Wikipedia Admins – So unterdrücken sie Kritik

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Wikipedia ist schon lange keine Insel der Seeligen mehr. Das zumindest ergibt eine investigative Recherche zum Thema »deutschsprachige Wikipedia« Wer sich im Internetlexikon kritisch mit der Begriffsbestimmung SOS Kinderdorf oder Jugendamt auseinandersetzt, muss mit dem Verlust seiner Zugriffsberechtigung rechnen. So geschehen einem eifrigen Internet User – nennen wir ihn Klaus. Motiviert von medialen Falschmeldungen, bastelt der Aktivist in dieser freien Enzyklopädie an konträren Fallbeispielen.

Angetan vom Engagement des Wikipedia Neulings, gesellen sich schnell ein paar unliebsame Kameraden hinzu. Nennen wir sie seewolf, nocultureicons oder thek. Kritik ist in ihren Augen etwas besonderes und bedarf einer genauen Analyse. Ein User bringt es auf den Punkt »Thek gibt hier das beste Beispiel, wie man Diskussionen beendet, indem man die grossflächige Löschung kurzerhand besiegelt«

Man möchte glauben Wikipedia wäre für Jedermann frei zugänglich. Schnell geirrt denkt sich Klaus und sucht das Gespräch mit den selbsternannten Wächtern der freien Enzyklopädie. Interpretation ist hingegen die Antwort, denn Klaus zeigt keinen Willen zur Mitarbeit, wird bald als Querulant gehandelt und schnellstens entsorgt. Das Ende eines sachlichen Diskurs mündet also in einem sogenannten Ausschlussverfahren. Eifrig kreiert seewolf seine Expertisen und Nocultureicons wird zum Beschützer der andächtigen Wortsammlungen zum Thema SOS Kinderdorf oder Jugendamt.

Mittendrin die Ohnmacht zahlreicher Wikipedia Nutzer, die sich kaum vorstellen können, das akribisch erarbeitete Texte den Segen einer Schaar von Studenten nötig haben, um überhaupt im Internet als seriöse Darbietung gewertet werden zu können. Schließlich entfacht eine Diskussion das jähe Ende, plötzlich brechen sämtlich normierte Versuche ab, die ansonsten erfolgreich zur Streitschlichtung beitragen. Kurz um – wer sich in Wikipedia Freunde schaffen möchte, muss erst eine Vielzahl an Reglements beherzigen und natürlich dem Studenten Dasein mit grammatikalisch punktierten Werten begegnen.

Für Klaus ist Wikipedia heute keine Silbe wert, schließlich verschönert auch noch ein Brockhaus seinen schmucken Wandschrank aus Edelholz. Anfragen von Xlarge bleiben ungehört, vielleicht gerade deshalb, weil die eifrigen Protagonisten seewolf und nocultureicons das Emailpostfach bei Wikipedia höchst persönlich unter ihre eigene Kommandantur gestellt haben.

Siehe auch: Was ist bloß mit Wikipedia los

11 KOMMENTARE

  1. Das selbe gilt für eine kritische Betragetung unseres geliebten Prof. Dr. Max Friedrich. Da habe ich mir nämlich erlaubt – natürlich wahrheitsgemäß – unter dem Wikipedia-Eintrag festzuhalten, dass es zahlreiche Gutachten gibt, die belegen, dass Gutachten des honotigen Herrn Professor nicht den geltenden Standards entsprechen, fachlich nicht korrekt ausgeführt sind und somit zu zahlreichen Wiederaufnahmen geführt haben.

    Diese Richtigstellung zur Tätigkeit als Gutachters hielt ich für sehr wichtig, weil bei diesen Prozessen immer Kinder die leidtragenden sind. Einerseits verlieren sie ungerechtfertigt ihre Väter und Ernährer, ganze Familien werden in den Riun getrieben, andererseits werden die Kinder zu Opfern gemacht, die gar keine sind. Dadurch erhalten diese Kinder unnotwendige Therapien, weden viktimiesiert und glauben schon nach kurzer Zeit, dass der Missbrauch tatsächlich stattgefunden hat, obwohl es dafür eigentlich keinen Grund gibt.

    Deshalb ist Wikipedia für mich ein Erfüllungsgehilfe diverser – teils krimineller – Menschen und Organisationen und ist dadurch sehr, sehr gefährlich. Wie weit falsche Ideologie führt haben unsere Altvorderen am eigenen Leib verspüren müssen. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht das Internet und derartige Portale dazu führen, solche Zustände zu fördern und Menschen dumm zu halten.

  2. Ich habe ja auch mal etwas von diesem Wikipedia gehalten. Aber nach der Xlarge Berichterstattung bin ich nur noch erschüttert. Wie kann es eigentlich sein, dass hier ein paar Studenten ihr Unwesen treiben und sich vorkommen wie Gott in Frankreich. Schade um die eigentliche Idee hinter Wikipedia aber muss wohl so sein.

  3. Wieder nur eine einseitige Darstellung. Zudem voller Rechtsschreibfehler und stilistischer Patzer. Gibt es hier keine Redaktion?

  4. Wenn ich so die stilistischen Rechtschreibfehler auf orf.at zähle, dann braucht sich Xlarge aber ganz und gar nicht verstecken. Aber besonders auffällig BILD mit ihren sagenhaften Schlagzeilen. Des Deutschen liebste Zeitung eben. Und an den Vorredner: Wer Kritik übt, sollte sie auch begründen!

  5. also ich lese gerne im Xlarge da gehts mir aber net um Stilzeugs und Rechtschreibsudelei es geht um den Inhalt muss aufgedeckt werden!!!

  6. Was will Xlarge mit diesem Artikel aufzeigen? Für mich jedenfalls bestätigen sich sämtliche Recherchen, wie man sieht berechtigt, wenn man heute ZAPP im ARD Extra geguckt hat. Die Firma Medien Tenor von Herrn Schatz ist in aller Munde. Da werden schnell fragwürdige Studien für die Bildzeitung gemacht und genau diese Studien sind auch Grundlage für den Einlass in Wikipedia. Nur wer meist zitiert ist, hat auch das Recht auf einen Artikel.

  7. So einen Schwachsinn ließt man immer von Unschuldigen, nicht verstandenen Helfern, die der Wikipedia nur etwas gutes tun wollen, aber nicht einmal verstanden haben worum bei dem Projekt geht. Hier werden drei Leute einseitig ohne und ohne Belege zur Sau gemacht. Oben drüber ein Bild von Admins, wobei TheK gar kein Admin ist. Das wird dann auf alle Mitarbeiter (~300 Admins + > 700 normale Nutzer) übertragen.

  8. Gibt es auch irgendwelche Belege für die Behauptungen? So ganz ohne Belege (Links zu den entsprechenden Edits) kann man viel behaupten …

  9. Ich habe ebenfalls diese Erfahrungen gemacht, dass Wiederspruch nicht geduldet wird. Diskussionen zum Teil abgewürgt werden. Leute mit gefährlichem Halbwissen aich auf diesem Portal zu profilieren versuchen.
    Glücklicherweise gibt es die englische Wikipedia, die um einiges offener und objektiver ist.

  10. @tk
    Nimm z.B. den Artikel über das „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands“. Mit Adminrechten wurde durchgepresst, dass der Selbstdarstellungstext dieses kommunistisch beeinflussten Vereins als „lexikalischer Eintrag“ kritiklos dasteht. Schau Dir dazu einmal die Diskussion und die Artikelhistorie an…

  11. @ist eh egal: Hast du denn das was man dir geschrieben hat befolgt?
    „Beitrag widerspricht dem Grundsatz des Neutralen Standpunktes. Lob und Kritik müssen durch relevante Quellen belegt werden. Bitte WP:NPOV beachten.“ Nein, du hast einen Editwar fortgesetzt!

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