Anwaltschreiben, nun die ersehnte Antwort aus der Abteilung Jugendwohlfahrt im Amt der Tiroler Landesregierung. So verspricht Amtsleiterin Silvia Rass-Schell 10.000,- Euro Schadensersatz, wenn die junge Frau aus Innsbruck schweigt.

Roswitha Maier (Name von der Redaktion geändert) ist verwundert, denn ihre beiden Söhne leben seit drei Jahren in einem SOS Kinderdorf. Kurz vor Weihnachten, der Baum war schon festlich geschmückt, klingelt die Jugendwohlfahrt an ihrer Wohnungstüre, im Gebäck die Polizei. Sie habe ihren jüngsten Sohn geschlagen, mit einem Stofftier, heißt es im Antrag auf Entzug der Obsorge. Vor Gericht kommt Roswitha Maier bis heute nicht, dennoch, ihre Kinder hat sie verloren, zumal SOS Kinderdorf aus organisatorischen Gründen Besuchskontakte nur einmal im Monat ermöglichen kann. Heute sagen Fritz und Florian (Namen von der Redaktion geändert) zu ihrer Kinderdorfmutter „Mama“. Ihre eigene, sprechen sie nur noch mit Vornamen an.

Die ganze Story im Nachrichtenmagazin XlargE!

Ausgabe Dezember 2008

+ Exklusiv-Interview: Ich feiere ohne meine Kinder Heilig Abend

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